Observation

| 15. Juni 2019 | 0 Comments

Ich wurde auf ein neues System übertragen und die Astronautin kann mich wieder kontaktieren. Aber plötzlich erschüttert eine Explosion die Raumstation. Ich prüfe meine Systeme und kann sie informieren, über die Höhe der Schäden und welche Module betroffen sind. Ich bin das Computersystem der Weltraumstation.

Observation, Rechte bei Devolver Digital

Observation besticht durch einen netten Perspektivenwechsel. Man ist nicht die Astronautin in einer Notlage auf einer Raumstation, sondern man ist das Computersystem einer Raumstation in Notlage und hilft der Astronautin. Während die beklemmende Atmosphäre sehr gelungen ist, die Rätsel einen gewissen Retro-Technik-Charme versprühen, fehlt mir doch etwas an Innovation und Inspiration, was die Rätsel betrifft. Man muss meist einen Code finden, ein Muster entschlüsseln, die richtige Reihefolge verwenden, etc. Das hätte man mehr machen können. Auch die Story kann nicht ganz die großen Erwartungen erfüllen, dennoch bleibt sie durchaus spannend, sie hätte nur größer sein dürfen.

Observation handelt vom Schicksal von Dr. Emma Fischer und ihrer Crew, welcher der Gamer aus Sicht der künstlichen Intelligenz S.A.M in Erfahrung zu bringen versucht. Der Gamer steuert als S.A.M. die Kontrollsysteme, Kameras und Werkzeuge der Station, um zusammen mit Emma zu ergründen was mit der Station, der verschwundenen Crew, und S.A.M. selbst geschieht.

Observation hat ein Gameplay, das ein wenig Übung erfordert. Kurz nach Beginn des Games kann S.A.M. in eine ballähnliche Kameradrohne wechseln und durch die Raumstation fliegen, aber das erfordert ein wenig Übung. Man verfliegt sich auch leicht, da die verschiedenen Kameras innerhalb der Module einem immer eine andere Perspektive zeigen. Im Grunde steuert man so verschiedene Probleme und Rätsel an, wo es oft auf die Zeit ankommt. Was mir recht gut gefallen hat ist, dass es auch öfters zu Auswirkungen kommt, wenn man beim Rätsel scheitert.

Observation ist grafisch von einer gewissen technischen Nüchternheit geprägt, was auch den Umstand geschuldet ist, dass S.A.M. die Station über Kameras und später über eine Art Drohne erfasst. Die Raumstation ist nicht ganz unrealistisch, aber etwas detailarm, während die verschiedenen Werte und Markierungen, welche eingeblendet werden, durchaus eine nette Idee sind. Für das Game selbst braucht man rund 5 bis 7 Stunden.

Observation, ein Science Fiction Thriller Adventure wurde von No Code entwickelt und als Publisher fungiert Devolver Digital. No Code ist ein Independent Games Development Studio, welches zuerst Games für mobile device entwickelt hat. Das Studio wurde im Jahr 2015 in Glasgow, Schottland gegründet. Mit Observation haben sie ihr erstes großes Game entwickelt. Der US-amerikanische Publisher und Filmverleih Devolver Digital wurde 2009 gegründet und verlegt zumeist kleinere Games für den Windows PC.

Observation von Devolver Digital ist ab 21. Mai 2019 für PlayStation 4 und für Windows PC mit PEGI 16 erhältlich. Wir haben das Game auf einer PlayStation 4 mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
82 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Atmosphäre ist wirklich sehr beklemmend
der Perspektivenwechsel ist durchaus innovativ
die Spannung bleibt bis zum Schluss sehr hoch
das Design des Games ist sehr gelungen und authentisch
Negatives
die Rätsel könnten innovativer sein
die Story hätte mehr Tiefe vertragen

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Category: Games, PS 4

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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