Olympus Mons #1: Anomalie Eins

| 8. Februar 2018 | 0 Comments

Olympus Mons #1: Anomalie Eins von Christophe Bec, mit den Zeichnungen von Stefano Raffaele, ist ein mysteriöses Science Fiction Drama, bei dem es um Spuren von außerirdischem Leben geht. Doch was für Pläne haben oder hatten diese Außerirdischen denn überhaupt und gibt es ein schreckliches Erbe, das die Außerirdischen der Menschheit hinterlassen haben? Die Antworten finden sich am Meeresgrund der Erde, auf dem höchsten Berg des Mars und im Kopf eines Hellsehers.

Olympus Mons #1: Anomalie Eins, Rechte bei Splitter

Olympus Mons #1: Anomalie Eins, Rechte bei Splitter

Olympus Mons #1: Anomalie Eins ist eine spannende Geschichte, die in verschiedene Handlungsfäden aufgeteilt ist. Es gibt die „Oceans Pathfinder“ Expedition von Dan Henning in der Barentssee, es gibt eine russische Mars Expedition unter der Leitung von Jelena Schewtschenko, ein Fernsehteam von „Tracker Legends“ auf dem Berg Ararat und den Hellseher Aaron Goodwin aus Des Moines, USA, wobei die „Oceans Pathfinder“ den größten Handlungsspielraum hat, während das Fernsehteam nur auf 4, 5 Seiten verfolgt wird.

Eine der interessantesten Figuren ist dabei sicher der Hellseher Aaron Goodwin, welcher voller Selbstzweifel zu Beginn des Comics der Polizei bei der Suche nach zwei verschwundenen Mädchen hilft. Er hat plötzlich Visionen von Außerirdischen, denn er hat die Gabe eines Zweiten Gesichts. Doch er zweifelt stark an sich und hat vor allem mit seinen Fehlschlägen zu kämpfen.

Olympus Mons #1: Anomalie Eins spielt, von einigen Panels abgesehen, im Jahr 2026. Ein Forschungsschiff ist in der unwirtlichen Barentssee, irgendwo zwischen Nordrussland und der Arktis unterwegs und hat drei große, mysteriöse Artefakte auf dem Meeresgrund entdeckt. Kurz darauf kommt es zu seltsamen Störungen der Elektronik an Bord. In der Türkei bereitet sich ein TV-Team auf eine Besteigung des Ararat vor, um dem Gerücht nachzuspüren, auf dem Gipfel läge ein Wrackteil der Arche Noah im ewigen Eis.

Und etwa zur gleichen Zeit macht eine Kosmonauten-Crew, die im Rahmen einer Mission ohne Wiederkehr auf dem Mars gelandet ist, dort eine unerwartete Entdeckung und zwar am Olympus Mons, dem höchsten Berg im ganzen Sonnensystem. Es ist ein packendes Sci-Fi-Epos, das erneut die brennende Frage aufwirft, ob wir denn nun wirklich allein sind da draußen im All. Und was, wenn nicht?

Olympus Mons #1: Anomalie Eins ist zeichnerisch durch seine Panorama Panels, die zum Teil ganze Seiten einnehmen, geprägt. Immer wieder wird der Mars mit seinen rauhen, zerklüftete Felslandschaften gezeigt, aber einige Panels zeigen auch in voller Größe was die „Oceans Pathfinder“ Expedition entdeckt hat. Dafür wirken die Gesichter oft ein wenig leer. Vor allem bei den Teilnehmern der russischen Mars Expedition fehlt es an Emotionen in den Gesichtern.

Der Italiener Stefano Raffaele begann im Jahr 1994 seine Karriere als Comiczeichner bei der italienischen Comicserie Lazarus Ledd #4. Später hat er für die amerikanischen Comicverlage Marvel Comics und DC Comics an verschiedenen Serien wie New Gods, Birds of Prey, Batman, X-Men Adventures, X-Factor und Conan the Barbarian gearbeitet.

Der französische Comickünstler Christophe Bec ist vor allem für Zeichnungen von „Absolute Zero“, „Heiligtum“ mit Xavier Dorison, „Bunker“ mit Stéphane Betbeder oder „Prometheus“ bekannt. Bei „Die schwarzen Moore“ hat er auch die Geschichte geschrieben. All diese Comics sind ebenfalls bei Splitter erschienen. Er hat ein Faible für die detailgenauen Zeichnungen und dunkle, düstere Geschichten. Schon als Kind war er ein großer Comicfan und es festigte sich in ihm der Wunsch Comickünstler zu werden.

Olympus Mons #1: Anomalie Eins ist der erste Band einer dreiteiligen Comic Reihe von Éditions Soleil und wurde von Splitter am 22. Jänner 2018 als Hardcover herausgebracht.
80 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein spannender Auftakt eines mysteriösen Science Fiction Dramas
vor allem der Hellseher Aaron Goodwin ist eine interessante Figur
die Bilder tragen stark den dramaturgischen Handlungsbogen
Negatives
den Gesichtern fehlt es an Emotion
das Fernsehteam wird eher außen vor gelassen
der Ausflug in die Vergangenheit wird nicht aufgelöst

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Category: Comics

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About the Author ()

Seit meinem ersten Mickey Mouse Heftchen bin ich den Comics verfallen. Zu meinen Lieblingscomics zählen Graphic Novels wie Sin City, Watchman, Sandman, etc., aber auch franko-belgische Comics wie Percy Pickwick, Die blauen Boys oder Inspektor Canardo, sowie DC Comic Serien wie Batman, Flash, Green Arrow, Justice League, .... Ich lese und schreibe über Comics, von den Abenteuern aus dem DC Universum bis hin zu Graphic Novels.

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