Mutant Year Zero: Road to Eden

| 7. Dezember 2018 | 0 Comments

Wir schleichen uns an Stalker heran, welche an der alten Tankstelle herumlungern und den einen kann ich auch leise ausschalten. Doch der Schamane überlebt meinen Angriff, flüchtet sich hinter das Gebäude und als nächstes ruft er Verstärkung herbei. Ich fluchte kurz, wechsle zur Donnerbüchse von Bormin und Dux wirft einen Molotov-Cocktail auf die Neuankömmlinge. Wir haben es gespielt.

Mutant Year Zero: Road to Eden, Rechte bei Funcom

Mutant Year Zero: Road to Eden, Rechte bei Funcom

Mutant Year Zero: Road to Eden basiert auf dem Pen & Paper Rollenspiel Mutant: Jahr Null und man muss sagen es ist an sich sehr gut gelungen diese Atmosphäre einzufangen. Die sympathischen Hauptcharaktere sind zwei Mutanten, der entenähnliche Dux mit einem Einstellungsproblem und der wildschweinartige Bormin mit Aggressionsstörung. Die Story des Games entfaltet sich durch die Missionen, bei denen man bestimmte Felder auf der Zone erreichen muss. Man kann aber bei bekannten Felder starten, um nicht alles auf ein Neues durchwandern zu müssen.

Atmosphärisch ist das Game sehr packend gemacht. Die Darstellung gefällt mir auch außerordentlich gut, das Gameplay ist überschaubar aber dennoch vielfältig. Mit der Zeit werden die Missionen oder das Erforschen ein wenig redundant, aber das Game mit seinen 12 bis 15 Stunden Spielzeit macht sehr viel Spaß, sodass es nicht ins Gewicht fällt. Was schwerwiegender ist sind die technischen Bugs. Zum Beispiel stürzt das Game regelmäßig ab, wenngleich glücklicherweise immer nachdem es gespeichert hat, sodass man keinen Spielstand verliert, aber es ist dennoch ärgerlich. Ein klein wenig schade ist, dass man verzichtet hat auch das Regelwerk oder die vielfältigen Möglichkeiten zum Ausbau der Arche zu übernehmen. Aber man spürt sofort wie es einen packt. Die Geschichte ist gut umgesetzt und die Suche nach Eden ist auch eine Suche nach Hoffnung.

Mutant Year Zero: Road to Eden beginn nach dem Ende, dem Ende der Menschheit. Es war nur eine Frage der Zeit. Es gibt extreme Klimaveränderungen, eine globale Wirtschaftskrise, eine tödliche Epidemie und steigende Spannungen zwischen alten und neuen Supermächten. Zum ersten Mal seit 1945 kamen bei einem bewaffneten Konflikt Atomwaffen zum Einsatz. Im Osten wie im Westen stiegen Atompilze auf, bevor der Staub sich letztlich wieder verzieht. Jetzt ist alles vorbei und auf der Erde herrscht Ruhe.

Die Natur hat die Ruinen der Städte zurückerobert. Der Wind fegt durch leere Straßen, die nur noch Friedhöfe sind. Es gibt keine Menschen mehr. Die Überreste der Zivilisation werden von Mutanten, deformierten Humanoiden und Tieren geplündert, die auf der Suche nach Erlösung, oder auch nur nach Lebensmitteln sind. Um zu überleben musst du mit deinen Gefährten aufbrechen und die Zone erkunden. Vielleicht findest du eines Tages das legendäre Eden, die Zuflucht der Altvorderen im Zentrum der Hölle. Dort wartet die Wahrheit, behaupten zumindest die Geschichten. Vielleicht stößt du dort auf Antworten.

Mutant Year Zero: Road to Eden ist grafisch durchaus gelungen, nicht nur dass der Aufbau ähnlich erfolgt wie das Pen & Paper Rollenspiel, es gibt auch eine Landkarte um die Arche, welche nach und nach erforscht wird, auf verschiedenen Missionen. Die einzelnen Levels sind sehr liebevoll, sowie überraschend farbenprächtig, wobei hier eine Vielzahl von dunklen Schattierungen Verwendung fand, aber das wirkt durchaus lebendig. Immer bewegt sich etwas, es wird etwas vom Wind erfasst, fliegt umher oder es erhebt sich eine Schar aasfressender Vögel gegen den Himmel, wenn man sich einer Leiche nähert. Inhaltlich ist interessant, dass man im Game, im Gegensatz zum Rollenspiel, Mutanten und Menschen getrennt darstellt. Im Rollenspiel waren alle Bewohner, abgesehen vom Ältesten der Arche, Mutanten.

Über das Rollenspiel haben wir in diesem Artikel über Mutant: Jahr Null berichtet.

Das Team, das unterwegs ist, erkundet das jeweilige Feld auf der Zonenkarte, das ein Level darstellt. Es lassen sich Schrott und Artefakte finden, wobei man letztere umtauschen kann für spezielle Fähigkeiten. Es zahlt sich durchaus aus auch die nicht besonders großen Level aufmerksam zu durchforsten. Wenn man auf Gegner trifft, kann man versuchen diese zu umgehen, oder sich ranzuschleichen, um einen Hinterhalt zu legen.

Während man die Levels selbst in Third-Person-Perspektive frei durchwandert, spielt sich der Kampf in taktischen Runden ab, ähnlich wie man es von UFO kennt. Dabei gibt es verschiedene Aktionspunkte und verschiedene Optionen, wie Bewegung, mit Schusswaffen schießen, oder einen Reaktionsschuss. Natürlich kann man auch nachladen, was immer wieder notwendig ist, da die meisten Schusswaffen nur begrenzte Munitionskapazität besitzen. Abwechselnd verbraucht der Gamer seine Aktionspunkte für seine Teammitglieder in beliebiger Reihenfolge und danach sind die Gegner an der Reihe, bis eine der beiden Gruppen besiegt wurde. Das Game wurde nicht lokalisiert, aber fast alle Texte wurden ins Deutsche übersetzt.

Mutant Year Zero: Road to Eden, ein taktisches Endzeit Adventure wurde von The Bearded Ladies für Funcom entwickelt. Das kleine schwedische Game Development Studio The Bearded Ladies wurden 2009 in Malmö gegründet. Mit Mutant Year Zero: Road to Eden haben sie ihr bisher umfangreichstes und größtes Game abgeliefert. Der Publisher Funco wurde als Softwarestudio im Jahr 1994 gegründet und hat in seiner Anfangszeit verschiedene Sega Mega Drive Titel entwickelt. Später hat man sich auf MMORPG spezialisiert, wie z.B. Anarchy Online, Age of Conan: Hyborian Adventures, The Secret World oder Conan Exiles, aber auch kleine Indie Games wie The Park wurden von Funcom entwickelt. Sie fungieren zunehmend auch als Publisher.

Wir haben Mutant Year Zero: Road to Eden von Funcom auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet und das Game ist seit 26. Oktober 2018 für die Xbox One und PlayStation 4 erhältlich.
85 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Atmosphäre des Rollenspiels ist gut eingefangen
die Charaktere sind witzig und recht prägnant
die Story ist spannend und wird gut präsentiert
das Game ist gut gemacht und macht viel Spaß
die Erforschung der Zone ist gut umgesetzt
Negatives
es gibt einige technische Bugs
die Missionen sind mit der Zeit redundant

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Category: Games, Xbox One

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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