Runebound, 3. Editon

| 15. Januar 2017 | 0 Comments

Runebound, 3. Editon von Lukas Litzsinger erscheint beim Heidelberger Spieleverlag und handelt von wagemutigen Helden, in deren Rolle die Spieler schlüpfen, um sich den unzähligen Gefahren im Fantasy Königreich Terrinoth zu stellen und die drohende Gefahr zu besiegen.

Runebound, 3. Editon, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Runebound, 3. Editon, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Runebound, 3. Editon ist mittlerweile ein spannendes Abenteuerspiel mit einer gelungenen Spielmechanik. Gelungen ist dass es jetzt mit der Zeitleiste auch eine Zeitkomponente gibt, welche die Spielzeit vernünftigerweise beschränkt. Schade ist ein wenig dass man eher nebeneinander spielt. Man kann zwar auch gegeneinander kämpfen, was aber vor allem den anderen Spieler einen Vorteil bietet, oder man kann versuchen den anderen Spielern Abenteuerkristalle wegzuschnappen. Dafür funktioniert das Spiel durchaus gut auch ohne Einschränkungen oder Sonderregeln wenn man nur zu dritt oder zu zweit spielt.

Leider liegen nur zwei Szenarien bei. Durch die Handlungskarten und die verschiedenen Abenteuerkarten gibt es zwar Abweichungen im Spielverlauf, dennoch wären ein paar mehr Szenarien wünschenswert gewesen. Für die 2. Edition gibt es einige Ergänzungen und man kann darauf auch für die 3. Edition hoffen. Also ist es ein wenig Jammern auf hohem Niveau, da die Spielmechanik gut funktioniert und das Spiel Spaß macht.

Runebound, 3. Editon bietet zwei Szenarien, welche die Zukunft des Reiches Terrinoth bedrohen. Die Spieler übernehmen die Rolle von wagemutigen Helden, die bereit dazu sind ihr eigenes Schicksal zu schmieden. Sie werden uralte Ruinen erforschen, brutale Schlachten bestreiten und mächtige neue Fähigkeiten erlernen. Nur der größte Held kann die gefährlichen Mächte besiegen, die Terrinoth bedrohen und den Frieden wiederherstellen.

Der Spielablauf wird hier vereinfacht und gekürzt dargestellt. Runebound, 3. Editon beginnt mit der Auswahl eines Szenarios und der Wahl der Helden. Es gibt eine Zeitleiste mit verschiedenen Ereignissen, die zweimal verwendet wird, einmal im 1. Akt an dessen Ende die Bedrohung auftaucht und im 2. Akt an dessen Ende die Macht beginnt Terrinoth zu verwüsten. Wenn die Helden bis dahin die Macht nicht aufhalten konnten, verlieren sie das Spiel. Ansonsten gewinnt der Spieler dessen Held die Macht besiegt.

Brettspielinhalt - Runebound, 3. Editon, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Runebound, 3. Editon, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

In jeder Runde hat man 3 Aktionen zur Verfügung, die man auch mehrmals verwenden kann. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  • Bewegen mittels Geländewürfel
  • Einkaufen (nur in der Stadt)
  • Abenteuer bestehen (kostet zwei Aktionen) aus den Kategorien Kampf, Erkundung und Sozial
  • Ausruhen um sich zu heilen
  • Trainieren um neue Fertigkeiten zu erlernen

Im ersten Akt gilt es vor allem Trophäen zu sammeln, die man durch gelöste Abenteuer erhält und in Fertigkeiten investiert, um seinen Helden zu verbessern, damit er bereit ist sich dem Endgegner zu stellen.

In jedem Szenario gibt es verschiedene Handlungskarten, welche nach und nach ins Spiel kommen und es den Spielern ermöglichen Bonuspunkte zu sammeln um den Endgegner zu schwächen. Neben den verschiedenen Handlungen sind vor allem die Abenteuer wichtig.

Auf dem Spielbrett liegen rund 30 Abenteuerkristalle auf bestimmten Feldern, welche zu bestimmten Ereignissen auf der Zeitleiste wieder aufgefrischt werden. Unter den Abenteuern finden sich Ereigniskarten, Questkarten und Feindkarten, in je nach Kategorie unterschiedlicher Zusammensetzung.

Bei Ereigniskarten hat man meist zwei Optionen zur Auswahl, eine schwächere, die man sofort einlösen kann und eine stärkere bei der man meist bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss und eine Attributsprobe ablegen muss. In diesem Fall hebt man eine Anzahl von Fertigkeitskarten gleich seinem Attributswert vom Stapel und wenn man keine Erfolgssymbole hat, ist die Probe verloren.

Bei Questkarten muss man eine bestimmte Region aufsuchen und Vorrausetzungen erfüllen. Mit den Geländewürfel legt man eine Probe ab, um mit den Symbolen verschiedene Ereignisse auszulösen. Eine der wichtigsten Karten sind die Feindkarten. Einer der Spieler übernimmt dabei die Rolle des Feindes. Beide Spieler nehmen jeweils ihre Kampfmarker in die Hand und werfen sie wie Würfel auf den Tisch. Die verschiedenen Symbole lösen verschieden Kampfaktionen aus. Welche Seite dabei als erster soviele Schadensmarker wie Lebenspunkte erhält, verliert den Kampf.

Runebound, 3. Editon, ursprünglich von Fantasy Flight Games, erschien im Juni 2016 beim Heidelberger Spieleverlag in deutscher Übersetzung. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 3 bis 4 Stunden pro Partie benötigt.
89 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
eine gelungene und gute Spielmechanik in der 3. Edition
der Kampf mit den verschiedenen Kampfmarkern ist gut gelöst
die Zeitleiste verleiht dem Spiel eine bessere Dynamik
Negatives
es gibt leider nur zwei Szenarien im Spiel
spielt vor allem nebeneinander, weniger gegen- oder miteinander

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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