Destiny 2

| 15. September 2017 | 0 Comments

Ich laufe die Straßen entlang. Immer wieder stürzen Trümmer auf die Straße und die Lichtblitze der Waffen unserer Feinde schießen über mich hinweg. Die, welche sich mir in den Weg stellen, sind für meine Kinetik Waffe kein Problem. Ich komme auf einen offenen Platz. Die Feinde kommen in mehreren Wellen, aber ich warte auf den, auf den es ankommt – den Boss. Wir haben es gespielt.

Destiny 2, Rechte bei Activision

Destiny 2, Rechte bei Activision

Destiny 2 ist für alle Spieler eine Rückkehr, aber auch ein Aufbruch zu neuen Welten. Wie immer gilt es böse Aliens zu töten, schickes Equipment zu looten und Erfahrungspunkte zu kassieren. Aber das wäre dann doch zu kurz gegriffen, würde man es dabei bewenden lassen. Denn ein großes Manko des ersten Teils, eine Enttäuschung der Fans, hat man sich zu Herzen genommen: Die Story kann sich durchaus sehen lassen und verspricht einen spannenden und epischen Neubeginn. Es gibt ein paar Änderungen und grundsätzlich wurde an vielen Stellen geschraubt, so gibt es z.B. ein einfacheres Lootsystem, aber insgesamt gibt es weniger gravierende Änderungen, als ich es mir gedacht hätte.

Es gibt viele gute und vernünftige Verbesserungen, wobei mir die Simplifizierung des Lootsystem weniger gut gefällt und ich hoffe, dass daran noch gefeilt werden wird. Grundsätzlich ist vieles, was bereits gut war, in Destiny 2 übernommen worden. Was weniger gut war, oder von den Fans kritisiert wurde, wurde verändert. Was aber leider noch immer nicht wirklich gelöst wurde, ist die KI der Gegner, abgesehen von den Boss Gegnern. Auch die sind eher aufgrund ihrer Stärke und einfach durch die Masse der Gegner schwierig, sonst gibt es nur eine sehr geringe Herausforderung. Die Gegner stolpern eher auf einen zu, als dass sie taktisch geschickt vorgehen.

Eine geringere KI bedeutet auch dass eine Vielzahl an Gamern sich im Game bewähren können, aber gleichzeitig wird für eine kleinere Gruppe von Gamern die Herausforderung ein wenig schal. Aber das ist wohl nicht unbedingt ein Phänomen, welches sich nur auf Destiny 2 beschränkt. Es ist eher ein allgemeiner Trend, dass Games immer stärker an den Mainstream angepasst werden. Das macht jetzt aus Destiny 2 definitiv kein schlechtes Game, aber es ist eben ein Trend, der mir seit einiger Zeit auffällt.

Destiny 2 handelt von der letzten sicher Stadt der Menschheit, welche einer Invasions-Übermacht unter Ghaul, dem imposanten Kommandanten der Rotlegion der Kabale in die Hände gefallen ist. Er hat den Hütern der Stadt ihre Macht entzogen und die Überlebenden in die Flucht geschlagen. Du reist zu mysteriösen, unbekannten Welten unseres Sonnensystems und entdeckst ein Arsenal an Waffen und verheerenden neuen Kampffertigkeiten. Wenn du die Rotlegion besiegen und dich Ghaul stellen willst, musst du die verstreuten Helden der Menschheit wieder vereinen, damit ihr gemeinsam eure Heimat zurückerobern könnt.

Wir haben auch über den Vorgänger, Bungies erstes großes Game nach ihrer Halo Reihe, Destiny berichtet.

Für Veteranen wird der Beginn kein leichter werden. Auch wenn man seinen Charakter übernehmen kann, sieht man doch seine Welt und alles, was einem wichtig war, fallen. Aber als Ausgleich gibt es diesmal wirklich eine epische Story. Man erfährt, besser gesagt man erlebt direkt, den Untergang mit. Und der hat es durchaus in sich. Die Erzählung kommt ziemlich in Fahrt und man erlebt im wahrsten Sinne des Wortes den großen Fall mit. Und so beginnt eine epische Story, wenngleich es sich für viele Fans anfühlt, als würden sie das erste Destiny noch einmal spielen, aber damit tut man dem Game ziemlich unrecht. Auch sind die neuen Patrouillenmissionen zur Erkundung der Planeten durchaus gelungen.

Destiny 2 bietet das bereits aus dem ersten Teil bekannte Gameplay. Der Untergang der Stadt ist eine Art Tutorial, wobei wenig mehr als Laufen, Springen, Granate werfen, Waffe wechseln,.. erklärt wird. Grafisch ist Destiny 2 sehr gelungen. Bei unseren Tests war auch bei verschiedenen Multiplayer Sessions nichts von Freeze oder anderen Störungen bemerkbar. Der Sound passt zur Atmosphäre des Games und die Sprachausgabe wurde lokalisiert, wobei die deutschen Sprecher sehr gut sind. Die Story selbst lässt sich in ungefähr 10 bis 12 Stunden durchspielen, aber die große Stärke des Gams liegt darin, dass man gemeinsam auf Missionen geht.

Destiny 2, das Ego-Shooter Multiplayer Game, wurde von Bungie für den Publisher Activision entwickelt. Die US-amerikanische Softwareschmiede Bungie, Inc. wurde 1991 unter dem Namen Bungie Software Products Corporation von zwei Studenten an der Universität von Chicago gegründet, nämlich von Alex Seropian und Jason Jones. Zu den ersten Games gehörten die Myth-Games, weltweite Bekanntheit erlangten sie durch die Halo-Gameserie. Der Publisher Activision, welcher bereits 1979 in den USA gegründet wurde, zählt zu den ältesten Unternehmen seiner Branche. Mittlerweile zählt Activision Blizzard weltweit zu einem der umsatzstärksten Computer- und Videospiele-Konzerne und ist für seine großen Game-Erfolge wie z.B. Call of Duty oder Destiny bekannt.

Destiny 2 von Activision erscheint mit FSK 16 und ist ab 6. September 2017 für PlayStation 4 und Xbox One sowie ab 24. Oktober 2017 für Windows PC erhältlich. Wir haben das Game auf der PlayStation 4 mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
85 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die Story ist ziemlich episch geworden und wird gut präsentiert
gelungenes Gameplay wurde behalten, anderes wurde verbessert
grafisch ist das Game gelungen und es steckt voller Details
mit Freunden macht die Story am meisten Spaß
die Patrouillenmissionen sind eine sehr gelungene Neuerung
Negatives
Simplifizierung des Lootsystems ist weniger gut gelungen
die KI der Gegner ist schlecht geworden

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Category: Games, PS 4

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About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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