Die Schlachten von Westeros

| 25. März 2013 | 5 Comments

Die Schlachten von Westeros, ist ein Brettspiel vom Heidelberger Spieleverlag für zwei Spieler, welche die Konflikte zwischen dem Haus Lannister und dem Haus Stark aus dem bekannten Romanzyklus „Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin nachstellen und den Ausgang der Schlacht neubestimmen können.

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Schlachten von Westeros, Rechte beim Verlag

Die Schlachten von Westeros zeigen, dass man auch verdammt gute Nebenprodukte zu einer Marke, wie eben Lied von Eis und Feuer, machen kann. Das Regelsystem ist durchdacht, und das Spiel atmet die Atmosphäre dieser großen Fantasyromanserie. Die Schlachten waren auch bei uns zumeist bis zur letzten Runde spannend und haben sich oft erst in dieser Runde, oder in der davor entschieden. Am Anfang haben wir auch gelernt, wie kostbar die Kommandanten sind und wie schmerzlich ihre Gefangennahme ist. Das Spiel macht Spaß und ist spannend, die Spielzeit bleibt dabei auch schön übersichtlich, sodass man sich nicht gleich einen ganzen Nachmittag Zeit nehmen muss, sondern auch mal ruhig am Abend spielen kann. Für Fans vom Lied von Eis und Feuer und von Freunden von taktischen Spielen ist es perfekt geeignet

Zum bekannten Fantasyromanzyklus „Das Lied von Eis und Feuer“ (A Song of Ice and Fire) von George R. R. Martin, sind zahlreiche Nebenprodukte erschienen. Neben der bekannten TV Serie gibt es auch Comics, Bücher, Computergames und auch zwei gute Brettspiele. Während man bei „Der Eiserne Thron“ den Fokus auf die politischen Entscheidungen und die Intrige legt, handelt Die Schlachten von Westeros von den Kämpfen der Häuser um das Schicksal von Westeros.

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Schlachten von Westeros, Rechte beim Verlag

Im Grundspiel finden sich die Armeen von zwei, von den insgesamt sieben großen Häusern Westeros, das Haus Lannister und das Haus Stark. Weitere Armeen und Verbündete gibt es in diversen Erweiterungen, die laufend zum Grundspiel erscheinen. Im Grundspiel finden sich über 138 detailgetreue Plastikminiaturen und -aufsteller, 110 Karten, ein doppelseitig bedruckter Spielplan und 32 Spielplanauflagen. Die regeltechnische Basis des Brettspiels bildet das bekannte Strategiespiel Battlelore, welches mit vielen Spielmechanismen verfeinert wurde, um die typischen Eigenheiten von Westeros, das ist der Name des Kontinents auf dem die Fantasy Saga hauptsächlich spielt, einzubeziehen. Die Ausstattung ist sehr umfangreich geworden, wobei die Qualität der Base bzw. der Zapfen bei den Figuren, welche man in die Base steckt nicht sehr hoch ist. Da mussten wir fast ein Drittel aller Figuren ankleben, damit sie nicht wieder rausrutschen. Die Regeln sind naturgemäß sehr umfangreich und widmen sich auch Detailfragen, sind aber gut aufbearbeitet und helfen einem wirklich. Die Feinheit des Brettspiels kristallisieren sich erst im Laufe der Zeit heraus, das Thema ist zu komplex um es bei einem ersten Probespiel zu erlernen. An der Reaktivierungsphase merkt man auch wie durchdacht die Spielregen sind, da jede Einheit eine Fahne, welche auf der einen Seite Schwarz und der anderen Weiß ist besitzt, und man abwechselnd die Farben verwendt. So braucht man nur mehr die Einheiten, welche man in der letzten Runde nicht bewegt hat, falls überhaupt, zu drehen und schon sind wieder alle Figuren aktiviert.

Das große Spielbrett ist doppelseitig mit Hexfeldern und Terrain bedruckt. Dazu gibt es zahlreiche Geländeplättchen, um nach den Vorgaben im Szenarioheft die landschaftlichen Besonderheiten, wie Hügel, Wälder, Häuser, Flussläufe, Brücken oder Furten des Schlachtfeldes abzubilden. Der Aufbau des Schlachtfeldes und aller Truppen und Truppenteile, Zustandsmarker, Auswahl der Karten, etc. dauert so rund 20 Minuten, am Anfang ein wenig länger. Die eigentlich Schlacht, abhängig vom Geschick der beiden Beteiligten ungefähr 45 bis 60 Minuten.

Während der Schlacht selbst befehligt man seine Truppen mit Kommandokarten oder mit Marker. Es kommen verschiedene Würfel zum Einsatz und die Kommandokarten gewähren zumeist einen speziellen Bonus auf den Angriff. Die beiden Kommandanten, zur Auswahlen stehen unter anderem bekannte Persönlichkeiten wie Robb Stark, Rickard Karstark, Jaime Lannister oder Gregor Clegane, welche vom Szenario vorgegeben werden, haben auch, je nach Szenario unterschiedliche Sonderfähigkeiten. Jede Runde teilt sich in 4 Phasen:

1. Reaktivierung: Jede Einheit wird wieder aktiviert

2. Organisation: Befehlsmarker auswürfeln und Kommandokarten ziehen

3. Kommando: Kommandomarker, Kommandokarten + Befehlsmarker abwechselnd einsetzen um Truppen zu bewegen und Aktionen, meist Angriffe durchführen.

4. Umgruppierung: Spielziel überprüfen, Siegpunkte überprüfen, Anzahl Befehlsmarker und Karten überprüfen-> man darf am Ende der Runde von beidem nur 1 haben! Während der Runde hat man kein Handkartenlimit.

Die Kämpfe werden mit verschiedenen Würfel ausgewürfelt. Es gibt also durchaus einen Glücksfaktor im Spiel, den man aber durch geschickte Taktik durchaus verkleinern kann. Man wählt grundsätzlich die angreifende Einheit und ein Zahl, bezahlt den Angriff mit seinen Marker, spielt gegebenenfalls die Taktik der Kommandeurskarte, setzt den Kampfanzeiger zwischen Angreifer und Verteidiger, würfelt den Angriff und dreht das Banner um, damit die Einheit als verbraucht markiert ist.

Die Schlachten von Westeros erscheint im Oktober 2010 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 2 Spielern (maximale Anzahl) für eine Schlacht ungefähr 45 bis 60 Minuten, exkl. Aufbau ca. 20 Minuten gebraucht.

Bewertung

PositivesNegatives

  • durchdachtes Regelwerk
  • spannendes Brettspiel
  • Lied von Eis und Feuer gut umgesetzt
  • es gibt bereits Erweiterungen
  • taktisch Anspruchsvoll

  • nur für 2 Spieler
  • die Einheiten sitzen zu locker auf dem Base

Rating
75%

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Als Bücherwurm geboren, liebe ich fast jede Gattung der Literatur und verschlinge Bücher zu jeder Tages- und Nachtzeit. F Ich freue mich bereits für Weltenraum mein Talent einsetzen zu können und unseren Lesern viele gute Bücher empfehlen zu können.

Comments (5)

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  1. avatar Markus sagt:

    „Die Schlachten von Westeros“ fügen dem „Ein Lied von Eis und Feuer“ Universum eine weitere interessante Komponente hinzu.

    Durch die Würfelkomponente kommt ein unberechenbares Detail hinzu, was ich aber als sehr stimmig empfinde, da es schon einmal einen sorgsam ausgefeilten Plan zunichte machen kann.

    „Die Schlachten von Westeros“ ein empfehlenswertes Fantasy-Brettspiel mit Fokus auf Strategie und Taktik.

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