Kona

| 4. April 2017 | 0 Comments

Ich kämpfe gegen das unfreundliche Wetter im weitverstreuten Dorf in der Nähe von Atamipek Lake, Québec, an. Ein Auftrag des Großindustrielle nW. Hamilton hat mich hierher, wo es nichts als Eis, Schnee und Kälte gibt, geführt. Trotzdem leben hier Menschen, bzw. eigentlich müssten hier welche leben, denn das Dorf ist völlig verlassen, die Menschen verschwunden. Wir haben es gespielt.

Xbox One Cover - Kona, Rechte bei Ravenscourt

Kona, Rechte bei Ravenscourt

Kona ist für mich vor allem ein spannender Mystery-Thriller. Der Survival Part trägt sicher dazu bei, dass man noch vorsichtiger agiert, dass die Spannung noch ein wenig höher ist. Schade ist jedoch dass man sich der Hauptfigur, Privatdetektiv Carl Faubert nicht näher verbunden fühlt. So ist es vor allem ein Game, das sehr stark die Themen Einsamkeit, Isolation, Invasion auf die eine oder andere Art darstellt, dabei hätte es gut auch noch die Reflektion von Carl auf die Ereignisse und seine eigene Geschichte verarbeiten können.

Die Story ist spannend, hat manch überraschenden Twist und man ist immer gespannt wie es weitergeht. Gelungen ist sicher dass man sich bemüht hat den Gamern einen roten Faden anzubieten, aufgrund dessen man sich durch die Geschichte bewegt, trotz des großen Areals, das zur Erkundung einlädt und das recht glaubwürdig aufgebaut ist.

Kona spielt im nördlichen Kanada, im Oktoer 1970. Der Gamer schlüpft dabei in die Rolle des Privatdetektivs Carl Faubert, welcher vom Industriellen W. Hamilton angeheuert wurde, um den Vandalismus bei seiner Jagdhütte am Atamipek Lake zu untersuchen. Dort angekommen gerät Carl in einen so unerwarteten wie heftigen Schneesturm und findet ein unheimliches, da scheinbar völlig verlassenes Dorf vor. Neben dem allgegenwärtigen Kampf ums Überleben gegen die Elemente muss der Spieler auch die unwirkliche Ereignisse untersuchen.

Kona wirkt grafisch streckenweise etwas leer, es fehlt ein wenig an Details. Die fotorealistische Spielwelt ist mehr zweckmäßig als beeindruckend, aber für das Adventure selbst ist das durchaus ausreichend. Der Soundtrack, unterstützt durch die kanadische Folkband CuréLabel, welche 2010 gegründet wurde und bisher 3 Alben herausgebracht hat, ist für ein Mystery Adventure durchaus gelungen und verschärft die angespannte Atmosphäre. Ein wenig gruselig sind die oft überraschend vorkommenden und leider etwas spärlichen Off-Kommentare.

Kona hat ein sehr einfaches Gameplay. Der Survival Part wird durch die Begegnung von wilden Tieren und den Gefahren der Erfrierung abgedeckt. Man sollte in Häusern immer einheizen und sich aufwärmen, aber auch dafür sorgen, dass man immer mit genügend Brennmaterial ausgestattet ist. Das Areal ist recht weitläufig und die einzelnen Orte des Games recht verstreut, glücklicherweise hat man ein Auto zur Verfügung.

Kona, ein Mystery-Survival-Adventure wurde von Parabole entwickelt und wird durch Ravenscourt vertrieben. Das kanadischen Studios Parabole, welches 2012 gegründet wurde, hat mit Kona ihr erstes selbst produziertes Game entwickelt. Ravenscourt ist ein Label von Koch Media. Koch Media ist ein führender Produzent und Vermarkter von digitalen Entertainment-Produkten (Software, Games und Filme).

Kona von Ravenscourt erscheint mit USK 16 für Windows PC, Xbox One und PlayStation 4 am 17. März 2017. Wir haben das Game auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
78 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
spannende und durchaus auch überraschende Story
das Gameplay wurde nicht unnötig aufgeladen
trotz Open World wird ein roter Faden geboten
der Aufbau des Games ist recht realistisch gemacht
guter Soundtrack unter Mitarbeiter von CuréLabel
Negatives
die Grafik wirkt streckweise recht detailarm
es gibt kleinere Bugs und Unstimmigkeit
man kommt der Hauptfigur emotional nicht näher
die Stimme aus dem Off kommt recht spärlich

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Category: Games, Xbox One

avatar

About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.