Kingdom Come

| 29. November 2013 | 0 Comments

Kingdom Come von Alex Ross und Mark Waid zählt wie Batman: The Dark Knight Returns von Frank Miller zu den großen Comicstories über Superhelden und dient zugleich auch als eine Art von Kommentar zum Aufstieg und Fall von Image Comic. Ausführliches Hintergrundmaterial ergänzt diesen einmaligen Sammelband, welcher von Panini Comic erstmals in deutscher Sprache herausgegeben wird.

Cover des Sammelbands

Kingdom Come, Rechte bei Panini Comics

Kingdom Come ist eine der maßgeblichsten Miniserien der 90er Jahre und es ist ein Vergnügen diese tolle Geschichte zu lesen. Ein gealterter und auch verbitterter Superman, ein immer noch listiger und kontrollierender Batman kommen vor aber vor allem bekommt Wonder Woman eine maßgebliche Rolle. Es ist eine Geschichte über Verbitterung, über Vergebung, über den Nihilismus unserer Zeit. Eingebettet ist die Geschichte äußerst geschickt in den Zwiegesprächen von Spectre und dem Prediger Norman McCay, welche als Geister die Ereignisse begleitend kommentieren. Doch nicht nur in ihrer fast schon poetischen Sprache hebt sich diese Comicstory von üblichen Superheldengeschichten ab, auch durch den Zeichenstil des, vor allem als Coverkünstler in Erscheinung tretenden Alex Ross bekommt die Story eine fast schon epische Geltung. Es ist eine interessante Geschichte, eine vor allem tiefgehende und philosophische Geschichte, gepaart mit vielen Anspielungen auf eine 50jährige Geschichte der DC Comics. Die photorealistischen Zeichnungen sind eine umgehende Empfehlung für diesen gewaltigen Comicband.

Kingdom Come erzählt von einer Zeit, in der eine neue Generation von Superhelden das Geschehen beherrscht, die Mitglieder der Gerechtigkeitsliga sind mit ihren Anliegen gescheitert und haben sich, zum Teil verbittert, zurückgezogen und ihre Aufgaben einer neuen Generation von Superhelden überlassen. Doch diese Generation wird nicht mehr von der Verantwortung und Ethik geführt, sondern kämpft einfach aufgrund ihre Kräfte und dem Lust am Töten und der Zerstörung. Doch erst als Magogg, welcher anstelle von Superman eine Art Leitfigur dieser Generation darstellt, den Tod von Captain Atom verschuldet und dadurch Kansas verstrahlt wird, kehrt Superman aus seinem selbstauferlegten Exil zurück.

Der US-amerikanischer Comic-Zeichner und -Autor Alex Ross hatte die Idee zu Kingdome Come und holte sich als Unterstützung den Comicautor Mark Ward, der als großer Kenner des DC Universums gilt. Ross, welcher ein klassisch ausgebildeter Maler ist, hat aufgrund seines aufwendigen Zeichenstils meist Coverzeichnungen angezeichnet. Der US-amerikanischer Comicautor Mark Waid ist mit einigen wenigen Unterbrechungen Redakteur und Autor bei DC Comic gewesen und hat unter anderem 8 Jahre lang Flash betreut und den roten Flitzer zu einem seiner künstlerischen und kommerziellen Höhenflüge geführt.

Kingdome Come ist die deutschsprachige Ausgabe der US Mini-Serie Kingdom Come 1-4 und wird von Panini Comic herausgebracht und erscheint am 19. November 2013

Bewertung

PositivesNegatives

  • tiefgehende und gereifte Story
  • mit unzähligen Verweisen auf die 50jährige DC Geschichte
  • epische Zeichnungen von Alex Ross
  • eine Parabel zur Comicentwicklung der 90er

  • die epischen Zeichnungen machen alles zum bildgewaltigen Höhepunkt
  • Flash und Green Lantern bleiben ungenutztes Potential

Rating
92%

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Category: Comics

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About the Author ()

Seit meinem ersten Mickey Mouse Heftchen bin ich den Comics verfallen. Zu meinen Lieblingscomics zählen Graphic Novels wie Sin City, Watchman, Sandman, etc., aber auch franko-belgische Comics wie Percy Pickwick, Die blauen Boys oder Inspektor Canardo, sowie DC Comic Serien wie Batman, Flash, Green Arrow, Justice League, .... Ich lese und schreibe über Comics, von den Abenteuern aus dem DC Universum bis hin zu Graphic Novels.

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