Harvest Moon – Das verlorene Tal

| 3. Juli 2015 | 0 Comments

Nach einem heftigen Schneesturm irrst du durch die Gegend und entdeckst ein kleines Haus, doch du bist nicht alleine, denn irgendwo hörst du Hilferufe. So beginnt der neue Teil von Harvest Moon: Das verlorene Tal, in dem man die Jahreszeiten wiederherstellen. Das macht man, indem man der Erntegöttin hilft und die Erntewichtel aus ihrem Tiefschlaf befreit.

Harvest Moon - Das verlorene Tal - Cover

Harvest Moon – Das verlorene Tal – Cover, Rechte bei Nintendo

Wenn man die Beschreibung des Beginns liest, könnte man denken, sich in einem Horrorfilm zu befinden, doch Harvest Moon: Das verlorene Tal ist absolut nicht furchterregend. Es geht darum, Wege zu bauen, Felder zu bestellen und irgendwann auch eine richtige Farm aufzubauen. Außerdem kann man Freundschaften schließen und Hilfe für die Arbeit finden.
Doch nun zum Anfang. Man geht durch eine verschneite Landschaft und wundert sich, wo man ist, als jemand nach Hilfe ruft. Es ist ein freundlicher Erntewichtel namens Rowan. Dieser erklärt einem auch die grundlegenden Funktionen und begleitet einen bei den ersten Schritten. So wird man behutsam ins Spiel eingeführt. Recht schnell bekommt man die erste Mission, nämlich der Erntegöttin zu helfen. Doch das ist nicht so einfach und so rackert man sich gleich mal ab. Ziel des Spieles ist es das verlorene Tal zu seinem früherem Glanz zu verhelfen.
Es gibt kein Dorf, doch Händler kommen zu bestimmten Zeiten, dafür kann man die Welt umgestalten, wie auch immer man das möchte. Man kann Bäume fällen, Flüsse erweitern, Berge abtragen oder welche aufschütten, man unterliegt an sich kaum Vorgaben. Nur ein paar wenige Orte, wie z.B. die heilige Quelle sind fixe Punkte.

Zuerst beginnt man damit sein Geschlecht und seinen Geburtstag einzugeben, dann geht es weiter mit Äcker anlegen und Feldfrüchte anbauen. Außerdem kann man Bäume fällen, um an Holz zu kommen, das man auch verkaufen kann. Mit der Zeit treiben immer wieder neue Bäume aus, die man dann entweder wachsen oder schnell entfernen kann. Wenig später folgen Blumensamen und Blumenbeete, kurz darauf eine Angel und die Möglichkeit Flüsse zu erweitern oder Wege darüber zu bauen. Mit der Zeit kann man sich dann auch seinen eigenen Bauernhof aufbauen, mit Tieren und was so dazugehört. Bei der Arbeit am Feld können einem die Erntewichtel helfen, wobei sie nur einen kleinen Teil machen. Man sollte also schauen, die Felder nicht zu groß zu bauen, damit man sich noch gut um alles kümmern und die Welt erforschen kann.
Es gibt zwei Modi, um dies alles zu tun, den Anbau-Modus und den Aufbau-Modus. Ersterer dient dazu die Arbeit am Feld zu machen, zweiterer hilft bei der Umgestaltung der Welt.

Harvest Moon - Das verlorene Tal - Landschaft gestalten

Harvest Moon – Das verlorene Tal – Landschaft gestalten, Rechte bei Nintendo

Man kann auch seine Frisur und Kleidung verändern, allerdings braucht man dazu ein DLC, wobei hier ein paar kostenlose zur Verfügung stehen. Auch in der Liebe kann man sein Glück versuchen, was natürlich erst später im Spiel möglich ist.
Generell gibt es einige Reisende und Händler und immer wieder bitten sie einen um einen Gefallen. So kommt man zu diversen Quests. Diese hängen oft von der erreichten Stufe ab. Diese Stufen steigen, wenn man eine gewisse Anzahl an Tätigkeiten in einem gewissen Bereich durchgeführt hat. So steigt man z.B. in der Feldarbeit, wenn man eine gewisse Anzahl an Samen gekauft hat, oder eine gewisse Anzahl an Feldfrüchten geerntet hat.

Das Spiel ist nicht sonderlich aufregend und gar nicht actionreich, aber es bietet die Möglichkeit sich eine Welt und eine Farm aufzubauen, so wie man es möchte. Dabei kann man sich wirklich austoben, so habe ich im Test einen See gebaut und Stiegen hinauf zur Quelle, damit man schneller oben ist. Auch dass Bäume wieder nachwachsen ist gut gelungen, dann womöglich stören sie, wenn man den Boden aufschütten oder niedriger machen möchte, aber man hätte teilweise dann doch gerne wieder Bäume mit neu gestalteten Gebiet.
Schade ist, dass es nicht gleich ein paar Obstbäume gibt, sondern nur diverse Nadel- und Laubbäume. Außerdem ist die Auswahl an Feldfrüchten am Anfang sehr gering und sie erhöht sich auch nur sehr langsam. Auch dass man recht bald in neue Regionen vorstoßen, dort aber nicht viel bewirken kann ist zu bemängeln. Da wartet man lieber etwas länger das neue Gebiet zu erforschen, kann dann dafür aber gleich dort auf tätig werden.

Sieht man die Grafik beim ersten Mal spielen, ist man etwas überrascht. Das Spiel beginnt ganz lieb, doch dann gerät man in eine Welt, die aus vielen Quadraten besteht und an Spiele von vor einigen Jahren erinnert. Allerdings ist dies der Fall, weil man sich eben seine Welt frei gestalten kann und man so alles besser planen und schön bauen kann. Gerade bei einem kleinen Game für den 3DS muss es keine Simulation wie z.B. bei den Sims sein. Da ist es wichtiger, dass das Spiel gut und schnell läuft und man so seinen Spaß hat. Das Spiel läuft auch wirklich flüssig und man hat nur kleine Ladezeiten, wenn man z.B. in sein Haus geht oder nach dem Speichern. Man kann übrigens überall und jederzeit speichern und es stehen einem auch mehrere Speicherstände zur Verfügung.
Auch die Steuerung ist gut gelungen und interaktiver im Gegensatz zu den Vorgängern. So muss nicht jede Aktion separat ausgewählt werden, sondern es werden Nachfolgeaktionen vorgeschlagen. Hat man z.B. ein Feld gepflügt, kann man mit der gleichen Taste dann auch gleich Samen einpflanzen und anschließend gießen.

Harvest Moon - Das verlorene Tal - Gespräch

Harvest Moon – Das verlorene Tal – Gespräch, Rechte bei Nintendo

Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass es keine Stadt gibt, allerdings handelt es sich um ein verlorenes Tal und ob Läden zu sind, oder die Händler zu bestimmten Zeiten bei dir vorbeischauen macht spieltechnisch an sich keinen Unterschied. Spielsprache ist Deutsch, wobei die Dialoge besser sein könnten.
Etwas schade finde ich, dass gewisse Sachen als DLCs gemacht wurden und nicht direkt im Spiel untergebracht wurden, wie z.B. mehr Frisuren oder Kleidung. Dass immer wieder Erweiterungen mittels DLC herunterladbar sind ist okay, allerdings wäre es schade, wenn es wenig Gratis-DLCs und viele neue Kaufoptionen gibt.
Dass das Spiel nur in 2D ist stört mich persönlich nicht, allerdings ist es für einen Nintendo 3DS natürlich etwas schade.

Harvest Moon – Das verlorene Tal ist ein neues Harvest Moon und bietet neue Möglichkeiten und ein neues Spielprinzip. Das ist immer mit Kontroversen verbunden. Wer gerne seine eigene Welt gestaltet und wer gerne Farmarbeit am 3DS erledigt, dem sein dieses Spiel an Herz gelegt. Außerdem braucht man etwas Geduld. Wer diese nicht hat und sich ein Spiel mit viel Action und anspruchsvollen Dialogen erwartet, der wird enttäuscht sein. Der Niedlichkeitsfaktor bei dem Spiel ist sehr hoch und aufgrund der Art des Spieles ist es mit USK 0 erhältlich, für zu kleine Kinder ist es aber nicht geeignet, da die Uhrzeit doch recht schnell vergeht und man durchaus taktisch vorgehen muss, um eine schöne und funktionierende Farm zu bekommen.

Harvest Moon: Das verlorene Tal von Nintendo ist ab 19. Juni 2015 für Nintendo 3DS erhältlich.
70% von 100%
Weltenraum WertungWertung
Positives

Viele verschiedene Gestaltungmöglichkeiten
Nettes Spiel, süße Figuren und Tiere
Einige Missionen
Keine langen Wege zu Händlern
Gute neue Steuerung

Negatives

Kann mit der Zeit langweilig werden
Grafik wirkt etwas altbacken
Kein Dorf, man ist alleine in der Gegend
Wenig Leben in der Natur

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Category: 3DS / 2DS, Games

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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