Madame – Nicht die feine Art

| 3. Mai 2018 | 0 Comments

Madame – Nicht die feine Art von Regisseurin Amanda Sthers ist eine bitterböse französische Tragikomödie aus dem Jahr 2017, wo der Geschlechterkrieg durch die Komponente zwischen Arm und Reich, zwischen Dienerin und Herrin angereichert wird. Das Drehbuch stammt ebenfalls von Regisseurin Amanda Sthers, wobei es manchmal die Schärfe, die möglich wäre, vermissen lässt. In den Hauptrollen sind Rossy de Palma als Dienstmädchen Maria und Toni Collette als Madame zu sehen.

Madame - Nicht die feine Art, Rechte bei Studio Canal

Madame – Nicht die feine Art, Rechte bei Studio Canal

Madame – Nicht die feine Art ist ein ruhiger, trauriger Film, der vor allem zeigt wie wichtig uns der gesellschaftliche Status auch in der heutigen Zeit noch ist. Der Humor von Amanda Sthers ist eher die feine Klinge und man darf keine Wuchteln erwarten. Aber der amüsante, aber vor allem gegen Ende auch sehr traurige Film bringt einen durchaus ein bisschen zum Nachdenken, auch wenn Amanda Sthers doch etwas zu sehr an der Oberfläche geblieben ist.

Die Hauptrollen sind sehr stark mit Rossy de Palma als Dienstmädchen Maria und Toni Collette als Madame, sowie mit Harvey Keitel als Bob Fredericks, der Ehemann von Madame, besetzt. Gelungen zeigt sich, dass gerade die obere Gesellschaft eine wahre Schlangengrube ist, wo der Schein mehr zählt als das Sein. Vor allem an der Dinnerparty zeigt sich die Stärke, aber auch die Schwäche des Films. Das Finale ist dafür sehr gelungen, wobei Amanda Sthers hier einigen Mut zeigte.

Madame – Nicht die feine Art beginnt mit einem Missgeschick. Die Dinnerparty von Societylady Anne (Toni Collette) steht unter keinem guten Stern: Aufgrund des unangekündigten Besuchs ihres Stiefsohns (Tom Hughes) gibt es 13 Tischgedecke. Das ist eine Katastrophe für die perfektionistische Hausherrin und ihren geschäftstüchtigen Ehemann Bob (Harvey Keitel).

Kurzerhand muss die langjährige Angestellte Maria (Rossy de Palma) als 14. Gast einspringen und prompt verliebt sich ihr wohlhabender Tischherr, der Kunsthändler David (Michael Smiley), in sie. Die um ihren Ruf besorgte Anne setzt nun alles daran, das entstandene Chaos ins Gleichgewicht zu bringen, während Maria an ihrer neuen Rolle immer mehr Gefallen findet.

Für Amanda Sthers war es ihre zweite Regiearbeit und wie bisher hat sie auch ihr eigenes Drehbuch geschrieben. Die spanische Schauspielerin De Palma ist vor allem durch die Filme von Pedro Almodóvar bekannt geworden, der sie einst entdeckt hatte. Die wandlungsfähige australische Schauspielerin und Sängerin Toni Collette wurde vor allem mit The Sixth Sense bekannt. Der US-amerikanische Schauspieler Harvey Keitel ist für sein Method Acting und prägnante Nebenrollen in vielen Kultfilmen bekannt geworden.

Madame – Nicht die feine Art, mit einer Spieldauer von ca. 91 Minuten, wird mit einem sauberen Bild im Format 2,40:1 1080/24p Full HD geboten. Der gute Ton wird auf Deutsch und Englisch in 5.1 DTS-HD MA präsentiert. Unter den Extras findet sich unter anderem folgendes Bonusmaterial:

  • Interview mit Toni Collette
  • Interview mit Rossy de Palma
  • Interview mit Amanda Sthers
  • Making of
  • Trailer
Madame – Nicht die feine Art (Madame) von Studio Canal mit FKS 0 seit 19. April 2018 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Wir haben die Blu-ray auf der Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
73 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein berührendes und mutiges Finale
ein zum Teil bitterböser Film
ein hervorragender Cast
sehr sanft inszeniert
Negatives
manche Szenen wirken etwas unfertig
der Humor bleibt oft zu sanft
der Film ist nicht ganz so konsequent wie gehofft

Tags: , , , , , ,

Category: Filme

avatar

About the Author ()

Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.