Metal Gear Survive

| 6. März 2018 | 3 Comments

Ich schleiche mich vorbei an ein paar Wanderern, doch glücklicherweise haben sie mich nicht bemerkt. Ich bin in der Nähe meines Ziels, aber ich habe auch schon wieder Hunger und Durst. Daher wäre ein kleiner Abstecher sinnvoll, um Nahrung und Wasser zu finden, bevor ich meine Mission abschließe. Außerdem möchte ich mein Basislager weiter ausbauen, um in dieser gefährlichen Dunst-Welt zu überleben. Wir haben es gespielt.

Metal Gear Survive, Rechte bei Konami

Metal Gear Survive, Rechte bei Konami

Metal Gear Survive ist ein Spin-Off von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain und es ist ein Game mit großen Ambitionen, leider aber auch mit recht vielen Schwächen. So ist das Konzept, dass man für Nahrung und Wasser sorgen muss, durchaus gut, aber man benötigt beides viel zu schnell und ist im Grunde ständig auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Die verwendeten Mikrotransaktionen sind an sich okay, aber grundsätzlich steht die Thematik im Streit. Etwas befremdlich wirkt dabei, dass man nur einen Speicherplatz zur Verfügung hat und dass ein weiterer Speicherplatz gekauft werden muss, wenn man ihn möchte.

Die Story selbst ist recht spannend und wird nett erzählt, wobei man noch etwas an den Zwischensequenzen arbeiten hätte können. Die Stärken des Games liegen im Kampf gegen die feindliche Umwelt, die Erforschung der Welt, dem Aufbau der Basis, … all das hat seine spannenden Momente und macht Spaß. Man muss sich nur bewusst sein, dass dieses Game kein regulärer Ableger der Reihe ist, sondern ein Spin-off. Konami hat durchaus Mut bewiesen einen neuen Ansatz zu wagen, einen neuen Weg zu gehen, dass dieser von Mikrotransaktionen begleitet wird, bietet aber einen bitteren Nachgeschmack.

Metal Gear Survive spielt im Jahr 1975 und als eine feindliche Gruppe namens XOF einen Überraschungsangriff auf Big Boss‘ Operationsbasis „Mother Base“ durchführt, erscheint ein grelles Licht am Himmel und ein Wurmloch öffnet sich über der Basis. Es zieht alle Objekte und Personen hinein und transportiert sie in eine Parallelwelt. Ein Soldat, der Big Boss bei der Flucht geholfen hat, kann dem Wurmloch gerade noch entkommen, wobei er sich aber infiziert. Ein enger Freund von ihm hat jedoch weniger Glück.

Ein als „Goodluck“ bekanntes Mitglied der Gruppe gibt dem Soldaten einen Spezialauftrag und danach reist der Soldat allein in dieselbe Parallelwelt, um ein Heilmittel für seine Infektion zu finden und diejenigen zu retten, die ein halbes Jahr zuvor in das Wurmloch gezogen wurden. Auf der anderen Seite erwartet ihn eine schreckliche Landschaft, in der aus Opfern der Infektion bizarre Kreaturen geworden sind. Außerdem trifft der Soldat auf ein Mitglied von XOF und gemeinsam beginnen sie ihren harten Kampf ums Überleben.

Metal Gear Survive hat eine Spielzeit von rund 20 bis 25 Stunden, danach kann man aber weiterhin seine Basis ausbauen und die Welt erkunden. Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus fordernd und die trostlose Atmosphäre von Dite wird sehr gut rübergebracht. Man ist während des Zockens sehr neugierig auf die Hintergründe und es gibt die eine oder andere überraschende Wendung. Die verschiedenen Missionen sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Manche sind sehr gelungen, bei manchen weiß man eigentlich gar nicht wie man am besten beginnen soll.

Schade ist vor allem, dass man auch bei den Monstern nicht mehr Abwechslung hat. Außerdem ist der Schutzzaun fast ein wenig zu stark geraten, weil man damit Gänge absperrt und die Monster durch den Zaun ersticht. Das klingt nicht nach einer Abkürzung, vor allem da es recht mühsam ist. Gut gefallen hat mir der Koop-Modus. Es macht einfach Spaß sich gegenseitig Deckung zu geben und aufeinander aufzupassen und gemeinsam durch die Welt zu streunen.

Metal Gear Survive bietet eine durchaus gelungene und sehr detailreiche Grafik, auch wenn Dite sehr deprimierend und zerstört aussieht. Die Welt ist schön groß und das Leveldesign der verschiedenen Bereiche ist durchaus gelungen. Unter den Monstern gibt es Wanderer, Bomber, Tracker und sie haben alle ihre Stärken und Schwächen. Etwas misslungenen finde ich das sehr unübersichtliche Menü. Sehr lobenswert ist hingegen das nett gemacht Tutorial, welches im Grunde der Anfang des Games ist, aber gleichzeitig den Hintergrund beleuchtet und erzählt, wie das Game mit Metal Gear Solid V: The Phantom Pain verknüpft ist.

Metal Gear Survive, ein Action Survival Adventure wurde von Konami Digital Entertainment für Konami entwickelt. Konami selbst ist ein weltweit agierender japanischer Hersteller und Verleger von Computer- und Videospielen, Sammelkartenspielen, Anime, Tokusatsu (Spezialeffekten) und Spielautomaten. Das Unternehmen wurde im Jahr 1969 zur Vermietung und Reparatur von Jukeboxes gegründet. Als Publisher für Videogames wurde das Unternehmen u.a. mit der Survival Horror Reihe Silent Hill oder der Stealth Action Adventures Reihe Metal Gear bekannt.

Wir haben Metal Gear Survive auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet. Das Game von Konami ist ab 22. Februar 2018 für Xbox One, Windows PC und PlayStation 4 erhältlich.
68 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Story ist spannend und bietet Überraschungen
das Survival-Konzept ist ein spannender Ansatz
der Ausbau der Basis ist sehr spaßig
Negatives
das Menü ist zum Teil sehr unübersichtlich
häufige Nahrungs- und Wassersuche ist sehr mühsam
Zwischensequenzen hätten mehr Feinschliff vertragen
Mikrotransaktionen, z.B. zusätzlicher Speicherplatz kostet Geld
zu wenig Abwechslung und Herausforderung durch die Kreaturen

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Category: Games, Xbox One

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

Comments (3)

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  1. Nur gemacht um Kojima noch eins reinzuwürgen, Entwickler haben im Spiel sogar etwas versteckt um die Entwickler zu beleidigen und ihre weitere Verbundenheit mit Kojima auszudrücken. 10 Euro für einen zusätzlichen Spielstand, das Ding hat nichts mit Metal Gear zutun. Einfach nur ibah.

    • Prinz 2XS Prinz 2XS sagt:

      Ich persönlich sehe es nicht so streng. Aber ja, ohne Metal Gear Bezug wäre das Game wohl besser angekommen.

      Das Gamekonzept selbst ist durchaus gut, der zusätzliche Speicherstand hat einen schlechten Beigeschmack, ich sehs als Herausforderung und passend zum Survival Thema, nur mit einem einzigen auszukommen.

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