Need for Speed Payback

| 14. November 2017 | 0 Comments

Ich steige aufs Gas und drifte durch die staubigen Kurven in der sonnigen Wüste Liberty Desert, nordöstlich der Stadt gelegen. Mein aktuelles Ziel liegt jenseits der Berge, im Silver Canyon, wo mich ein wunderschöner Sonnenuntergang erwartet. Doch ich bin nicht wegen der Landschaft hier, ich bin hier um ein Rennen zu gewinnen und um Rache zu nehmen und das „House“ zu Fall zu bringen. Wir haben es gespielt.

Need for Speed Payback, Rechte bei EA

Need for Speed Payback, Rechte bei EA

Need for Speed Payback bietet wieder eine gelungene Story, mit vielen kleinen Zwischensequenzen. Es ist ein spannender Kampf um Rache, der auf den Straßen ausgetragen wird. Auch wenn die Story recht kurz ausfällt und vor allem die verschiedenen Rennen und Fahrstile präsentiert, ist sie dennoch nett gemacht und macht Spaß. Die große Stärke ist natürlich der Open World Modus, bei dem man sich verschiedene Rennen liefert.

Auch wenn das Game technisch äußerst gelungen ist und viel Spaß macht, irritiert einen doch die mehrfache Aufforderung weiteres Geld ins Game zu investieren. Das hätte man weit weniger aufdringlich etablieren können. Abgesehen davon, dass der Spaß wieder stärker im Vordergrund steht, gibt es leider ein paar Kleinigkeiten, die fehlen, um Need for Speed wieder an die Spitze der Renngames zu katapultieren. So ist das Tuning zwar einfach, aber stark glücksabhängig und es fehlt ein wenig das gewisse Etwas.

Need for Speed Payback beginnt im Spielerparadies Fortune Valley, in dem die Spieler in die Rolle von drei unterschiedlichen Charakteren – Tyler alias „Racer“, Mac alias „Showman“ und Jess alias „Wheelman“ – schlüpfen, die jeweils einen individuellen Fahrstil besitzen und gemeinsam gegen das „House“ kämpfen: ein skrupelloses Kartell, das die Underground-Szene der Stadt kontrolliert. Durch Drifts auf Gebirgsstraßen, Offroad-Fahrten durch die Wüste, Hochgeschwindigkeitsrennen durch die Stadt und riskante Raub-Missionen gewinnen sie auf der Straße an Ansehen, um sich einen Platz im ultimativen Rennen zu verdienen und das „House“ letzten Endes zu Fall zu bringen.

Grafisch schaut das Game recht schick aus, vor allem die Open World Map ist noch größer und noch lebendiger, wobei ich doch immer das Gefühl habe, es muss verdammt früh sein, da noch kaum jemand auf den Straßen ist, auch wenn die Stadt nicht mehr so ausgestorben wirkt wie in den letzten Games. Das Spiel läuft aber sehr flüssig und die verschiedenen Herausforderungen, Sprünge, Plakatwände, Radarfallen,… sind sehr gut in die Gamewelt integriert. Auch die Grafik hat ihre schönen Seiten, wie dass der Tag- & Nachtwechsel wirklich umwerfend ist, doch einige Texturen sind doch etwas matschig und insgesamt nicht ganz so cool wie von mir erhofft.

Need for Speed Payback bietet aber auch ein echtes Highlight, die Musik. Sie ist nicht nur stimmungsvoll, sondern richtig gut abgemischt, sodass es echt Spaß macht zu dieser Musik Rennen zufahren oder einfach nur durch die Landschaft zu flitzen. Weniger gelungen sind dabei die Dialoge und die Synchronisation. Ich finde Lokalisierungen von Games wichtig und gut, aber die Synchronsprecher dieses Games sind diesmal recht mau und schaffen es kaum Stimmung und Emotionen aufzubauen.

Need for Speed Payback bietet das, aus den letzten beiden Need for Speed Versionen bekannte Gameplay, nur ein wenig größer, ein weniger schöner, ein wenig flüssiger und mit ein wenig mehr Micro-Payment. Die Steuerung fühlt sich gut an, durchaus präzise und weniger schwammiger als beim Vorgänger. Man kann seine Autos natürlich auch wieder tunen, es gibt Speed-Cards aus denen man per Zufall nach Rennsiegen oder anderen Events auswählen kann und mit denen man seine Autos in 6 Bereichen tunen kann. Besondere Speed-Cards geben noch einen Extra-Bonus und wenn man in einem Auto eine bestimmte Anzahl davon „eingebaut“ hat, gibt es ebenfalls einen Bonus. Die Speed-Cards sind nicht nur in Bereiche aufgeteilt, sondern auch bestimmten Autotypen zugeordnet, was bedeutet, man muss Herausforderungen oftmals wiederholen, bis man die richtige Karte für das richtige Fahrzeug erhält.

Need for Speed Payback ist das dritte Game der 2011 gegründeten schwedischen Softwareschmiede Ghost Games und wird von Electronic Arts vertrieben. Zur Gründung ist ein Großteil der Entwickler von Criterion Games, welche Hot Pursuit und Need for Speed: Most Wanted entwickelt haben, zu Ghost Games gewechselt, seitdem konnten sie ihren eigenen Stil entwickeln. Electronic Arts ist seit seiner Gründung im Jahr 1982 ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der interaktiven Unterhaltungsindustrie. EA entwickelt, veröffentlicht und vertreibt weltweit Games für PC und Videokonsolen.

Wir haben Need for Speed Payback auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet. Das Game von EA ist ab 10. November 2017 für PlayStation 4, Xbox One und Windows PC erhältlich.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Story wird besser als im Vorgänger präsentiert
das Gameplay ist ziemlich durchdacht
technisch ist das Game sehr ausgereift
die Musik macht wirklich gute Stimmung
Grafisch sehr gut, vor allem der Tag- & Nachtwechsel
Negatives
das Speed Card Sammelsystem ist mühsam
grafisch sehr gut, aber man hätte sich noch mehr erwartet
Dialoge und Synchronsprecher sind mau
das Micro-Payment ist etwas nervig geraten
die Langzeitmotivation geht etwas verloren

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Category: Games, Xbox One

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig.

Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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