Relic

| 3. Februar 2014 | 0 Comments

In Relic müssen die Spieler die Bedrohung des Imperiums der Menschheit durch das Chaos im Antian-Sektor abwenden. Bis zur 4 Spieler durchqueren den gefährlichen Sektor um Ruhm und Ehre zu gewinnen und den Sektor vor den warpverseuchten Klauen des Chaos zu retten. Doch nur einer von ihnen kann der ruhmreiche Champion des Imperators sein.

Cover von Relic

Relic, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Relic ist Talisman für W40k Fans, nicht mehr und nicht weniger, wobei man sagen muss, dass es schon ein paar Unterschiede zu Talisman gibt. Das Spielbrett erschien uns beim Test gefährlicher, die Konflikte nehmen doch sehr großen Einfluss auf die Handlung des Spiels. Insgesamt muß man sagen, die Regeln des berühmten Brettspiels Talisman wurden sehr gut mit dem Universum von Warhammer 40.000 verknüpft sodass man das Beste beider Welten erhält.

Relic wurde von dem bekannten US-amerikanischen Spieleverlag Fantasy Flight Games erdacht und wird vom Heidelberger Spieleverlag übersetzt. Fantasy Flight Games wurde 1995 in Minnesota gegründet und ist für viele hochqualitative Spiele wie Descent: Die Reise ins Dunkel, Arkham Horror und viele mehr bekannt. Der Heidelberger Spieleverlag ist ein deutscher Spieleverlag, welcher seit Anfang der 90er Jahre mit zahlreichen qualitativ hochwertigen Spielen außerhalb des Mainstreams auf sich aufmerksam gemacht hat und mittlerweile zu den wichtigsten europäischen Spieleverlagen zählt.

Zu Beginn wird eine der Szenariokarten in der Mitte des Spielbretts gelegt, welche Siegbedingungen und veränderte Spielabläufe festhält. Danach wählt sich jeder Spieler einen unter 10 typischen W40k Charaktern. Da gibt es vom brachialen Captain der Ultramarines bis hin zum gewieften Freihändler, vom geschickten Attentäter bis zum eisenkalten Kommissar alles, was man sich vorstellen kann. Jeder der Charakter hat spezielle Vor- und Nachteile und Fähigkeiten, welche unterschiedlich im Verlauf des Spiels ausgebaut werden. Anschließend reisen die Spieler durchs düstere Universum von „Warhammer 40.000“, welche unter anderem durch die Fabrikwelt Telios V, die Makropolwelt Vaulgast, die Verheerten Regionen und den Zwielichtrand repräsentiert werden. Sie erforschen Orte des Chaos, stellen sich Xenos Bedrohungen und sammeln dabei Ausrüstung, Begleiter und Erfahrung, welche sie in ihren Charakter investieren können. Denn erst wenn man gut gerüstet ist und sich seiner Fähigkeiten bewusst ist, hat man eine Chance sich in der Inneren Ebene der ultimative Herausforderung zu stellen, das Chaos zu besiegen und das Spiel zu gewinnen.

Relic - Spielbrett

Relic, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Bis dahin ist es ein weiter Weg. Wie von Talisman gewohnt, würfelt man seine Bewegung und entscheidet sich dann in welche Richtung man seine Spielfigur bewegt, sodass immer zwei Felder zur Auswahl stehen. Auf den meisten Feldern wird man sich einer Anzahl gleich der Siegel von Gefahren bzw. Begegnungen stellen. Die Farbe des Siegels ist die Farbe der Gefahrenkarte und repräsentiert eine hohe Wahrscheinlichkeit an eine bestimmte Art von Gegnern, Ereignissen, oder Begegnungen, selten bekommt man auch Vorteile oder Eigenschaften, die zum Sieg benötigt werden. Rote Gefahrenkarten drehen sich vor allem um Orks und benötigt meist Stärke, blaue um Tyraniden und Scharfsinn, sowie gelbe um Eldar und Wille. In den meisten Fällen müssen Eigenschaftsproben abgelegt werden, die durch das Werfen eines 6-seitigen Würfels und dem Addieren des passenden Eigenschaftswerts sowie hilfreichen Boni abgehandelt werden. Passend zu W40k verlaufen die Reisen durch die Äußere und Mittlere Sphäre. Sie verlaufen nicht völlig willkürlich, es gibt für die Spieler bestimmte Missionen zu erfüllen, die dem Spieler mächtige Relikte zugänglich machen.

Der Inhalt der Schachtel ist sehr qualitativ, das Artwork ist beeindruckend düster mit einem Farbspektrum des Chaos. Die Spielkarten sind in der bekannten Kleinheit von Fantasy Flight Games, zwar grafisch toll aber nichts für Leute mit Sehschwäche. Das Regelwerk ist ebenfalls, wie von FFG & dem Heidelberger Spieleverlag gewohnt, kompetent und gut ausgefallen, sodass eigentlich alle Fragen beantwortet werden. Ein Manko sind die farbigen Ständer der Spielfiguren, man hat immer das Gefühl dass sie nicht richtig stecken und größere Figuren fallen runter, bzw. rutscht der Ständer schon mal raus.

Relic erscheint im Juli 2013 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern für unsere Partien ungefähr 80 bis 100 Minuten benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen was ca. 20 Minuten gebraucht hat.

Bewertung

PositivesNegatives

  • durchdachtes Regelwerk
  • W40k Atmosphäre kommt gut rüber
  • nicht nur für Talisman Fans
  • die Szenarion verändern das Spiel stark

  • wenig Interaktion zwischen den Spielern
  • die Charaktermodelle sitzen zu locker auf dem Ständer

Rating
88%

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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