EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express

| 24. Dezember 2017 | 0 Comments

Es ist das Jahr 1905 und die Spieler fahren im Orient-Express von Paris nach Konstantinopel. Doch dann wir eines Morgens die Leiche des Passagiers Edgar Ratchington entdeckt und Meisterdetektiv Achilles Pussot ist spurlos verschwunden. Also liegt es nun an den Spielern den rätselhaften Mord aufzuklären und den Mörder zu entlarven, aber beeilt euch, denn die Zeit läuft!

Exit - Das Spiel: Der Tote im Orient-Express - Cover

Exit – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express – Cover, Rechte bei Kosmos Spiele

EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express von Inka und Markus Brand erscheint beim Kosmos Verlag und zählt zu den sogenannten Escape Games. Dabei müssen bis zu 6 Spieler mehrere Rätsel lösen, um den Mörder eines Passagiers der Orient-Express zu entlarven, bevor dieser Konstantinopel erreicht. Dabei hat man nichts außer der eigenen Intuition, Logik, Kombinationsgabe und ein paar Hilfsmitteln wie Schere, Bleistift und Papier.

Ein großes Manko bei diesen EXIT Spielen ist jedoch, dass man sie nur einmal spielen kann. Hat man sie einmal durch kennt man die Rätsel, außerdem muss das Spielmaterial teilweise bemalt, zerschnitten oder gefaltet werden, um zur richtigen Lösung zu kommen. Teilweise wünscht man sich da schon, dass zumindest mehr Rätselabenteuer in der Box sind, oder dass es die Karten, die man kaputt machen muss zum Nachbestellen gibt.

EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express beginnt damit, dass die Spieler im berühmten Orient-Express reisen. Doch dann passiert ein Mord und alle Passagiere geben an ein Alibi für die Nacht zu haben. Nachdem der mitreisende Meisterdetektiv Achilles Pussot nicht aufzufinden ist, bleibt es nun an den Spielern den Mord aufzuklären und die richtige Person der Polizei in Konstantinopel zu übergeben. Zumindest ein paar Notizen finden die Spieler in Pussots Abteil, doch dann sind sie auf sich alleine gestellt.

Wir haben schon über mehrere EXIT-Spiele berichtet.

Zunächst werden die Rätsel-, Lösungs- und Hilfe-Karten sortiert. Dann nimmt man das Buch, ein kleines Notizbuch von Pussot und sucht die ersten Hinweise, mit denen man die erste Rätselkarte erhält. Außerdem bekommen sie nun die Decodier-Scheibe, mit der man die Lösung der Rätsel überprüft. Hat man sie richtig führt einen das zu Zusatzmaterial und weiteren Rätselkarten. Eine Besonderheit dieses Spieles ist es, dass es zusätzlich 6 Abteile gibt, die man erst öffnen darf, sobald man den entsprechenden Hinweis gefunden hat. Außerdem ist gegen Ende die Kombinationsgabe und Aufmerksamkeit der Spieler besonders gefragt, wenn es darum geht, schlussendlich den Mörder zu entlarven. Da kann es durchaus passieren, dass man die falsche Person verdächtigt. Passiert einem das, bekommt man weniger Sterne in der Wertung, doch es gibt netterweise auch Informationskärtchen, welche nicht zur Wertung gehören und den Spielern anschließend erklären, was die richtige Lösung gewesen wäre und warum.

Exit - Das Spiel: Der Tote im Orient-Express - Spielmaterial

Exit – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express – Spielmaterial, Rechte bei Kosmos-Spiele

Bei unserem Spiel haben wir zunächst einmal recht flott begonnen. Die ersten Rätsel waren schnell gelöst und unsere Motivation entsprechend hoch. Doch dann gab es natürlich auch immer wieder etwas kniffligere Rätsel. Es zahlt sich aus die Hinweistexte genau durchzulesen und kurz mal zu überlegen, was damit gemeint sein könnte. Im Prinzip werden bei diesem Spiel viele Hinweise gegeben, man muss sie nur entziffern können. Besonders gut haben uns auch die vielen Abteile gefallen und dass es kein EXIT-Spiel ist, bei dem man schon wieder eingesperrt wird und entkommen muss, sondern dass man eben einen Mörder zu fassen versucht. Bei der schlussendlichen Entscheidung gilt es die kleinsten Hinweise und Details im bereits gefundenen Spielmaterial zu entdecken, um den wahren Mörder zu finden.

Wir haben zu dritt gespielt, was eine ganz angenehme Größe zum Lösen dieser Fälle ist. So kann sich jeder beschäftigen und etwas zur Lösung beitragen. Wir hatten im Prinzip das Gefühl im Großen und Ganzen recht flott gewesen zu sein, waren dann aber schon sehr überrascht, dass die Zeit knapp über 120 Minuten angezeigt hat. Die Wertung hingegen hat eine Unterteilung von unter 60, unter 75, unter 90 und über 90 Minuten. Wir haben uns also schon auch gefragt, wie man das Spiel in dieser Zeit schaffen soll. Wir haben uns aber auch nur 2 Hilfekarten genommen, als wir wirklich nicht weitergekommen sind. Ich denke das war wohl auch ein Grund, warum wir länger als auf der Spielschachtel angegeben, gebraucht haben. Wenn man ebenfalls wie wir vorgehen will, sollte man also mehr Zeit einrechnen, als die 90 Minuten.

Generell werden bei Kosmos Spiele drei unterschiedliche Level für diese Exit Spiele unterschieden, Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Dabei geht es um die Schwierigkeit der Rätsel und darum, wie viel Escape-Erfahrung man bereits haben sollte. Bei den Einsteigern wird noch mehr vom Spielprinzip erklärt als bei den anderen Levels und Hinweiskarten weisen mehr auf Spezialitäten dieses Genres hin. Das vorliegende Spiel ist ein Profi-Level Spiel, ist also nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Rätselfüchse werden aber ihren Spaß damit haben.

EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express ist für 1-4 Spieler ab einem Alter von ungefähr 12 Jahren geeignet und wurde vom deutschen Ehepaar Inka und Markus Brand erfunden, welche gemeinsam über 40 Spiele veröffentlicht haben und dafür mit zahlreichen Preisen geehrt wurden. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Spiele Village und Burg der 1000 Spiegel.

EXIT – Das Spiel: Der Tote im Orient-Express erschien im Oktober 2017 beim Kosmos Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern 120 Minuten für eine Partie benötigt.
95 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
schön designtes Spielmaterial
wirklich knifflige Rätsel
Erkärung wenn man falschen Verdächtigen übergibt
sehr unterschiedliche Rästel
sehr kurzweilig und spannend
Suche nach einem Mörder mal was anderes
Negatives
nur einmal spielbar
Zeitangabe etwas optimistisch
muss schon sehr gut bei Täterfindung aufpassen

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Category: Brettspiele, Spiele

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Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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