Remember Me

| 24. Juli 2013 | 0 Comments

Remember Me bietet eine erfrischende Story, welche der Frage nachgeht, was macht den Menschen aus, wenn seine Erinnerungen austauschbar, änderbar und wie eine Ware gehandelt wird. Geht der Ansatz von Capcom auf oder ist das Game nur ein blasses Fragment? Wir haben es gespielt.

Remember Me Cover

Remember Me, Rechte bei Capcom

Remember Me fesselt mit seiner Story, mit seiner Erzählweise, mit dem Gameplay bei dem man die Erinnerungen der Protagonisten verändert und manipuliert, während man ständig überlegt, ob die Geschichte der man folgt, ebenfalls manipuliert wurde. Beim Gameplay liegt der Fokus auf dem manipulieren von Erinnerungen, was wirklich gut umgesetzt wurde und der Story das gewisse Etwas gibt. Das einzige Manko ist, dass es nicht allzuoft vorkommt, da hätte man sich öfters den Einsatz dieser Fähigkeit gewünscht, aber so bleibt es eben das echte Highlight. Auch weiß die Story wirklich zu fesseln, es gibt interessante Wendungen und die Suche des Spielers nach sich selbst bleibt spannend bis zum Schluss. Remember Me ist ein eindrucksvolles Zeichen dass die Kreativität in der Branche noch nicht tot ist und es noch immer unverbrauchte, frische Ideen gibt.

Remember Me ist ein Action Adventure Video Game, welches die französische Softwareschmiede Dontnod Entertainment unter der Führung von Jean-Max Moris für Capcom entwickelt hat. Dontnod Entertainment wurde erst im Jahr 2008 gegründet und Remember Me ist ihr sehr beeindruckender Erstling. Capcom zeigt wieder einmal, dass es einer der Publisher ist, die es auch bei größeren Projekten wagen neue Wege zu beschreiten.

Der Spieler ist Nilin, die Mitglied einer Widerstandsbewegung im Neo-Paris des Jahres 2084 ist, welche sich dagegen wehrt, dass persönliche Erinnerungen gehandelt werden, denn man kann sie verkaufen, kaufen und manipulieren. Zu Beginn des Games findet man sich in der Gewalt des Konzerns wieder, welcher die Erinnerung der Protagonisten nicht vollstänbdig gelöscht hat und dieses Versäumnis nachholen möchte. Mit Hilfe eines vermeindlichen Freunds kann man entkommen, wird gejagt und nimmt Kontakt mit dem Widerstand auf.

Die Grafik ist durchaus up-to-date und vor allem sehr liebevoll designt, überall gibt es etwas zu entdecken, gibt es etwas Einzigartiges, Neues, Stillvolles. Nilin schleicht sich durch die meisten Levels, die Bewegung geht sehr flüssig von der Hand, bei den Kämpfen kann man selbst diverse Kombos zusammenstellen, wobei das Kampfsystem selbst akzeptabel ist. Die Bosskämpfe haben es aber durchaus in sich, nichts, was man so nebenbei erledigt. Leider wird das Game gegen Ende mit schieren Gegnerhorden unnötig in die Länge gezogen. Die Levels sind linear aufgebaut, stecken aber auch voller Leben und besitzen eine sehr gute Atmosphäre.

Remember Me erscheint am 7. Juni 2013 für PS3, PC und Xbox 360. Wir haben Remember Me mit freundlicher Unterstützung durch Capcom auf der Xbox 360 getestet.

Bewertung

PositivesNegatives

  • fesselnde Story mit einigen Twists
  • coole Erinnerungsmanipulationen
  • Kombos sind anpassbar
  • Boss-Kämpfe sind fordernd
  • frische Innovationen beim Gameplay
  • detailreiche Levelgestaltung
  • deutsche Synchronisation

  • wenig Erinnerungsmanipulationen
  • Kletterpassagen bleiben ohne Reiz
  • Gegnerwellen ziehen das Game in die Länge

Rating
78%

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Category: Games, TopPost

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig.

Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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