Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag

| 8. April 2018 | 0 Comments

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag von Mel Odom ist ein Thriller, welche in der Welt von Shadowrun, einem Cyberpunkt Rollenspiel spielt. Der Shadowrunner Hawke muss seine Grundsätze über Bord werfen und sein eigenes Shadowrunner-Team aufstellen um zu überleben. Letztlich stellt sich die Frage: Soll er Rachel an den Höchstbietenden verscherbeln oder sie bei einer Quest unterstützen, die das Angesicht der Sechsten Welt für immer verändern könnte?

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag von Mel Odom, Rechte bei Pegasus Press

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag von Mel Odom, Rechte bei Pegasus Press

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag ist zwar durchaus flott geschrieben, und an Katar Hawke gefällt mir, dass er eben kein Topklasse-Runner ist, sondern dass er durchaus unterdurchschnittlich ist, aber viel zu schnell wird aus ihm und seinem Team eine Gruppe von Spitzenrunnern, die es sogar mit Atzlan, der wahrlich kein harmloser Gegner ist, aufnehmen.

Was ich sehr spannend finde ist, dass Aztech eine wichtige Rolle spielt. Ich mag die Azzies, denn sie sind in meinen Augen so ein wirklich böser Konzern. Außerdem sind sie neben Saeder Krupp wohl einer der mystischsten und magischsten Konzerne. Deshalb ist es auch so schade, dass einige Formulierungen sehr holprig und sperrig klingen. Aber Katar Hawke geht auf einen spannenden Shadowrun und Mel Odom gelingt es durchaus die Spannung hoch zu halten.

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag handelt von dem Shadowrunner Katar Hawke, welcher die Straßen und die Schatten kennt. Jeder Job muss schnell erledigt werden, mit möglichst wenig Hilfe und ohne Aufheben, Chaos und Getue. Als aber die Extraktion einer scheinbar einfachen Studentin von einer Ausgrabungsstätte in Zentralamerika schief geht, muss Hawke sie beide am Leben halten und gleichzeitig herausfinden, in was für eine Gefahr er geraten ist – und wie er wieder herauskommt, denn nichts an diesem Shadowrun scheint auch nur ansatzweise normal. Die Studentin Rachel Gordon hat ein Artefakt geborgen, das die Sechste Welt mit der lange versunkenen und magischen Zweiten Welt verbindet. Der Fund setzt eine Kettenreaktion in Gang, bei der Megakonzerne und eiskalte Killer mitmischen, die alles dafür tun würden, um Rachel und ihr Wissen in die Finger zu bekommen.

Mel Odom, geboren 1957 ist ein amerikanischer Schriftsteller, welcher neben seiner Science Fiction Romane vor allem auch für zahlreiche Bücher für verschiedene Videogames bekannt geworden. Er hat aber auch bereits eine handvoll verschiedener Romane zum Rollenspiel Shadowrun veröffentlicht.

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag gehört zu der neuen Generation von Shadowrun Romanen, welche vom US Publisher des RPG Catalyst Game Labs in den letzten 3 Jahren veröffentlicht wurden. Pegasus Spiele hat nun zwei Romane der Reihe auf Deutsch übersetzt herausgebracht. Pegasus Spiele ist für Familienspiele bekannt, aber auch für verschiedene Rollenspiele wie Shadowrun, Cthulhu oder 7te See. Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag wurde im Original mit dem Titel Deniable Assets im Verlag Catalyst Games Lab, USA veröffentlicht.

Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag von Russell Mel Odom ist seit März 2017 bei Pegasus Press, in der Übersetzung von Christina Brombach als Taschenbuch und eBook erhältlich.
74 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein schwungvoll geschriebener Roman
die Shadowrunner beginnen als unbeschriebene Blätter
Aztechnology ist ein sehr spannender Gegner
Negatives
es gibt sehr holprige Absätze
die Qualität des Buches ist sehr unterschiedlich

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Category: Bücher

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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