Kingsburg

| 26. Juli 2013 | 1 Comment

Wer rettet das Reich Kingsburg? Als Spieler ist man inmitten der Wirren des königlichen Hofes und es ist die Aufgabe, das Reich zu schützen und als ehrenvoller Retter die Gunst des Köngis zu erlangen. Doch das ist keine einfache Aufgabe, denn die Konkurrenz sitz einem dicht im Nacken.

Kingsburg

Kingsburg, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Kingsburg ist ein gewitztes Brettspiel mit vielen Würfeln und Markern, in dem es darum geht, das Königreich Kingsburg vor Gefahren zu schützen und die Bauten im Land voranzutreiben. Die Autoren Andrea Chiarvesio und Luca Iennaco haben sich hier etwas Lustiges einfallen lassen und so können 2-5 Spieler ab 10 Jahren um die Gunst des Königs kämpfen, was gar keine so einfache Sache ist. Denn es gibt nicht nur die Gefahr von Außen, auch die Mitspieler machen einem das Leben sehr schwer und man hat nur 5 Jahre, um die Provinzen auszubauen, zu schmücken und militärisch zu verstärken.

Das Spielprinzip ist recht einfach und schnell erklärt. Nachdem alle Spieler ihre Farbe gewählt haben, bekommt jeder eine Provinzkarte, Spielsteine in seiner Farbe, Gebäudemarker und drei sechsseitige Würfel. Die Feindeskarten werden entsprechend ihrer römischen Nummernmarkierung sortiert und gemischt. Von diesen Kartenstapeln wird je eine Karte gezogen und in richtiger Reihenfolge aufeinander gelegt und bilden so den Feindstapel und die Gefahr, die am Ende jedes Jahres das Land bedroht.
Dann werden die Marker, die man sonst noch fürs Spiel braucht, auf die vorgesehenen Plätze gelegt und das Spiel kann beginnen.

Es werden 5 Jahre gespielt, die sich in 8 unterschiedliche Phasen und 4 Jahreszeiten gliedern.
Zu Beginn jedes Jahres hilft der König dem Gouverneur, der den geringsten Fortschritt gemacht hat, abgesehen vom 1. Jahr, in dem ja alle gleich beginnen. Jetzt kommen Frühling, Sommer und Herbst, in denen gewürfelt wird, die Zugreihenfolge bestimmt wird, Berater beeinfluss werden, deren Hilfe in Anspruch genommen wird und in der gebaut wird.
Der wichtigste Part hier ist das Beeinflussen der Berater, das folgendermaßen funktioniert: Alle Spieler haben mit ihren Würfeln gewürfelt und dürfen diese nun auf dem Spielbrett positionieren, dabei ist es egal, ob alle Würfel auf ein Feld gelegt werden, oder die Würfel aufgeteilt werden. Wichtig dabei ist nur, dass die Augenzahl der Machtzahl des Beraters genau entspricht. So bekommt man in der nächsten Phase, die am Beraterfeld aufgedruckten Ressourcen. Fies hier ist, dass jedes Feld von genau einem Spieler belegt werden kann.
Nach dem Bau werden immer die Siegpunkte gezählt und der Marker des Spielers entlang der Siegpunktleiste entsprechend verschoben.
In der fünften Phase entsendet der König Hilfe in die Provinz, die am schwächsten ist. Wer die wenigsten Gebäude besitzt, erhält den Marker „Gesandter des Königs“, mit dem man entweder 2 Gebäude in einer Jahreszeit bauen darf oder den man einsetzen kann, um auf ein bereits besetztes Beraterfeld zu setzen.
In der siebten Phase folgt die Rekrutierung der Soldaten. Diese erhält man, indem man Ware bezahlt. Um zu erkennen, wie viele Soldaten ein Spieler rekrutiert hat, versetzt er seinen Heeresmarker auf der Leiste des Spielbretts.
Danach bricht der Winter ein und eine Invasion von Monstern überfällt das Königreich Kingsburg. Die Werte auf der Karte werden mit jeder einzelnen Heeresstärke der Spieler verglichen. Der Spieler mit der höchsten Kampfstärke erhält, wenn die Monster auch von ihm besiegt wurden, die Beute und einen Siegpunkt. Und eines ist sicher, nächstes Jahr greift eine stärkere Monsterarmee das Königreich an. So beginnt das 2. Jahr, wobei sich der Ablauf jetzt immer wiederholt.

Nach fünf Jahren hat der Spieler gewonnen, der die meisten Siegpunkte gesammelt hat. Sollte es einen Gleichstand geben der, der die meisten Gebäude hat.

Kingsburg Inhalt

Kingsburg Inhalt, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag

Der Spielinhalt besteht aus: 1 Spielbrett, 5 Provinzkarten, 21 Würfel, 17 Spielsteine, 1 Marker „Gesandter des Köngis“, 13 Marker „+2“, 60 Warensteine, 85 Gebäudemarker, 25 Spielkarten „Feinde“, 1 Spielregeln

Das Spiel ist recht witzig, denn es kommt immer wieder dazu, dass man anderen Berater wegschnappt, die sie als besonders nützlich erweisen. Dabei sollte man aber nicht die Leisten der Provinzkarten, sowie die Befestigung bzw. das Heer übersehen. Denn es bringt nichts, sich nur auf ein Gebiet voll zu konzentrieren, man sollte wirklich überall mitmischen. Dadurch, dass es viele Möglichkeiten gibt, wird das Spiel durchaus taktisch, ist aber auch sehr viel vom Würfelglück abhängig. Die geringen Berater sind sehr einfach zu erreichen, bringen aber nur weniger Rohstoffe oder Boni. In unserem Versuch sind wir nie in die oberste Reihe gekommen, aber es ist auch schwierig mit 3 Würfeln fast nur 6er zu würfeln.
Kingsburg ist auf jeden Fall ein lustiges Brettspiel, das man immer wieder mal spielen kann und das sicher nie langweilig wird. Durch die unterschiedlichen Monster, die erst aufgedeckt werden, wenn der Winter angebrochen ist, gibt es auch immer einen gewissen Überaschungseffekt beim Kampf. So kann es sein, dass man viel zu viel aufgerüstet hat, aber viel schlimmer noch ist es, wenn man entdeckt, dass die Monster stärker sind als man erwartet hat. Das Spiel ist ab 10 Jahren empfohlen, jedoch müssen die Älteren dann etwas auf die Jüngeren Rücksicht nehmen, denn die Taktik, die hier teilweise notwendig ist, beherrscht nicht jeder 10-jährige.

Kingsburg vom Heidelberger Spieleverlag erschien im Dezember 2011 und wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern inkl. dem Lesen der Anleitung und dem Aufbau ca. 90 Minuten gebraucht.

Bewertung

PositivesNegatives

  • Basisregeln sind schnell erklärt
  • lustige Grundidee
  • Taktisches Belegen der Felder
  • liebevoll gestaltetes Spielfeld

  • einiges vom Würfelglück abhängig
  • sehr viele Marker

Rating
76%

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Category: Spiele, TopPost

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

Comments (1)

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  1. avatar Barbara sagt:

    Scheint ein lustiges und flottes Spiel zu sein, das steht schon auf der Einkaufsliste 🙂

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