Harvest Moon: Dorf des Himmelbaumes

| 9. September 2017 | 0 Comments

Ich reise umher und komme in ein Land, das einst wohl sehr schön gewesen sein muss, doch jetzt ist es vertrocknet, kahl und leer. Doch nein, da ist jemand. Ein Erntewichtel gibt sich mir zu erkennen. Gemeinsam gehen wir zur Erntegöttin und ich entscheide mich dazu ihr zu helfen und dem Land wieder Leben einzuhauchen.

Harvest Moon: Dorf des Himmelbaumes - Cover

Harvest Moon: Dorf des Himmelbaumes – Cover, Rechte bei Nintendo

Harvest Moon ist eine bekannte Games-Serie, in der man in die Rolle eines Farmers schlüpft und sich um Land und Tiere kümmert. Außerdem gibt es diverse Anwohner, mit denen man sich ebenfalls gut stellen möchte. Man ist doch ein netter Nachbar und hilft sich gerne.

In Dorf des Himmelbaumes ist man zunächst der einzige Bewohner eines recht kahlen Landstriches. Rowan, der gelbe Erntewichtel ist der erste, der sich hier zeigt und der einem auch die Grundzüge des Ackerbaus beibringt. Außerdem ist er während der Hauptstory oft an der Seite des Spielers. Durch den Anbau von Gemüse beginnt das Land wieder zu leben. Nach und nach ziehen immer mehr Personen in das nahegelegene Dorf und außer dass es lebendiger wird, haben sie auch Wünsche, sind Gesprächspartner, potenzielle Lebenspartner und veranstalten diverse Events, wie den Angelwettbewerb, den Kochwettbewerb oder den Reitwettbewerb.

In der Quelle unweit der Ackerfläche trifft man auf die Erntegöttin, der man versprochen hat zu helfen das Land und die Himmelsbäume wiederzubeleben. So züchtet man Tiere, angelt Fische, baut Pflanzen an und versucht neue Pflanzenarten zu züchten. Außerdem gibt es einige wilde Tiere zu entdecken, Minen, in denen man Erz schürfen kann und man kann auch wieder viel an der Welt verändern. Man kann Seen erschaffen oder Berge, oder auch eine flache Ebene, ganz wie es einem beliebt.

Wer Harvest Moon kennt, dem wird das meiste sehr bekannt vorkommen. Es gibt auch keine Innovation was das Spielprinzip angeht. Dafür weiß man, was man bekommt. Aber es gibt einige optische Verbesserungen. Die Grafik ist schöner und die Figuren wirken echter, sind größer geworden. Die Anleitungen sind schneller zu finden und einfach auch unterwegs aufzurufen. Außerdem kann man immer und überall speichern. Auch eine gute Neuerung ist, dass man springen kann und auch mehrere Felder auf einmal bearbeiten kann, sei es, um sie abzubauen, sie umzuackern, Samen zu sähen oder auch sie zu gießen. So geht die Feldarbeit schneller von der Hand und man hat mehr Zeit, um sich auch um die Belange der Dorfbewohner zu kümmern. Außerdem sterben die Pflanzen nicht bei jedem Jahreszeitenwechsel ab.

Leider nicht geändert hat sich, dass die Tiere im Stall recht umständlich umherlaufen und recht lange brauchen, um zu der Futterstelle zu gehen. Und dann muss man auch immer bis zur nächsten vollen Stunde warten, bis die Tiere gefressen haben. Erst dann kann man sie melken oder scheren. Dafür gibt es ein neues Tier, das auch als Ladeanzeige zu sehen ist, den Poitou-Esel. Etwas seltsam ist die Übersetzung der Eselwolle, sie wird nämlich Eselfell genannt, was fast wirkt, als würde man das arme Tier häuten. Aber keine Sorge, es wird nur geschert, wie auch das Schaf. Es ist weiterhin auch nur der Kuh möglich Milch zu geben. Also auch hier gibt es keine Veränderung.

Spielern, welche die Harvest Moon Reihe nicht bekannt ist, sei gesagt, dass man natürlich sehr viel erleben und machen kann, dass man aber auch viel Geduld aufweisen muss. Neue Sorten zu züchten ist nämlich gar nicht so einfach, denn sie wachsen nur auf bestimmten Höhen, bei bestimmten Bodenverhältnissen und in bestimmten Jahreszeiten. Man kann das natürlich alles ausprobieren, oder, wie es wohl die meisten Spieler machen, man sucht sich Hilfe im Internet. Genauso ist es bei den Fischen, denn teilweise ist es notwendig Wasserflächen zu verändern, damit man überhaupt spezielle Fische fangen kann, nach denen Bewohner fragen.

Durchaus lustig sind die Wettbewerbe, wobei der Kochwettbewerb auch einiges an Ressourcen verbraucht und verhältnismäßig teuer ist, vor allem wenn man z.B. noch auf ein großes Haus spart, oder etwas anderes, was man sich gerne kaufen möchte.

Wer aber viel Story oder Abwechslung erwartet wird von dem Spiel eher enttäuscht sein. Es ist durchaus viel Arbeit, sich jedem Tag um seine Tiere und seine Felder zu kümmern und man braucht schon einige Zeit, um die ganzen Wünsche der Bewohner zu erfüllen, während die Story um die Himmelsbäume recht rasch, innerhalb ca. eines Jahres im Spiel abgehandelt werden kann. Fans der Reihe werden aber durchaus auf ihre Kosten kommen und Leute, die gerne eine Farm-Simulation spielen ebenso.

Das Spiel wird von Rising Star Games und Nintendo herausgegeben. Rising Star Games wurde 2004 gegründet und ist für seine Harvest Moon und Cooking Mama Serien bekannt. Nintendo wurde 1889 als Produzent für Spielkarten gegründet und zählt zu den ältesten Publishern weltweit und schrieb mehrfach Videogamegeschichte.

Harvest Moon: Dorf des Himmelbaumes von Nintendo ist seit 2. Juni 2017 für den Nintendo 3DS und 2DS erhältlich. Wir haben das Game auf dem New Nintendo 3DS gestestet.
70 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
nette Story mit süßen Charakteren
viele Freiheiten die Welt zu gestalten
Figuren besser als bei Vorgängerspielen
Feldfrüchte sterben nicht bei Jahreszeitenwechsel
Springen ist jetzt möglich
Negatives
viel Geduld und Ausdauer notwendig
Spezialgemüse und -blumen erfordern viel Probieren
Story um Himmelsbäume ist schnell durchgespielt
Beziehzung und Familie dauert sehr lange

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Category: 3DS / 2DS, Games

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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