Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition

| 11. September 2016 | 0 Comments

Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition von Nate French und Eric M. Lang erscheint beim Heidelberger Spieleverlag und bietet mit dem Grundset für 4 Spieler, durch Erweiterungen später auch für 6 Spieler, die Möglichkeit als große Häuser wie Baratheon, Stark oder Lannister um die Vorherrschaft in Westeros zu streiten.

Kartenspielschachtel - Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition, Rechte bei Heidelberger Spieleverlag

Das Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition konzentriert sich im Gegensatz zu anderen Spielen mit der Games of Thrones Thematik auf den Kampf der hohen Häuser um die Krone, weniger um militärische Aspekte. Das Spiel ist recht komplex, aber nach einer Runde hat man den generellen Ablauf herausgefunden. Die Besonderheit liegt, vor allem mit den Erweiterungen, im Aufbau eines eigenen Decks und dass man geschickt die Sonderfähigkeiten seiner Karten einsetzt und sein Gold zur rechten Zeit verwendet.

Von den Sieben Königslanden bis zu den Gebieten jenseits der Meerenge liefern sich die großen Häuser von Westeros einen erbitterten Machtkampf. Ringe als Haus Stark, Haus Lennister, Haus Baratheon, Haus Graufreud, Haus Martell oder Haus Tyrell um den Eisernen Thron. Es ist eine Welt voller Intrigen, Ränkespiele, Krieg und Verrat, basierend auf der Fantasy-Bestsellerreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin. Wie bei jedem Living Card Game erscheinen regelmäßig neue Karten, mit denen man den Inhalt des Grundspiels anpassen oder seine eigenen, individuellen Decks gestalten kann.

Das Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition wird mit einem vorgefertigten Deck oder einem selbst zusammengestellten Deck gespielt. Mit dem Grundspiel hat man vor allem erstere Möglichkeit. Wenn mehr als 2 Spieler das Kartenspiel spielen kommen noch die Titelkarten ins Spiel. Diese verhindern einerseits dass man die Besitzer bestimmter Titelkarten nicht angreifen kann, da man sie unterstützt, so kann der Meister der Münze nicht den Meister der Schiffe angreifen, aber man erhält einen Machtpunkt mehr wenn man gegen einen konkurrierten Meister antritt. Außerdem gewährt jeder Titel eine oder mehrere Sonderfähigkeiten.

Nach dem Spielaufbau und der Zuteilung der Decks beginnt das Spiel mit den Handkarten, von denen man nun nach und nach welche ausgespielt. Unabhängig von der Anzahl der Spieler gewinnt der Spieler welcher als erstes 15 Machtpunkte erringt. Doch nochmals zurück zum Beginn. Man wählt zunächst eine seiner Strategiekarten aus, die entscheidet wieviel Gold man zur Verfügung hat, wie hoch seine Iniative ist und welche die Effektivität von Herausforderungen bestimmt.

Der Sieger der Initiave bestimmt den Startspieler, so kann der Sieger auch entscheiden an welcher Stelle in der Runde er dran sein wird. Als nächstes ziehen alle Spieler Karten von ihrem Nachziehstapel. Es gibt Orte, Charaktere und Verstärkungskarten, wobei letztere die beiden ersten Arten verstärken und Ereigniskarten, welche erst später ausgespielt werden. In der Aufmarschphase kann man mit dem Gold, welches man von seiner Stratgiekarte, modifiziert durch Sonderfähigkeiten oder speziellen Karten, bekommt, neue Karten kaufen und ins Spiel bringen.

Dann beginnt jeder Spieler seine Herausforderungen gegen andere Spieler zu spielen. Es gibt drei Arten von Herausforderungen, welche jeweils durch Symbole dargestellt werden. Beim Militäreinsatz ist es das Ziel die Charaktere des Gegners zu töten. Beim Intrigenspiel ist es Ziel die Handkarten des Gegners abzulegen. Beim Machtkampf ist es Ziel Machtpunkte von einem Spieler für sich selbst zu erlangen.

Der aktive Spieler wählt eine Herausforderungsart, einen Spieler als Ziel und die Charakterkarten, welche er dabei einsetzen will. Die Charaktere benötigen dafür das Symbol der gewählten Herausforderung und dürfen in dieser Runde noch nicht verwendet worden sein. Der Verteidiger wählt dabei ebenfalls Charakterkarten zur Verteidung. Jede Charakterkarte hat eine Stärke, die Seite mit der höheren Stärke gewinnt schlussendlich die Herausforderung. Ereignisse können das Ergebnis dabei aber noch verändern. Die Strategiekarte bestimmt durch die Effektivität die Höhe des Schadens, wenn der Angreifer gewinnt.

Nachdem alle Spieler an der Reihe waren, bekommt der Spieler welcher die höchste Gesamtsumme der Stärke aller nicht verwendeten Charakterkarten hat 1 Machtpunkt. Danach werden alle Karten im Spiel wieder spielbereit gemacht und überzähliges Gold abgelegt, sowie zu viele Handkarten abgelegt. Damit endet die erste Runde und man beginnt wieder mit der Strategiephase, bis einer der Spieler 15 Machtpunkt erlangt hat.

Game of Thrones Kartenspiel: Der Eiserne Thron: Grundset 2. Edition erschien im Oktober 2015 beim Heidelberger Spieleverlag in deutscher Übersetzung. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern ungefähr 45 bis 60 Minuten pro Partie benötigt.
83 von 100%
Weltenraum WertungWertung
Positives
Die Spieltechnik ist sehr durchdacht und gut gemacht
spiegelt intrigante Atmosphäre der Literatur / TV-Serien Vorlage wieder
durch die Fähigkeiten der einzelnen Karten wird das Spiel sehr komplex
sehr schönes Design der Karten vermitteln die GoT Welt
Negatives
erfahrene Spieler sind gegenüber Anfängern eindeutig im Vorteil
es braucht ein, zwei Proberunden um die Feinheiten des Spiels zu verstehen

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Category: Kartenspiele, Spiele

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Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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