Lost Sphear

| 26. Januar 2018 | 0 Comments

Ich laufe mit meiner Party durch die herrliche, freundliche Landschaft, wobei es auch düstere Ecken und Winkel in dieser Welt gibt. Oft muss man auch kleinere Rätsel lösen um weiterzukommen und manches Mal scheint auch nur der Zufall zu helfen. Aber ich bin bereit und wir stürzen uns in den Kampf gegen die zahlreichen Gegner. Mit Schwert und Magie sind wir erfolgreich. Ich halte die Augen offen, immerhin zeigen kleine Sterne an, wo sich etwas nützliches befindet. Wir haben es gespielt.

Lost Sphear, Rechte bei Square Enix

Lost Sphear, Rechte bei Square Enix

Lost Sphear besticht durch seine charmante Story. Wenn die Erinnerung an die Welt verloren geht, bleibt nur die Leere zurück. Es ist eine poetische Geschichte, die äußerst harmonisch umgesetzt wird. Die Grafik, die Musik, die Dramaturgie, die Geschichte, … alles greift ineinander über und der Gamer erlebt ein wahres Gesamtkonzept. Wer ein charmantes J-RPG sucht, wird durchaus seine Freude an diesem Game haben.

Lost Sphear handelt von Kanata, in dessen Rolle man schlüpft und von seiner Erkundung dieser wunderschönen Welt. Kanata stellt sich einer ominösen Macht, die das Gewebe der Realität selbst bedroht, entgegen und dabei muss er die Macht der Erinnerungen erwecken, um das „Verlorene“ wiederherzustellen. Als Gamer erhält man neue Vulcosuit-Rüstungen, während man aufregende Bosskämpfe besteht und beginnt eine schwindende Welt wieder aufzubauen. Um zu verhindern, dass die Welt auf ewig verloren ist, bauen Kanata und seine Gefährten die  Umgebung durch verschiedene Erinnerungen wieder auf und gestalten sie.

Lost Sphear bietet eine wunderschöne gezeichnete Landschaft, mit zum Teil kräftigen und schönen Farben, aber manche düstere Örtlichkeit sorgt für Abwechslung. Die Farben und die Zeichentechnik der Grafik überdeckt dabei, dass die Animationen und auch die Grafik selbst nicht ganz am Höhepunkt der Konsolentechnik ist. Auch die Charaktere, so sympathisch sie wirken und so nett sie präsentiert werden, bleiben erstaunlich oberflächlich und blass.

Der leichte Retro-Touch findet sich auch im Kampfsystem, dem Active Time Battle, welches an frühere Final Fantasy Games erinnert. Ein bisschen problematisch ist beim Kampf der Stellungwechsel und man verliert oft ein wenig den Überblick, aber nach einiger Übung ist das kein größeres Problem. Es gibt einige nette Gameplayelemente, wie Flächeneffekte im Kampf oder dass man auf die Schusslinie zu achten hat.

Lost Sphear wird mit deutschen Untertitel angeboten, einer wunderbaren Musik und einer leicht isometrischen Ansicht. Für das Game braucht man rund 25 bis 30 Stunden, je nach Erfahrungsstufe und welchen der drei Schwierigkeitsgrade man gewählt hat. Die einzelnen Missionen bleiben dabei recht übersichtlich. Der Charme es Games entsteht vor allem durch die Gesamtkonzeption.

Lost Sphear, ein charmantes Japan RPG, wurde von Tokyo RPG Factory für Square Enix entwickelt. 2015 wurde von Square Enix das neue Entwicklungs-Studio Tokyo RPG Factory gegründet. Ihr erstes Game war das vielbeachtete J-RPG I Am Setsuna, welches 2016 erschienen ist, 2018 folgte ihr zweites Game Lost Sphear.

Enix wurde 1975 gegründet, übernahm im Jahr 2008 den Konkurrenten Square und firmt seitdem als Square Enix auf dem Markt. Dabei zählt der Publisher zu den ältesten Publishern von Videogames. Berühmt wurde er unter anderem durch seine Final Fantasy Reihe. Aber auch zahlreiche J-RPG werden von Square Enix veröffentlicht.

Lost Sphear von Square Enix haben wir auf der PS4 mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet und das Game ist am 23. Januar 2018 für die PlayStation 4, Nintendo Switch und Windows PC erschienen.
86 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein charmantes J-RPG mit Retro-Touch
der Gamer erlebt ein wahres Gesamtkonzept
das Kampfsystem bietet manch nettes Detail
ein durchaus poetische Story
Negatives
die Charaktere bleiben überraschend blass
grafisch wird die Konsole nicht ausgereizt

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Category: Games, PS 4

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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