Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier

| 16. Juni 2019 | 0 Comments

Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier von Gerhard Roth ist mehr als ein Krimi, oder die Erzählung über einen der in Italien lebt und liebt. Es ist auch mehr als ein Roman über einen, der das Leben sucht, oder einen Grund zum Leben. Außerdem es ist es mehr als ein Liebesroman und mehr als ein Blick zurück, um den Zeitpunkt zu finden, an dem wir den Pfad zu unseren Träumen verlassen haben. Es ist eine Summe daraus und noch mehr.

Buch Cover

Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier von Gerhard Roth , Rechte bei Fischer Verlag

Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier ist ein Buch, das man sich schnappen kann und der Handlung durch Venedig folgen kann. Man taucht ein, in die Stadt und spürt die enge Verbundenheit des Autors mit diesen Lagunen. Die erste Hälfte des Buchs hat einige Längen, danach nimmt es aber ziemlich an Fahrt auf, sodass man aufpassen muss, dass man nicht abgehängt wird, was auch übrigens bei den vielen Wanderungen durch die Stadt passieren kann, da verliert man den Autor auch ein wenig aus den Augen. Das Ende ringt einem dann aber doch ein Lächeln ab.

Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier handelt von dem Übersetzer Emil Lanz, welcher allein in einem Haus auf dem Lido von Venedig lebt und beschließt seinem eintönigen Leben ein Ende zu setzen. Auf der Suche nach einem guten Platz zum Sterben betrinkt er sich und schläft ein. Als er erwacht, beobachtet er einen Mord. Aber ist wirklich passiert was er gesehen hat? Oder ist sein Selbstmordversuch doch gelungen und er bewegt sich von nun an in einer anderen Dimension?

Als einziger Zeuge des Mordes gerät Lanz jedoch in höchste Gefahr. Er, der eben noch sterben wollte, will nur noch überleben und sieht die Welt wie nie zuvor. Welche Rolle spielt die rätselhafte Fotografin Julia Ellis, welche das tote Flüchtlingsmädchen am Strand? Ist die Wirklichkeit tatsächlich nur das, was wir wahrnehmen? Lanz nimmt es mit einem übermächtigen Gegner auf – dem Unsichtbaren.

Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, begann ein Studium der Medizin in Graz. Nach einigen Jahren im Rechenzentrum Graz wurde er 1972 Mitglied im Forum Stadtpark. Er veröffentlichte bisher im Laufe seiner Karriere zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus „Die Archive des Schweigens“. Er wurde auch mit zahlreichen Preisen geehrt, so 2016 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis.

Der S. Fischer Verlag wurde 1886 von Samuel Fischer in Berlin gegründet und zählt zu den bedeutendsten deutschen Verlagen für Belletristik. Seit 1962 gehört S. Fischer zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und bündelt ein Dutzend Verlage unter seinem Dach. Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier erschien im Original im S. Fischer Verlag.

Fotos: © Lillian Birnbaum und Fischer
Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier von Gerhard Roth ist seit April 2019 bei Fischer als Hardcover und ebook erhältlich.
80 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
man spürt die Verbundenheit des Autors mit Venedig
eine verrückte, aber durchaus unterhaltsame Geschichte die Geschichte ist sehr schwungvoll geschrieben
Negatives
die ersten Hälfte des Buches hat Längen
man kommt manchmal ins Schleudern

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Category: Bücher

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Als Bücherwurm geboren, liebe ich fast jede Gattung der Literatur und verschlinge Bücher zu jeder Tages- und Nachtzeit. F Ich freue mich bereits für Weltenraum mein Talent einsetzen zu können und unseren Lesern viele gute Bücher empfehlen zu können.

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