Three Fourths Home

| 30. Mai 2017 | 0 Comments

Prädikat künstlerisch wertvoll könnte man zu Three Fourths Home sagen. Etwas Einzigartiges ist ebenfalls zutreffend, aber das Game ist auch ein wenig verstörend und seltsam. Man fragt sich ob das nun alles war, ob man alles richtig gemacht hat, ob da noch etwas kommt? Und worum geht es dabei überhaupt? Nun, lasst uns schauen…

Three Fourths Home - Cover

Three Fourths Home – Cover, Rechte bei Bracket Games und Digerati

Three Fourths Home ist ein sehr unübliches Game. Man steigt mittendrinnen ein, in einen weißen Bildschirm, nur von Grautönen und einfach wirkenden Zeichnungen umgeben. Man fährt los, mit einem Auto. Dann läutet das Handy. Mum ist dran und möchte wissen, wo man ist. Durch das Telefonat lernt man nach und nach die Geschichte kennen, während man gleichzeitig durch einen Regen und einen Sturm fährt. Es gibt eine Tornadowarnung für die Gegend.

So erfährt man von Kelly, einer jungen Frau Mitte 20, die wieder ins Haus ihrer Eltern gezogen ist, wo auch ihr kleiner Bruder wohnt. Sie hat keine Arbeit, soll sich aber um eine kümmern, da ihr Vater ein Bein verloren hat und ihr jüngerer Bruder eine Therapie benötigt. Die Mutter scheint Hausfrau zu sein, doch das ging bei unserem Spiel zumindest nicht klar hervor.

Man hat bei dem Spiel ein recht minimalistisches Design gewählt mit einfachen Elementen und ganz in Grautönen gehalten, wobei der Großteil des Bildschirms eigentlich in weiß gehalten ist. Das hat durchaus etwas und es ist sicher etwas einzigartiges und außergewöhnliches, dennoch fragt man sich immer wieder, was da noch kommt, doch es kommt nicht viel mehr als die Fahrt und das Telefonat, bei dem man zwischen unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten wählen kann und somit auch unterschiedliche Sachen erfährt. Dabei kann man entweder die Ruhe, den Sturm, den Regen und das Heulen der Sirene hören, oder man schaltet zusätzlich noch die Musik im Auto ein, die von Neutrino Effect stammt.

Man liest sich also durch die Geschichte und so lange es eine Unterhaltung ist, wo man mehrere Auswahlmöglichkeiten hat ist dies auch recht interessant. Etwas seltsam wird es jedoch, wenn man festgeschriebene Texte auswählen muss und nur noch zum Leser avanciert. Auch die Geschichte, die der Bruder über Minuten erzählt ist etwas seltsam. Wichtig ist es, immer den Fahren-Button zu halten, denn macht man dies nicht, bleibt nicht nur das Auto stehen, sondern auch das Telefonat. Man kann aber ruhig die ganze Zeit durchspielen, denn nach einer Weile erreicht man das Elternhaus. Das Ende ist irgendwie traurig und auch seltsam und dann wird der Bildschirm wieder weiß. Danach fragt man sich, ob man jetzt eigentlich ein Spiel gespielt hat, oder eine Geschichte gelesen, oder was das eigentlich jetzt genau war.

Three Fourths Home, also zu drei Viertel daheim, wurde von Bracket Games entwickelt. Bracket Games steht wohl auf minimalistisches Design, auch ihre Homepage ist in einem solchen Stil gehalten. Das Team besteht aus dem Schreiber und Designer Zach Sandford und Neutrino Effect. Sie fokussieren sich auf kleine Single-Player Games, wie auch Letters to Babylon oder To Azimuth. Publisher ist Digerati.

Three Fourths Home ist für PC, PS4, PS Vita und Xbox One verfügbar, für die Xbox One kam es im November 2015 heraus. Wir haben das Game auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
68 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
trotz minimalistischer Grafik ansprechend
man will mehr von der Familie wissen
mutiges Ende
realistische Geräusche, nette Musik
sicher mal ein anderes Game
Negatives
ist das ein Game? Wars das?
Monologe der Gesprächspartner etwas langweilig
man fühlt sich irritiert
man ist gleichzeitig unter- und überfordert
sehr minimalistisch

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Category: Games, Xbox One

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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