Monsternomicon

| 15. August 2015 | 0 Comments

Monsternomicon ist das Ende einer langen Durststrecke die vor zwei Jahren begann. Mit der Veröffentlichung der Grundregeln im Oktober 2013 gab es nur eine handvoll von Gegnern für die Helden in Iron Kingdoms. Jetzt hat das Monsternomicon das Licht der Welt erblickt und bietet mehr als nur eine weitere handvoll von schrecklichen Kreaturen, welche den Helden das Fürchten lehren werden. Oder ist es doch eher umgekehrt?

Monsterhandbuch Cover

Monsternomicon, Rechte bei Ulisses Spiele

Monsternomicon ist eine Anspielung auf das Buch Necronomicon, das fiktive Buch des Cthulhu-Mythos, welches ein wichtiger Bestandteil der Horror- und Fantasy-Literatur ist. Der Titel wurde auch schon bei der älteren D20 Version des Iron Kingdoms Rollenspiels verwendet und war damals auf zwei Bände aufgeteilt. Und wie sein großes Vorbild sind es vorwiegend recht grauenhafte Kreaturen welche sich in diesem Quellenbuch finden.

Das Monsternomicon bietet einen üblichen Aufbau eines Monsterhandbuchs. Es gibt Namen, sowie eine kurze Beschreibung der Kreaturen, welche Taktik das Monster im Kampf anwendet und die Werte des Monsters. Sehr gelungen ist dass es bei jedem Monster einen eigenen Abschnitt gibt in welchem die möglichen Ressourcen, die ein Charakter von einer Kreatur erhalten kann, etwa in der Form von Gegenständen, die sie mit sich führt, oder erntebarer Rohstoffe, die sie besitzt. Ein kleines Detail ist die Schattenzeichnung am oberen Rand, welche nicht nur die Gestalt des Monsters zeigt, sondern auch das Größenverhältnis zu einem durchschnittlichen Menschen. Die Gefährlichkeit einer Kreatur wird mittels dem sogenannten Begegnungspunktwert angegeben. In den Grundregeln findet sich die notwendige Information wie viele Begegnungspunkte man für eine Kampfbegegnung ausgeben sollte.

Monsternomicon bietet aber noch mehr Abwechslung als über 40 Monster. Mittels rund einem Dutzend Schablonen kann man jedes Monster noch mit leichten Handgriffen individualisieren. So kann es ausgehungert, halbwüchsig oder kümmerlich sein, ein Jäger, Häuptling oder gar ein Menschenfresser. Es sind aber auch Kreaturen wie die Dregg, welche es schon im Grundregelwerk gab, im Monsternomicon noch einmal ausführlich beschrieben. Beim Namen des Buches verwundert es nicht dass die meisten Kreaturen eher furchterregende oder exotische Monster sind. Ein wenig vermisst man dabei recht durschnittliche oder übliche Gegner. Dennoch, jeder Spielleiter kann unbedenklich zugreifen und bekommt eine Fülle an neuen Monster, welche gut ausgearbeitet sind und mit denen er seine Abenteuer aufregend gestalten kann.

Das Iron Kingdoms Monsternomicon von Privateer Press erscheint bei Ulisses Spiele im Juni 2015 und ist als Softcover und pdf erhältlich.
75% / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives

ein Dutzend Schablonen bietet die Möglichkeit Monster zu personalisieren
bei jedem Monster gibt es einen Abschnitt über Ressourcen
Schattenzeichnung gibt Aufschluss über Aussehen und Größenverhältnis

Negatives

es fehlt ein wenig an durchschnittlichen, normalen Gegnern
auch Monster aus dem Grundregelwerk sind angeführt

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Category: Rollenspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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