Winchester – Das Haus der Verdammten

| 1. Oktober 2018 | 0 Comments

Winchester – Das Haus der Verdammten von den Regisseuren Michael Spierig und Peter Spierig, alias The Spierig Brothers, ist ein amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2018. Das Drehbuch von Tom Vaughan, Michael Spierig und Peter Spierig basiert dabei auf der realen Sarah Winchester, welche eben dieses Haus erbaute und bis zu ihrem Tod erweiterte und umbaute.

Winchester - Das Haus der Verdammten, Rechte bei Splendid Film/WVG

Winchester – Das Haus der Verdammten, Rechte bei Splendid Film/WVG

Winchester – Das Haus der Verdammten hat neben einer netten Idee, mit Hellen Mirren auch eine tolle Darstellerin, leider kann da Jason Clarke absolut nicht mithalten und auch der rachsüchtige Geist, der wie als eine Verlegenheit erst gegen Ende aus dem Hut gezaubert wird, ist etwas seltsam. Da wäre es spannender gewesen, er wäre schon von Anfang an dabei, vor allem da sich Dr. Price ja lange Zeit weigert Geister zu sehen.

Der Film ist nicht unspannend, aber das Drehbuch ist schwach und vor allem in der ersten Hälfte viel zu langatmig. Dabei hätte die Geschichte etwas gehabt. Der Film hat auch gute Ansätze, aber teilweise ist er zu vorhersehbar und teilweise hat man schöne Möglichkeiten schnöde verschenkt. Die Geschichte von einem Spukhaus ist ja grundsätzlich nicht neu und die Begründung warum Sarah Winchester dieses Haus baut, vor allem warum gerade in dieser Form, ist gelungen. Aber leider hat man die Geschichte selbst zu sehr schleifen lassen.

Winchester – Das Haus der Verdammten handelt von der Witwe Sarah Winchester (Helen Mirren), welche in einer verlassenen Gegend von San Jose, 50 Meilen von San Francisco entfernt, in ihrer monströsen Villa lebt. Die Erbin des Waffen-Imperiums von William Winchester lässt in jahrzehntelanger, ununterbrochener Bautätigkeit ein gigantisches und unübersichtliches Anwesen mit über 500 Zimmern errichten. Es ist ein Haus voller Irrwege, falscher Türen und im Nirgendwo endender Treppen.

Auf die Außenwelt wirkt das Gebäude wie das exzentrische Denkmal einer wahnsinnigen Frau. Der bekannte Psychologe Dr. Eric Price (Jason Clarke) wird damit beauftragt den Geisteszustand der Millionenerbin zu untersuchen. Denn Sarah Winchester ist davon überzeugt ein Gefängnis für Hunderte rachsüchtige Geister und gequälte Seelen zu errichten, die durch Winchester-Waffen zu Tode kamen und nun Vergeltung suchen. Der Arzt stellt bald fest, dass es in der Villa tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht. Gefangen im größten Geisterhaus der Welt müssen Sarah und Dr. Price einen Ausweg finden, um die Verdammten des Winchester-Hauses zu erlösen.

Winchester – Das Haus der Verdammten wurde von den in Deutschland geborenen und in Australien aufgewachsenen Spierig Brothers inszeniert. Die beiden haben schon seit frühester Jugend verschiedene Filme auf Festivals gezeigt. Im Jahr 2003 erschien ihr erster Horrorfilm Undead. Ihrem Genre blieben sie auch bei dem nächsten halben Dutzend Filmen treu. Jigsaw war dabei ihre bisher größte und auch erfolgreichste Produktion.

Winchester – Das Haus der Verdammten, mit einer Spieldauer von ca. 109 Minuten, wird mit einem recht stimmigen Bild, und vor allem mit kontrastreichen Farben, im Format 16:9 – 2,39:1 geboten. Der ordentliche Ton wird u.a. auf Deutsch und Englisch in DTS-HD 5.1 präsentiert. Unter den Extras findet sich folgendes Bonusmaterial:

  • Making Of
  • Interviews
  • Featurette
  • Original-Trailer
Winchester – Das Haus der Verdammten (Winchester) von Splendid Film/WVG ist seit 31. August 2018 mit FSK 16 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Wir haben die Blu-ray auf der Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW angesehen.
64 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
Helen Mirren ist sehr gut in ihrer Rolle
die Grundidee ist sehr gut und spannend
es hätte ein echt toller Film werden können
Negatives
Jason Clarke ist zu schwach als Dr. Price
das Drehbuch ist leider sehr schlecht
in der ersten Hälfte ist der Film langatmig
die Umsetzung der Idee ist misslungen

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Category: Filme

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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