Merchant of Venus

| 20. Juni 2014 | 0 Comments

Richard Hamblens Merchant of Venus ist ein gelungenes Handelsspiel, welches der Heidelberger Spieleverlag nicht nur mit den Regeln der Second Edition herausbringt, sondern auch mit den Original Klassik Regeln samt dem Spielmaterial.

Spielschachtel Cover

Merchant of Venus, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Merchant of Venus ist ein sehr ausstattungsintensives und komplexes Brettspiel. Es gibt nicht nur viele Möglichkeiten zu beachten, sondern das Spiel ist auch ständig in Bewegung und die Handelsoptionen ändern sich. Mit den beiden Spielregeln des Standardspiels und des klassischen Spiels und jeweils einigen Optionen bekommt man wirklich sehr umfangreiche Möglichkeiten in die Hände, für viele abwechslungsreiche Spielrunden. Aber auch das Spiel selbst bietet viele Möglichkeiten für die Spieler sodass die Spielrunden sich sehr abwechslungsreich gestalten. Hervorzuheben wäre noch, dass auch die Klassischen Regeln ein wenig angepasst und überarbeteit wurden, die einzelnen Änderungen sind aufgelistet und tragen wesentlich zur Übersichtlichkeit des Brettspiels bei. Es gibt zwar durchaus Glückselemente, insbesondere bei den Reisen, wo man zwar die Reise planen kann, die Richtung vorgibt aber dann entscheiden die Würfeln wie weit man kommt bzw. ob man überhaupt – durch die Navigationsfelder – so reisen kann wie man es sich zuvor zurechtgelegt hat.

Merchant of Venus bietet ein bis vier ehrgeizigen Spielern die Möglichkeit die verschiedenen Spezies eines Galaxienhaufens zu entdecken und mit ihnen Handel zu treiben, um möglichst hohen Profit zu erbeuten. Doch Piraten, Weltraummüll, Sabotage und die Konkurrenz liegen auf dem Weg an die Spitze der Finanzwelt. Diese Ausgabe von Merchant of Venus enthält Richard Hamblens klassische Version, sowie eine von Rob Kouba entwickelte neue Interpretation des klassischen Spiels.

Spielbrett

Merchant of Venus, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Merchant of Venus ist ein Wortspiel mit dem Shakespeare Theaterstück Der Kaufmann von Venedig. Die Venus selbst kommt im vorliegenden Brettspiel gar nicht vor und kann daher von den Spielern nicht angeflogen werden. Es ist aber nicht bekannt, ob nicht die Spieler selbst etwa von der Venus stammen, oder sind sie von der gleichen Spezies wie ihre Piloten?

Im Standardspiel müssen zunächst die verschiedenen Kulturen entdeckt werden, um mit ihnen Handel treiben zu können, dabei gibt es auch die Möglichkeiten sein Raumschiff zu verbessern, sondern auch noch spezielle Ausrüstung zu kaufen, welche es nur bei bestimmten Kulturen gibt. Außerdem gibt es die Handelswaren der einzelnen Völker, an denen nur jeweils fünf andere Völker Interesse haben. Dazu kommen noch unterschiedliche Preise, aber auch reisefreudige Passagiere. Man kann auf Asteroiden gewinnbringende Bohrungen betreiben, kann Raumstationen errichten aber auch spezielle Missionen erfüllen.

In der Klassischen Version bleibt der Kern des Spiels weiterhin aufrecht, die Spieler treiben mit erst zu entdeckenden Kulturen Handel um möglichst hohen Profit zu erringen. Dabei wurde aber mehr Wert auf die Gefahren gelegt, als darauf, dass Waren auch von den Spielern produziert werden können. Desweiteren gibt es eigene Regeln für die Nachfrage von Waren. Auch im Klassischen Spiel gibt es zudem einige Optionen.

Merchant of Venus erscheint im Februar 2014 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern für unsere Partien ungefähr 3 bis 5 Stunden benötigt, exkl. Aufbau und Regel durchgehen was ca. 30 Minuten gebraucht hat.

Bewertung

PositivesNegatives

  • gelungenes Regelwerk
  • umfangreiches Spielmaterial für beide Versionen
  • komplexer und abwechslungsreicher Spielverlauf
  • kein reines Glücksspiel

  • der Aufbau dauert sehr lange
  • hängt zum Teil vom Würfelglück ab
  • bei weniger als 4 Spielern läuft es unrund

Rating
86%

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Category: Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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