Küss den Frosch

| 9. August 2017 | 0 Comments

Küss den Frosch von den Regisseuren John Musker und Ron Clements ist ein amerikanischer Zeichentrickfilm und die 49. Produktion der Walt Disney Animation Studios aus dem Jahr 2009. Der Film basiert lose auf dem Kinderbuch Esmeralda, Froschprinzessin von E. D. Bakers, das wiederum von dem Märchen Der Froschkönig inspiriert wurde.

Küss den Frosch, Rechte bei © 2017 Disney

Küss den Frosch, Rechte bei © 2017 Disney

Küss den Frosch ist eine musikalische und farbenfrohe Version des zeitlosen Märchens der Froschkönig und begeistert die ganze Familie, zeigt aber auch ernste Themen auf. Disney kehrt hier ganz bewusst wieder zu den handgemalten Zeichentrickfilmen zurück und es gelingt ein durchaus gelungenes Comeback. Die Songs, welche in den vorhergehenden Disney Filmen nicht mehr so im Mittelpunkt standen, wurden wieder sehr schön mit der Handlung verwoben und tragen zur Geschichte bei.

Küss den Frosch verlegt das bezaubernde Märchen der Froschkönig in die musikalische Welt von New Orleans und wartet mit einer ziemlichen Wendung des bekannten Märchens der Gebrüder Grimm auf.

In der Hauptstadt des Jazz ist Voodoo mehr als dunkle Zauberei und die Einwohner der Stadt haben noch wahre Träume. So auch die hübsche Kellnerin Tiana, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ein eigenes Restaurant zu haben. Doch als sie eines Tages einem vorlauten Frosch begegnet und ihn küsst, verwandelt sie sich urplötzlich selbst in einen Frosch. Auf ihrer abenteuerlichen Suche nach einer gutmütigen Voodoo-Queen, die den Zauber rückgängig machen soll, streift das Froschpaar durch die Sümpfe der Bayous und begegnet dabei urkomischen Gestalten, wie dem Musik-verrückten Alligator Louis und dem romantischen Glühwürmchen Ray.

Ich nehm‘ mal an, du bist ein Prinz?
Küss‘ mich und find’s heraus!

Mit Tiana hat der Film eine sehr selbstbewusste Heldin, die nicht wie ihre Freundin Charlotte auf ihren Prinzen wartet, sondern die Sache selbst in die Hand nimmt und ihren Prinzen zunächst als ziemlich aufgeblasenes, im wahrsten Sinne des Wortes schleimiges Bürschchen entlarvt. Erst durch sie wird er zu dem Mann, der er als Prinz immer sein wollte und man merkt im Laufe des Films dass mehr in ihm steckt. Glücklicherweise wurde er nicht nur als farbloser Stichwortgeber entworfen. Daneben sorgen Figuren wie der musikvernarrte Alligator Louis und Ray, ein ziemlich romantisches Cajun-Glühwürmchen, für die Lacher.

Küss den Frosch bringt einem nicht nur den Süden näher und zeigt auch die ein wenig die Hautfarbenproblematik, auch der Jazz hat sich seit Aristocats nicht mehr so gut angehört, wie in diesem Film. Das Regie Duo John Musker und Ron Clements hat gemeinsam bei fast einem Dutzend Disney Zeichentrickfilmen mitgearbeitet, bei Disney Klassikern wie Aladdin, Arielle oder Hercules führten sie gemeinsam Regie. Nach einigen Jahren Pause haben sie gemeinsam beim neuesten Disney Zeichentrickabenteuer Vaiana – Das Paradies hat einen Haken wieder Regie geführt.

Küss den Frosch wird mit gutem Bild im Format 1,78:1 / 16:9 geboten. Der saubere Ton, mit einem gelungen Soundtrack von Randy Newman, wird auf Englisch und Deutsch in Dolby Digital 5.1 präsentiert. Unter den Extras finden sich folgende Featurettes:

  • Musikvideo mit Ne-Yo feat. Cassandra Steen „Never Knew I Needed“ und dessen Making Of
  • Was siehst du: Prinzessinnen-Porträts
  • Hinter den Kulissen der Synchronaufnahmen
  • Audiokommentar
  • Zusätzliche Szenen
Küss den Frosch (The Princess and the Frog) von Walt Disney Animation Studios ist, im Zuge der Reihe Disney Classics, mit neuem Cover ab 15. Juni 2017 auf Blu-ray und DVD mit FSK 6 erhältlich. Die DVD haben wir auf der Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein Film voller eingänger Disney Songs
Disney überzeugt wieder mit Handarbeit
die Geschichte selbst wird sehr charmant erzählt
Tiana ist eine selbstbewusste Heldin
In Prinz Naveen steckt mehr als es zunächst den Anschein hat
Negatives
wer das klassische Froschkönig Märchen erwartet, wird womöglich enttäuscht sein
die Figuren aus dem Schattenreich könnten sehr kleine Zuseher gruseln
Ungleichbehandlung gezeigt, aber nicht angesprochen

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Category: Filme

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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