EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis

| 25. Juni 2017 | 0 Comments

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis von Inka und Markus Brand erscheint beim Kosmos Verlag und zählt zu den sogenannten Escape Games. Dabei müssen bis zu 6 Spieler mehrere Rätsel lösen, um aus einem Raum, im vorliegenden Spiel einem Forschungslabor, zu entkommen. Die einzigen Werkzeuge dafür sind ihre eigene Intuition, Logik und Kombinationsgabe.

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis, Rechte bei Kosmos Verlag

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis, Rechte bei Kosmos Verlag

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis ist ein spannendes, aber leider auch einmaliges Abenteuer voller Rätsel. Die Rätsel sind fordernd, und eines, ohne dass ich jetzt spoilern möchte, empfanden wir als unfair schwer, da die Größenverhältnisse in umgekehrter Relation standen. Es gibt aber zu jedem Rätsel auch 2 Tipps und eine Auflösung, wobei man diese nicht sofort nehmen sollte, ein wenig Überlegen hilft oft, um die Lösung doch selbst zu finden. Manchmal muss man aber noch abwarten, da einem noch etwas fehlt, um das Rätsel zu lösen. Eines kann man getrost sagen, sie waren alle unterhaltsam und haben viel Spaß gemacht. Die Escape Game Atmosphäre kam wirklich gut rüber.

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis beginnt für die Spieler wie in einem klassischen Horrorfilm. Die Spieler sind Forscher in einer Polarstation. Plötzlich geht der Alarm los und die gesamte Station wird evakuiert. Leider hat man das Spieler-Team dabei vergessen. Sie erhalten die Information, dass die Station mit einem codierten Verriegelungs-Programm abgeschottet wurde. Die Spieler haben nur wenig Zeit, um den Code für das Verriegelungsprogramm zu knacken, denn da draussen lauert ein schreckliches Monster.

Bei „EXIT – Das Spiel“ entdecken die Spieler mit etwas Kombinationsgabe, Teamgeist und Kreativität nach und nach immer mehr Gegenstände, knacken Codes, lösen Rätsel und kommen der Freiheit Stück für Stück näher. Dabei müssen auch ungewöhnliche Wege beschritten werden. So darf das Material geknickt, beschriftet oder zerrissen werden. Auch ist nicht immer ersichtlich wie man die Rätsel löst. Man braucht daher ein wenig Geduld, muss die Texte genau durchlesen und ein wenig um die Ecke denken. Meist ist es auch so, dass den unterschiedlichen Leuten andere Rätsel mehr liegen und so kommt man als Team gut voran.

Es beginnt mit einer der Rätselkarten und dem ersten Rätsel. Wenn man glaubt das Rätsel gelöst zu haben, stellt man den Wert bei der Decodier-Scheibe ein und erhält dafür die Information, welche der durchnummerierten Rätselkarten man nehmen muss. Dadurch erfährt man, ob es weitergeht oder ob man sich geirrt hat. Lag man richtig, gibt es in der Regel die nächsten Rätselkarten, bis man Ende den Code erhält um das Labor zu verlassen.

Es war unser zweites Spiel aus der Exit-Reihe. Es war schwerer und wir haben diesmal mehr Tipps benötigt als beim ersten Spiel, wobei man eingestehen muss, dass wir bei 2 Rätsel einfach viel zu früh aufgegeben haben, wir hätten sie doch lösen können. Da ärgert man sich ein bisschen, weil die Chance ist natürlich vorbei, da sich das Spiel nur einmal spielen lässt. Ein Rätsel empfanden wir aber als unfair schwierig. Dennoch war es unterhaltsam und es machte viel Spaß gemeinsam zu rätseln.

Ein Manko ist jedoch, dass man jedes Spiel dieser Reihe nur einmal spielen kann, da man die Rätsel kennt und sie daher für ein zweites Spiel keine Herausforderung mehr darstellen. Es wäre sehr schön gewesen, wenn man das Spiel so gestaltet hätte, dass man zumindest 3 Rätselabenteuer bekommt, so ist es nach einmal spielen schon wieder vorbei. Aber das eine Mal macht sehr viel Spaß und eignet sich durchaus auch als rätselhaftes Partyspiel. Natürlich ist auch ein Rätselheft, wenn es ausgefüllt wurde, nicht mehr neu benutzbar.

Die Anzahl der Spieler ist mit 1 bis 6 Spieler angegeben. Es können natürlich auch mehrere mitraten, aber es verliert sich in größeren Gruppen ein wenig, da man die Rätsel meist löst, bevor der letzte Mitspieler das Rätsel überhaupt näher anschauen kann. Außerdem ist es schwierig, dass sich alle Spieler alle Karten ansehen, während 2-3 Leute bereits über den Karten grübeln. Mit einer Spieleranzahl von 3-5 Spielern lässt es sich am besten knobeln.

Lustig ist das Auswertungsschema am Schluss, bei dem man eine Sterneanzahl zwischen 0 bis 10 erreichen kann, um zu sehen wie gut man war. Das ist abhängig von der Zeit, die man gebraucht hat und der Anzahl an Hilfskarten, die man genommen hat. Wir haben bei unserem Test 5 Sterne erreicht, nachdem wir 5 Hilfskarten genommen hatten, wobei zumeist die jeweils ersten Hilfskarten uns nur aufzeigten was wir schon wussten. Erst die zweite Karte gab uns eine Hilfestellung und nur bei einem Rätsel haben wir die Lösungskarte benötigt.

EXIT – Das Spiel: Die Station im ewigen Eis wurde vom deutschen Ehepaar Inka und Markus Brand erfunden, welche gemeinsam über 40 Spiele veröffentlicht haben und dafür mit zahlreichen Preisen geehrt wurden. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Spiele Village und Burg der 1000 Spiegel. Sie haben auch die Exit Reihe für den Kosmos Spieleverlag konzipiert, darunter auch Die verlassene Hütte.

Exit: Die Station im ewigen Eis erschien im Mai 2017 beim Kosmos Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern 82 Minuten für eine Partie benötigt.
84 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein überraschend spannendes Spieleerlebnis
die Rätsel sind durchaus knifflig
es hilft ab und ab um die Ecke zu denken
Negatives
das Spiel selbst ist nur ein einziges mal spielbar
für Logik Füchse und Rätsel Profis sind Rätsel fast zu leicht

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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