Puppet Master: Axis of Evil

| 7. September 2018 | 0 Comments

Puppet Master: Axis of Evil von Regisseur David DeCoteau ist ein amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2010 und der neunte Teil der bekannten Horrorfilmreihe über die mörderischen Marionetten. David DeCoteau hat bereits bei Puppet Master III: Toulon’s Revenge, Curse of the Puppet Master und Retro Puppet Master Regie geführt. Wieder einmal rächen die Marionetten den Tod ihres Schöpfers André Toulon durch die Nazis.

Puppet Master: Axis of Evil, Rechte bei Studio Hamburg

Puppet Master: Axis of Evil, Rechte bei Studio Hamburg

Puppet Master: Axis of Evil ist eine der längstlebenden Horrorfilmreihen, die es seit dem ersten Puppet Master aus dem Jahr 1989 auf 12 Filme geschafft hat. Im Gegensatz zur Freitag der 13.-, Halloween- oder Freddy Nightmare Filmreihe war sie aber selten davon im Kino. Eine Besonderheit der Reihe ist sicher, dass die einzelnen Filme nur lose zusammenhängen und sich zum Teil inhaltlich widersprechen, unabhängig davon welche Regisseure an dem Film beteiligt waren.

Axis of Evil ist durchaus ein ansprechender Puppet Master Film, wobei ich die Archivaufnahmen mit William Hickey eher etwas billig fand. David DeCoteau versucht die Geschichte rund um André Toulon zu erweitern, aber es gibt zu viele logische Brüche zwischen den einzelnen Filmen. Produzent Charles Band, welcher seit dem ersten Film mit an Bord war, versucht mit seinen beiden nachfolgenden Filmen der Reihe, an diesen anzuschließen und somit ist dieser 9. Film der Auftakt einer kleinen Trilogie.

Bei den Marionetten selbst hat man die Klassiker verwendet, wie sie fast in jedem Teil vorkommen. Als Charaktere gibt es Blade, Pinhead, Jester, Tunneler, die Arme von Six Shooter und Leech Woman. Als besondere Referenz und Verneigung vor dem allerersten Puppetmaster sind auch die beiden Puppen Gengie und Shreddar Khan, welche bis dato nur im ersten Film vorgekommen sind, mit dabei.

Oft erzählen die Filme die gleiche Geschichte in unterschiedlichen Variationen, nämlich dass André Toulon das Geheimnis entdeckte um Puppen zum Leben zu erwecken und dies vermutlich auch mit Menschen funktionieren würde. In der Regel sind ihm die Nazis auf der Spur, um ihm das Geheimnis zu entreißen. Dabei stirbt Toulon, aber seine treuen Puppen können mit Hilfe verschiedener Menschen Rache nehmen und die Mörder auf grausame Marionettenart töten. In diesem Film wird Toulon übrigens durch Archivaufnahmen des schon lange verstorbenen William Hickey, dem allerersten Darsteller des André Toulon dargestellt, der übrigens nur in 4 von 12 Filmen dieser Reihe nicht vorkommt.

Puppet Master: Axis of Evil spielt zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Der junge Danny kann wegen einer Beinbehinderung nicht zum Militär und damit nicht am Kampf gegen die Nazis teilnehmen. So arbeitet er als Schreiner in einem Hotel. Während sein Bruder als Kriegsheld gefeiert wird, wird Danny Zeuges eines Mordes durch die Nazis und entdeckt dabei das Vermächtnis des getöteten Puppenspielers André Toulon. Nachdem er den Koffer mit den Puppen, sowie einem geheimnisvollen Serum in Sicherheit gebracht hat, versucht Danny, dessen Geheimnis zu lösen. Zur selben Zeit planen die Nazis einen Anschlag auf eine amerikanische Fabrik und entführen Dannys Freundin. Als dann auch noch seine Familie ins Schussfeld gerät, erweckt Danny die Puppen zu neuem Leben und sagt den Nazis den Kampf an. Auch die Puppen sinnen auf Rache.

Puppet Master: Axis of Evil, mit einer Laufzeit von 78 Minuten wird mit einem einigermaßen ordentlichen Bild, wenngleich mit ein wenig blassen Farben, im Format 16:9 geboten. Der ordentliche Ton wird auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 und Dolby Digital 5.1 geboten. Als Extras findet sich folgendes Bonusmaterial:

  • Making of Evil
  • Trailer
Puppet Master: Axis of Evil von Studio Hamburg ist ab 18. Mai 2018 mit FSK 16 uncut auf DVD und Blu-ray verfügbar. Wir haben die Blu-ray auf der Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
64 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
Auftakt zu einer kleinen Trilogie innerhalb der Reihe
David DeCoteau bemüht sich die Geschichte zu erweitern
man hat sich auf die klassischen Marionetten konzentriert
Negatives
technisch ist der Film kein besonders Meisterwerk
die Geschichte selbst ist recht unspektakulär
André Toulon ist nur auf Archivaufnahmen zu sehen
der Reihe fehlt es an chronologischer Festigkeit
die Dialoge sind eher schwach ausgefallen

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Category: Filme

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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