Planet Steam

| 19. Oktober 2014 | 0 Comments

Planet Steam von H.G. Thiemann ist ein geschicktes Handelsbrettspiel im Steampunk Stil, bei dem die Spieler in der Kolonie auf dem Planet Steam wertvolle Ressourcen abbauen und damit auf der Börse Handel treiben. Sieger wird der Spieler, welcher den größten Reichtum anhäufen kann, dazu ist es immer gut seine Gegner im Blick zu behalten und taktisches Geschick zu beweisen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Brettspiel Cover

Planet Steam, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Planet Steam ist eine Wirtschaftssimulation, welche überraschend taktische Herausforderung bietet ohne dass die Spieler mit Regeln erschlagen werden. Wer die Grundregeln gemeistert hat, kann das Spiel noch mit einigen interessanten optionalen Regeln würzen, um die Komplexitätsschraube anzuziehen. Es gibt sehr viel nützliches Spielmaterial das sehr detailliert dargestellt ist. Auf jeden Fall wäre es sehr sinnvoll eine Proberunde abzuhalten damit man die Zusammenhänge der einzelnen Phase besser verstehen kann. Das Spiel lohnt sich auf jeden Fall für alle die gern leicht zugängliche Handelsspiele mit taktischer Finesse spielen.

Planet Steam ist ein Spiel über Förderung von Rohstoffen und Anhäufung eigenen Vermögens für 2 – 5 Spieler. Jeder Spieler ist ein Unternehmer, der versucht, den meisten Profit aus der Förderung von Rohstoffen in einer Stadt auf dem Planeten Steam zu schlagen, dem Dampfplaneten. Die Spieler fördern Rohstoffe in ihren eigenen Zonen mit Tanks und Konvertern, um diese dann auf einer unberechenbaren Börse zu verkaufen.

Planet Steam wurde vom deutschen, ehemaligen Restaurater und Besitzer eines Spielefachgeschäfts, H.G. Thiemann entwickelt und ist jetzt in einer überarbeiteten Version vom Heidelberger Spieleverlag herausgebracht worden.

Inhalt und Aufbau von Planet Steam

Planet Steam, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Planet Steam ist in vier Phasen unterteilt, in der mehrere Aktionen möglich sind. In der Ausbreitungsphase platzieren die Spieler ihre Bonusrohstoffe, ersteigern Spezialistenkarten, setzen ihre Besitzmarker auf den Spielplan und setzen das Unterstützungsluftschiff ein. In der Tankphase kaufen die Spieler Tanks, Konverter und Kompressoren und organisieren sie neu. Außerdem kaufen sie in dieser Phase Aufwertungen für ihre Frachter. In der Rohstoffphase fördern die Spieler Rohstoffe und kaufen und verkaufen sie auf der Rohstoffbörse. In der Abschlussphase füllen die Spieler den lokalen Tankvorrat auf, rücken den Rundenmarker vor und bereiten den Spielplan und die Spezialistenkarten für die nächste Spielrunde vor. Die Herausforderungen steckt im Detail, die laufenden Investitionen sollten auf jeden Fall immer mit Blick auf die Konkurrenten, der Zonen und der Rohstoffbörse getätigt werden.

Planet Steam erscheint im Februar 2014 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern für unsere Partien ungefähr 120 bis 150 Minuten benötigt, inkl. Aufbau und Regel durchgehen.

Bewertung

PositivesNegatives

  • taktische Raffinesse
  • erschlägt den Spieler nicht mit Regeln
  • gelungenen Rohstoffbörse
  • durch unterschiedliche Abrechnung, spannend bis zum Schluss

  • man sollte beim ersten Mal eine Proberunde spielen
  • das erste Vorbereiten dauert dann doch recht lang
  • man muss darauf achten dass man die Rohstoffbörse nicht verschiebt bzw. richtig verschiebt

Rating
79%

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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