ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball

| 8. Juni 2019 | 0 Comments

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball mit dem Konzept und den Texten von Joseph Felix Ernst, Sebastian Frenzel, Laura Jacobi, Philip Krömer und Michael Meinke zählt zu den sogenannten Escape Room Games, bei denen die Spieler Rätsel lösen müssen und Geheimnisse lüften. Inmitten des Maskenballs ist der Gastgeber, Henrik de Graaf verschwunden. Eben war er noch auf seinem Maskenball unterwegs und plötzlich war er weg!

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball, Rechte bei homunculus verlag

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball ist das erste Spiel einer geplanten neuen Reihe von Escape Room Games, welche in einem gemeinsamen Universum spielen. Es ist ein spannender Auftakt und ein geheimnisvoller Kriminalfall, mit einer kleinen Gruppe von Verdächtigen. Der Ansatz ist nett, vor allem auch dass man den Schwierigkeitsgrad dadurch festlegt, wie man die Größe seines Ermittlerteams festlegt. Jedes Mitglied liefert bis zu einem halben Dutzend Bonusinformationen. Je größer das Team ist, desto geringer ist der Schwierigkeitsgrad. Zumindest zwei Mitglieder benötigt das Team. Leider gibt es in der Erklärung keine Übersicht wie schwer das Spiel ungefähr mit wie vielen Ermittlern ist. Eine Aufschlüsselung wäre da gut gewesen. Nett ist auch, dass man schlussendlich eine wichtige Entscheidung treffen muss und man ist schon ziemlich gespannt wie die große Geschichte, der Metaplot, weiterverlaufen wird.

Die Spielregeln werden vereinfacht dargestellt. Es beginnt mit einer der Karten und dem ersten Rätsel. Wenn man glaubt das Rätsel gelöst zu haben, wählt man die richtige der durchnummerierten Karten. Dadurch erfährt man, ob es weitergeht, oder ob man sich geirrt hat. Leider gibt es, im Gegensatz zu anderen Escape Room Games, kaum Fehlerkarten. Man erkennt nur daran, dass der Text in keinem Zusammenhang mit der aktuellen Situation steht, dass man falsch gelegen hat. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist sehr unterschiedlich. Einige sind recht schwer, doch die meisten sind recht einfach zu bewältigen, einige erstaunlich schwach.

In ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball entdecken die Spieler mit etwas Kombinationsgabe, Teamgeist und Kreativität nach und nach immer mehr Hinweise, knacken Codes, lösen Rätsel und kommen dem Täter Stück für Stück näher. Leider ist nicht immer ersichtlich wie man die Rätsel löst. Man braucht daher ein wenig Geduld, muss die Texte genau durchlesen und ein wenig um die Ecke denken. Meist ist es auch so, dass den unterschiedlichen Leuten andere Rätsel mehr liegen und so kommt man als Team gut voran. Außerdem gibt es auch noch ein beiliegendes Heftchen mit Tipps, in dem man nachsehen kann, wobei es unterschiedliche Stufen an Tipps gibt.

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball bietet auch eine App an, die absolut notwendig für ein Rätsel ist, also um das Spiel zu spielen. Was störender ist, ist jedoch, dass man auch eine Telefonnummer anrufen muss. Das ist etwas nervig, wenn es sich dabei um keine österreichische Telefonnummer handelt. Angenehm ist, dass man nicht wirklich etwas zerstören muss, bzw. zerstörte Elemente zusammensetzbar oder erneut downlaodbar und ausdruckbar sind. Die sehr stimmigen Illustrationen stammen von Benjamin Urban, das Spiel selbst stammt von Joseph Felix Ernst, Sebastian Frenzel, Laura Jacobi, Philip Krömer und Michael Meinke.

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball erschien im November 2018 beim homunculus verlag. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern 87 Minuten für das gesamte Spiel benötigt.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
den Schwierigkeitsgrad wird durch die Teamgröße festgelegt
es ist der Auftakt einer spannenden Spielreihe
das Spiel ist sehr gut wiederspielbar
das Design ist sehr stimmungsvoll gehalten
nette Rätsel & nette Story
Negatives
man braucht eine App für das Spiel
man wird durch Fehler gespoilert
die Rätsel sind zum Teil viel zu leicht geraten
keine Aufschlüsselung zum Schwierigkeitsgrad

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Category: Brettspiele, Spiele

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Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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