Die Vermessung der Welt

| 22. Oktober 2012 | 2 Comments

Mit Die Vermessung der Welt ist einer der bekanntesten Romane der letzten Jahre verfilmt worden und dazu auch ein als schwierig zu verfilmender Roman. Ob es Detlev Buck dennoch gelungen ist? Schauen Sie sich das an und lesen Sie weiter.

Vermessung der Welt

Filmplakat Vermessung der Welt; Rechte liegen beim Verleih

An den Film habe ich, nachdem ich das Buch geradezu verschlungen habe, große Erwartungen gesetzt. Vor allem der Trailer schien einen Bilderrausch der Natur zu versprechen. Nun das konnte er nicht einhalten, nicht dass die Landschaften nicht beeindruckend in Szene gesetzt wurde, aber aufgrund der Vielzahl der Reisen wechseln die Szenen sehr schnell und der Film setzt einen Fokus auf die unterschiedlichen Lebenswege der beiden Männer, wenngleich der Roman einen Tick philosophischer, nachdenklicher und geruhsamer ist. Dennoch ist es ein toller Film der unterhält, der vorzügliche Charaktere aufzuweisen hat und der einen sehr eigenwilligen Stil hat.

Die Vermessung der Welt ist die Verfilmung des Romans über die fiktive Biographie von Daniel Kehlmann über den Mathematiker Carl Friedrich Gauß und den Naturforscher Alexander von Humboldt. Regie führte Detlev Buck, welcher unter anderem bei „Männerpension“ Regie führte, und den Film „Sonnenallee“ produzierte. Bei vielen seiner Filme ist er als Regisseur und/oder Produzent tätig und verfasste auch das Drehbuch. Außerdem trat er in über fünfzig Filmen als Darsteller auf.

Während Naturforscher Humboldt die Enge seiner Heimat hinter sich lässt und in ferne Länder reist um die Welt zu vermessen, legt der Mathematiker Carl Friedrich Gauß unendliche Weiten in seinem Kopf zurück und vermisst mit Hilfe der Mathematik die Welt. Erst gegen Ende des Films treffen sich die beiden Größen und am Schluss ist selbst Humboldt sich nicht sicher wer von ihnen beiden mehr von der Welt gesehen hat.

Die beiden deutschen Wissenschaftler werden von Florian David Fitz, welcher den herrlich queren Carl Friedrich Gauß spielt und Albrecht Schuch, welcher als Alexander von Humboldt in Erscheinung tritt, gespielt. Auch die Nebenrollen sind mit Georg Friedrich als Sklavenhändler oder Karl Markovics als Lehrer Büttner sehr passend besetzt.

Wir haben den Film in der deutschen Fassung gesehen und er spielt ab 25. Oktober 2012 in den heimischen Kinos.
58% / 100 Wertung
WeltenraumWertung
Positives
hervorragende Besetzung der Nebenrollen
Kern der Geschichte wurde gut getroffen
tolle Hauptdarsteller
beindruckende Bildsprache
Negatives
erwartete Bildersprache kam nicht ganz so
Für die Länge des Buches ist der Film zu kurz geraten

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Category: Filme, TopPost

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

Comments (2)

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  1. avatar Egon sagt:

    Ja, ich war auch dezent enttäuscht, aber das Buch ist einfach auch gewaltig, so gesehen, hat es Herr Buck schon fabelhaft hinbekommen.

  2. avatar Frau Maier sagt:

    Die Charakter auf den ersten Blick wirken wohl zu überzeichnet, aber beim genaueren Hinsehen kratzen die Umstände an ihren Fassaden – plötzlich entdeckt man ernste, tragische, verzweifelte und ziemlich normale Seiten an ihnen.

    Dann wird es menschlich, ohne dass der Film in furchtbaren Kitsch abrutscht. Bekanntere Schauspieler hauchen auch den Nebenrollen ordentlich Charakter ein.

    Hier und Da verliert man den Faden der Handlung, manche Bettszenen geraten etwas zu langatmig, manch Gauß’scher Höhenflug wirkt zu forciert, und manche Szenen erschließen sich nur durch die Lektüre des Buches (der Hund!). Aber der Film bleibt schwungvoll, abwechslungsreich und überraschend.

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