Rivet Wars: Eastern Front

| 19. Juli 2015 | 0 Comments

Rivet Wars: Eastern Front von Asmodee ist ein abwechslungsreiches, schnelles und taktisches Spiel für zwei Spieler. In der steampunkartigen Welt wählt man entweder die Armee des kaiserlichen Bismarcks oder die der unabhängigen Alliierten. Nun gilt es genügend Siegespunkte zu erringen um die Schlacht für sich zu entscheiden. Nebern einer guten Taktik und guten Soldaten sind hierbei auch die Geheimen Missions und Action!-Karten hilfreich.

Asmodee Cover

Rivet Wars: Eastern Front, Rechte bei Asmodee

Rivet Wars: Eastern Front entstand im Zuge einer Kickstarter-Kampagne des US-amerikanischen Tabletop und Brettspiel Verlags CoolMiniOrNot und war die bisher dritterfolgreichste Kampagne des Unternehmens. Die Schachtel steckt voller kleiner Miniaturen, Bodenkarten, Spielkarten, Übersichtstafeln und Marker. Anhand einiger Fähigkeiten wie Luftentfernung kann man schon erahnen, dass es noch zahlreiche Ergänzungen geben wird.

Rivet Wars: Eastern Front spielt in der einst wunderschönen Welt Rivet, welche durch die Jahrzehnte des Krieges weitgehend zerstört wurde. Da die Ressourcen komplett in die Versorgung der Kriegsmaschinerien geleitet wurden, stagniert die Technologie derzeit auf einem postindustriellen Niveau und Kavallerie reitet ebenso ins Feld wie eine Sechsbeinige, gepanzerte 80-Tonnen Maschine. Im schnellen, taktischen Miniaturenspiel Rivet Wars: Eastern Front übernimmt jeder Spieler eine der verfeindeten Fraktionen – das Kaiserreich Bismark oder die unabhängigen Alliierten Staaten – und führt seine Truppen an die Front. Mit Spezialeinheiten, Infanterie, Kavallerie, Artillerie und brachialen Landkriegern wollen sie die ausgefeilten Pläne des Gegners stören und seine Armee zerschmettern.

Rivet Wars: Eastern Front wird in Szenarien gespielt, die immer einen veränderten Bodenplan und unterschiedliche Siegbedingungen, sowie in den meisten Fällen auch Sonderregeln aufweisen. Damit wird auch simuliert, dass die Schlacht nicht nur an einem Ort alleine stattfindet. Für den Sieg ist es notwendig eine bestimmte Anzahl von Siegpunkten zu erringen. Diese gibt es für das Erobern und Kontrollieren strategischer Felder auf dem Spielbrett, aber auch für das Erfüllen der Geheime-Missionen-Karten und das Ausschalten der Helden des Gegners. Die Kämpfe werden durch Würfel entschieden, die Anzahl wird bestimmt durch die angreifende Einheit und die Rüstung des Ziels, wobei hier ein schnelles und einfaches System entwickelt wurde. Unabhängig von der Anzahl der Erfolge verliert die gegnerische Einheit bei Erfolg einen Lebenspunkt, was für die meisten Einheiten das Ende bedeutet. Zum Glück stehen jede Runde neue Einheiten als Nachschub zur Verfügung. Da kommt es dann auf die richtige Taktik an, um den Sieg zu erringen.

Rivet Wars: Eastern Front beginnt immer mit der Wahl des Szenarios, dem Aufbau der Spielfläche gemäß dem Szenario und der Vorbereitung. In jeder Runde gibt es zunächst die Kartenphase, um seine Karten aufzufrischen. Es folgt die Aufstellung neuer Truppen. Dann kommt es zum Kampf, wobei immer in Reihenfolge des Zielfeldes des Gegners angegriffen wird. Danach folgt die Bewegung, die immer pro Segment vorgenommen wird. Den Abschluss bildet das Sammeln der Einheiten. Dann ist der andere Spieler an die Reihe und es wird so lange abgewechselt bis einer der beiden Spieler die, nach dem Szenario festgelegten, Siegpunkte erreicht hat.

Rivet Wars: Eastern Front ist ein ziemlich durchdachtes Spiel, vor allem dass zuerst die Kampfphase und erst danach die Bewegungsphase ist erfordert einiges an taktischem Geschick. Ein kleiner Verbesserungswunsch wäre, wenn die Siegmarker nicht nur unterschiedliche Symbole hätten, sondern auch unterschiedliche Farben, sodass sie leichter voneinander zu unterscheiden wären. Von sehr hoher Qualität sind auch die Spielfiguren, welche danach schreien dass man sie anmalt.

Rivet Wars: Eastern Front stammt vom US-amerikanischen Spieleverlag CoolMiniOrNot, welcher im Jahr 2001 gegründet wurde. Der Verlag startet viele seiner Spiele als Kickstarter-Projekte und ist vor allem für sein Brettspiel Zombicide bekannt geworden.

Rivet Wars: Eastern Front erschien im Oktober 2014 bei Asmodee in deutscher Übersetzung. Wir haben bei unserem Test mit 2 Spielern für die Szenarien ungefähr 50 bis 60 Minuten benötigt, inkl. Aufbau und Regeln durchgehen.
89% von 100%
Weltenraum WertungWertung
Positives

es spielt sich sehr schnell und macht viel Spaß
verschiedene Szenarien sorgen für Abwechslung
detaillierte und liebevoll gestaltete Miniaturen
einfaches Kampfsystem, das taktisch bleibt
Spannung durch Geheim-Missions-Karten

Negatives

einige Regelfragen bleiben offen, F.A.Q. fehlt
Marker der einzelnen Fraktionen zu wenig unterschiedlich
ist auf zwei Spieler beschränkt

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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