EXIT – Das Spiel: Die verbotene Burg

| 11. März 2018 | 0 Comments

Die Spieler sind auf dem Weg in ein idyllisches Dorf in den Bergen, wo sie ihren Urlaub genießen wollen. In der Ferienwohnung angekommen studieren sie die Prospekte mit den Ausflugstipps und finden eine beeindruckende Burg, die sie besuchen wollen. Seltsamerweise ist kein Mensch in diesem alten Gemäuer und dann fällt plötzlich die große, hölzerne Tür knarzend ins Schloss.

Exit - Das Spiel - Die verbotene Burg - Cover

Exit – Das Spiel – Die verbotene Burg – Cover, Rechte bei Kosmos Spiele

EXIT – Das Spiel: Die verbotene Burg von Inka und Markus Brand erscheint beim Kosmos Verlag und zählt zu den sogenannten Escape Games. Dabei müssen bis zu 4 Spieler mehrere Rätsel lösen, um aus der Burg, in der sie eingesperrt sind, wieder zu entkommen. Dabei hilft einem die eigene Intuition, Logik, Kombinationsgabe und ein paar Hilfsmitteln wie Schere, Bleistift und Papier.

Ein großes Manko bei diesen EXIT Spielen ist jedoch, dass man sie nur einmal spielen kann. Hat man sie einmal durch kennt man die Rätsel, außerdem muss das Spielmaterial teilweise bemalt, zerschnitten oder gefaltet werden, um zur richtigen Lösung zu kommen. Teilweise wünscht man sich, dass sich mehrere Abenteuer in der Box befinden, oder dass man die Karten, die man zerstören muss, nachbestellen kann.

EXIT – Das Spiel: Die verbotene Burg beginnt damit, dass die Spieler in der Burg, die sie besuchen wollen, eingesperrt werden. Dann durchsuchen sie die Burg nach Hinweisen, lösen Rätsel, die ihr unheimlicher Gastgeber hinterlassen hat und versuchen aus den alten Gemäuern zu entkommen. Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich die Ritter. Einen davon müssen die Spieler dann auch zusammenstellen, damit er ihnen den Weg in die Freiheit zeigt.

Wir haben schon über mehrere EXIT-Spiele berichtet.

Zunächst werden die Rätsel-, Lösungs- und Hilfe-Karten sortiert. Dann nimmt man das Buch, ein optisch in Leder gebundenes Buch mit dem Titel Die verbotene Burg und sucht die ersten Hinweise, mit denen man die erste Rätselkarte erhält. Zusätzlich gibt es die Decodier-Scheibe, die in diesem Fall diverse Schlüsselteile darstellt. Mit Hilfe diese Scheibe kann man die Lösung der Rätsel überprüfen. Sie führt einem zu Lösungskarten, die entweder ein rotes X darstellen, woran man erkennt, das man falsch liegt, oder Objekte, die zu weiteren Lösungskarten führen. Etwas schwierig ist es bei der verbotenen Burg die unterschiedlichen Türen und Objekte auseinander zu halten. Die Objekte haben alle eine ähnliche Form und Farbe, was etwas mühsam ist. Hat man das Rätsel richtig gelöst, bekommt man weiteres Zusatzmaterial und weitere Rätselkarten. Hat man alle Rätsel gelöst, entkommt man aus der Burg.

Generell werden bei Kosmos Spiele drei unterschiedliche Level für diese Exit Spiele unterschieden, Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Dabei geht es um die Schwierigkeit der Rätsel und darum, wie viel Escape-Erfahrung man bereits haben sollte. Bei den Einsteigern wird noch mehr vom Spielprinzip erklärt als bei den anderen Levels und Hinweiskarten weisen mehr auf Spezialitäten dieses Genres hin. Das vorliegende Spiel ist ein Profi-Level Spiel, ist also nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Rätselfüchse werden aber ihren Spaß damit haben.

Exit - Das Spiel - Die verbotene Burg - Spielmaterial

Exit – Das Spiel – Die verbotene Burg – Spielmaterial, Rechte bei Kosmos Spiele

Bei unserem Spiel haben wir wieder recht flott begonnen, doch kurz später stockte das Spiel ein bisschen, wobei wir einfach noch nicht erkannt haben, dass wir für ein Rätsel schon alles beisammen haben. Dann ging es wieder gut dahin und wir waren überrascht, dass es diesmal die Möglichkeit gab sich zwischen 2 Möglichkeiten zu entscheiden, wobei dies eine unwiderrufliche Entscheidung war, die auch später noch eine Auswirkung hatte. Weniger gut gefallen hat uns der Ritter, den man zusammenbauen muss, um schließlich eines der letzten Rätsel zu lösen. Er war etwas wacklig und es war schwierig alles zu halten und zur Lösung zu kommen. Die Idee selbst war nett, die Umsetzung hätte aber besser sein können. Sehr gut hat uns dafür ein anderes Rätsel gefallen, bei dem gefaltet werden muss. Außerdem gab es wieder ein überraschendes Element mit dabei. Generell hat das Spiel viel Spaß gemacht und auf der Lösungskarte findet sich noch eine nette Überraschung.

Wir haben zu dritt gespielt, was eine ganz angenehme Größe zum Lösen dieser Fälle ist. So kann sich jeder beschäftigen und etwas zur Lösung beitragen. Zur Lösung haben wir dieses Mal 3 Hilfekarten genommen, wobei eine nur die Information bot, die wir bereits kannten und somit nicht gezählt wurde. Mit einer Zeit von ca. 90 Minuten Spielzeit waren wir nicht sonderlich schnell, aber es war ein sehr kurzweiliges und lustiges Spielerlebnis. Ein kleiner Tipp: Die verbotene Burg sollte man vor der unheimlichen Villa spielen, da die beiden Spiele lose zusammenhängen.

EXIT – Das Spiel: Die verbotene Burg ist für 1-4 Spieler ab einem Alter von ungefähr 12 Jahren geeignet und wurde vom deutschen Ehepaar Inka und Markus Brand erfunden, welche gemeinsam über 40 Spiele veröffentlicht haben und dafür mit zahlreichen Preisen geehrt wurden. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Spiele Village und Burg der 1000 Spiegel.

EXIT – Das Spiel: Die verbotene Burg erschien im Jänner 2017 beim Kosmos Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern 90 Minuten für eine Partie benötigt.
90 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
schön designtes Spielmaterial
überraschendes Element
sehr unterschiedliche, durchaus knifflige Rästel
sehr kurzweilig und spannend
nette Idee auf der Lösungskarte
Negatives
nur einmal spielbar
Ritter ein bisschen mühsam
Objekte/Türen sind sich sehr ähnlich

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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