Hell on Wheels – 1. Staffel

| 1. Juni 2013 | 0 Comments

Nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs versuchen die befreiten Sklaven ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, während der Süden die Niederlage verdauen muss und der Norden seinen Zorn stillen. Gleichzeitig wird das größten Bauprojekt seiner Zeit realisiert, der Bau der transkontinentalen Eisenbahnlinie, welche die Ostküste mit der Westküste verbinden soll.

DVD Cover

Hell on Wheels, Rechte bei WVG Medien

Hell on Wheels ist eine moderne, spannende Sicht auf den Wilden Westen, über unfreiwillige Helden, dem Begriff von Ehre und der Problematik der vielen Einwanderer, die sich noch nicht als eine Gemeinschaft fühlen. Es kommen viele Gauner und Betrüger vor, kaum ein ehrlicher Mann oder eine ehrliche Frau sind zu finden. Jeder schmiedet seine eigenen Pläne und hofft weiterzukommen, Geld zu machen, Freiheit zu erlangen. Dabei haben es die ruhelosen Taugenichtse, freigelassenen Sklaven, Gewaltäter, Glücksritter und Verbrecher nicht einfach und der Priester verzweifelt immer wieder und ist immer wieder kurz davor seinen Glauen an Gott anzuzweifeln und zu verlieren. Sie alle bilden, gemeinsam mit der weiteren Bevölkerung dieser Ansiedlungen, wie Huren, Barkeepern und pornographische Lichtkünstlern eine Mischung, in der man weder allein mit einer schnellen Waffe, noch ausschließlich mit seinem Verstand lange überlebt. Aber zum Glück verfügt der verbitterte Cullen Bohannon über beides.

Der historische Hintergrund wurde außerordentlich gut eingefangen, angefangen bei den Kostümen bis hin zu den Kulissen. Auch die Nebenrollen sind perfekt besetzt, die Charakter facettenreich in ihren Motiven und ihrem Handeln und das macht diese Serie zu einem Glanzstück unter den Western Serien.

Über weitere Staffeln der TV Serie Hell on Wheels berichten wir hier.

Hell on Wheels von Joe Gayton und Tony Gayton, führt den ehemaligen Farmbesitzer und konföderierten Offizier Cullen Bohannon (Anson Mount), nach Ende des Sezessionskriegs auf der Suche nach den Mördern seiner Frau nach Nebraska, zur gesetzeslosen titelgebenden Stadt Hell on Wheels, welche mit dem Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn weiter wandert. Dort herrscht, mit eiserner Hand, Thomas „Doc“ Durant (Colm Meaney), ein aalglatter Geschäftsmann und Eisenbahnmogul der Union Pacific Railroad, der mit Hilfe seines Sicherheitschefs Thor „Der Schwede“ Gundersen (Christopher Heyerdahl) mit strenger Hand führt. Weitere Protagonisten sind Lily Bell (Dominique McElligott), die Witwe des Landvermessers mit seinen geheimnisvollen Landkarten; Elam Fergusson (Common), der ein ehemaliger Sklave ist, der die gleichen Rechte fordert wie die Weißen sie haben und sei es nur um mit seinem Lohn sich mit einer Hure zu vergnügen; Joseph Black Moon (Eddie Spears), ein christianisierter Cheyenne Indianer und Reverend Cole (Tom Noonan), ein Priester mit dunkler Vergangenheit und eine Vaterfigur für Joseph.

Die erste Staffel umfasst inklusive der Pilotfolge „Die Gleisbettkolonne“ 10 Folgen auf 3 DVDs. Das Bild ist kristallklar im Format 16:9 – 1.77:1 und zeigt wunderschöne Landschaften des wilden Westens. Den Ton gibt es auf Deutsch und Englisch, jeweils in DTS-HD 5.1 und klingt raumfüllend und voll. Die Synchronisation kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Als Bonus gibt es deutsch untertitelte Dokumentation mit Interviews mit dem Regisseur und den Mitgliedern des Produktionsteams, das Making off des Zugunglücks, die Kurzdarstellung der Charakter und ausführliche Informationen über die einzelnen Episoden durch die Darsteller und das Produktionsteam, sowie einen unkommentierten Blick Hinter die Kulissen.

Hell on Wheels – 1. Staffel von WVG ist ab 26. April 2013 mit FSK 16 auf DVD und blu-ray erhältlich.

Bewertung

PositivesNegatives

  • historische Authenzität
  • detailreiche Auststattung und Kostüme
  • facettenreiche Darsteller
  • gelungenen Synchronisation
  • frische Westernserie

  • Noch nicht klar wohin die Serie sich entwickelt
  • sehr genau gezeigte, brutale Szenen

Rating
81%

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Category: Filme, TopPost

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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