Die Gulli-Piratten: Der Schrecken der Kanalisation

| 16. Februar 2013 | 2 Comments

In Gulli-Piratten erbeuten 2 bis 5 Spieler mit Ihrer Mannschaft wertvolle Beute in den tiefen Kanälen voller Matsch und Müll. Nur die wagemutigsten fordern ihr Schicksal an Bord einer der legendären Pirattenfregatten heraus, um gewaltige Schätze, wie Fast Food-Reste und weggeworfene Spielzeuge zu erbeuten um eine wahre Legende unter den Gulli-Piratten zu werden?

GP

Gulli Piratten, Rechte beim Verlag

Gulli-Piratten ist ein harmlos wirkendes Brettspiel das aber verdammt knifflig ist und man sein ganzes taktisches Geschick benötigt um das Beste an Beute und damit Punkte rauszuholen. Zu erkennen welche Mitspieler auf welche Beute und vor allem welchen Bonus scharf sind ist sehr wichtig, sonst bleibt man am Ende auf viel Beute sitzen die man nicht zählen darf. Auch in der Basisversion ist das Spiel bereits sehr unterhaltsam und durchaus fordern, in der fortgeschrittenen Version wird der Komplexitätsgrad noch höher. Die Regeln bleiben aber angenehm übersichtlich so das dieses Spiel ab 10 Jahre zu empfehlen ist. Wir hatten großen Spaß und durch die Bonusmarker bleibt das Spiel spannend bis zum Schluss, da selbst wer viel Schätze erbeutet hat nicht automatisch auch gewonnen hat. Auch die Testspieler waren sich einig, mögichst bald wieder ein Schrecken des Kanals zu werden und Beute zu machen.

Der österreichische Spieleauto Andreas Pelikan, bekannt durch sein vielgerühmtes und ausgezeichnetes Brettspiel „Wie verhext!“ hat beim, für anspruchsvolle und qualitativ hochwertige Brettspiele bekannten Heidelberger Spieleverlag mit Gulli-Piratten seine neueste Kreation veröffentlich. Jeder Spieler ist ein Schrecken der Kanalisation und versucht mit seiner Mannschaft die richtige Kombination aus verschiedenen Schätzen zu erbeuten um den Sieg davon zu tragen.

GPS

Gulli Piratten Spielbrett, Rechte beim Verlag

Im Spielverlauf wird, im fortgeschrittenen Spiel zunächst eine 4köpfige Mannschaft aus den sechs verschiedenen Bewohner der Kanäle Ratten, Kröten, Schnecke, Waschbären, Wiesel und Kakerlake, welche jeweils ihre eigenen Besonderheit haben, in einer Piratenkneipe angeheuert. Die gierige Ratte darf später gleich zwei Schätze nehmen, der Waschbär verlangt eine Gebühr wenn man auf die Fregatte möchte, etc. Danach kann jeder Spieler mit den jeweiligen Karten sich einen Platz auf eine der drei verschiedenen Fregatten erkaufen. Sobald es einen Kapitän gibt, sticht in der nächsten Runde das Schiff in See den Kanal. Der Kapitän bekommt den Bonusschatz und einen weiteren der drei übrigen, danach wird in Reihenfolge der Mannschaft ausgesucht, wobei, bei vollem Schiff ein Spieler leer ausgeht, dessen Figur aber an Bord bleibt. Ziel des Spiels ist es möglichst viele Punkte zu erbeuten, aber für manche Schätze benötigt man andere Schätze wie Dosenöffner für Dosen, oder den Papagei für Teddybär oder Puppe und für andere bekommt man einen hohen Bonus die Krone bei den Burger, das Ketchup bei den Pommes. Das erfordert ein wenig Glück und viel taktieren und klugen Einsatz seiner Mannschaft.

Das Cover mag ein wenig abschrecken, aber die Ausstattung des Spiels ist grafisch ansprechend und witzig gestaltet. Der Spielinhalt besteht u.a. aus den verschieden Piratenfiguren, den Schiffskarten, drei Schiffen auf deren Rückseite die Kneipe abgebildet ist und die Beutekarte.

Wir haben bei unseren Testspielen mit 4 Spieler inkl. dem Lesen der Anleitung ca. 45 Minuten für eine Partie gebraucht.

Die Gulli-Piratten vom Heidelberger Spieleverlag erscheint im März 2012.

Bewertung

PositivesNegatives

  • taktisch komplex
  • auch bereits in der einfachen Version anspruchsvoll
  • sehr kurzweilig
  • liebevoll gestaltet

  • abschreckendes Cover
  • manche Aspekte ergeben sich erst während des Spielens

Rating
77%

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

Comments (2)

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  1. avatar Marci sagt:

    Echt süß sind die Gullipiratten schon ein sympathischer Haufen. Mit niedlichen Illustrationen auf den Pappbooten und Schatzplättchen. Das Spiel ist von vorne bis hinten detailverliebt und mich hat auch der Spielablauf überzeugt.

    Dass man das Spiel zusätzlich in einer vereinfachten und in einer verschärften Variante spielen kann, ist echt positiv.

    Ich empfehle diese putzigen Ungeziefer allen Spielern.

  2. avatar Barbara sagt:

    Muss ich unbedingt mal ausprobieren, klingt fein, aber das muss ich mit meinen Nichten spielen am besten, aber vorher vielleicht mal ausprobieren?

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