Das Versteck des Goldgräbers

| 22. Juni 2019 | 0 Comments

Das Versteck des Goldgräbers von iDventure / Alexander Krys und Darius Fischer ist ein Spiel des Exit Game Genres. Das bedeutet, die Spieler bekommen eine Schachtel voller Beweise und Hinweise und müssen den Fall lösen. Es ist ein unterhaltsames Partygame mit vielerlei Rätseln. Dazu braucht man noch ein Handy und schon findet man sich im Wilden Westen wieder, auf der Suche nach Gold und Reichtum.

Brettspielschachtel

Das Versteck des Goldgräbers, Rechte bei idventure / Asmodee

Das Versteck des Goldgräbers ist ein unterhaltsames und sehr rätselhaftes Abenteuer. Sehr nett ist, dass die Informationen gut aufgeteilt sind. So hatte oft jeder von uns etwas in der Hand, oder zwei haben dem dritten Spieler Informationen rausgesucht, die er denn zusammengesetzt hat. Von der App sind wir nicht ganz so überzeugt. Man darf sich bei der Antwort nicht vertippen und auch die Hilfe kam uns nicht ganz ausgereift vor. Aber es ist jetzt auch kein Problem mit der App zu spielen, ich vermisse nur den Mehrwert für mich als Spieler. Das Spiel selbst war sehr unterhaltsam und hat uns sehr gut gefallen.

Das Versteck des Goldgräbers spielt im Jahr 1849 und beginnt damit, dass man als der neue Sheriff Edward Lawson mit zwei mysteriösen Mordfällen konfrontiert wird, die erste Bewährungsprobe im kleinen Städtchen Goldtal. So gibt es viel zu rätseln und man muss drauf achten wer was getan hat, eine Art Bewegungsprofil erstellen, die richtigen Personen zuordnen und vieles mehr. Das Finale selbst fand bei den anderen Spielern Anklang, ich selbst fand es ein wenig mau. Für mich wirkte es zu aufgesetzt, zu gewollt, wobei die anderen es wiederum sehr gut fanden.

Das Versteck des Goldgräbers ist schnell verstanden. Man startet die App und bekommt die ersten Informationen und das erste Rätsel. Sobald man es gelöst hat und die Rätselfrage in der App beantworten kann, erfährt man wie es weiter geht, mit der Geschichte um die Mordfälle und mit dem Spiel selbst. Das nächste Rätselkuvert wird geöffnet und man macht sich wieder auf die Suche nach einer Antwort und zwar so lange bis man es geschafft hat, was in der Regel rund 90 Minuten dauert.

Das Versteck des Goldgräbers bietet gutes und abwechslungsreiches Spielmaterial und es gibt ein, zum Western-Thema passendes Artwork, wenngleich die Informationen diesmal ein wenig technischer wirken und grafisch nicht so aufwendig wie es bei Der unvollendete Fall von Holmes der Fall war. Auch sind die Rätsel weniger visuell, sondern setzen mehr auf logisches Denken. Das ist grundsätzlich weder besser noch schlechter, es sind eben andere Rätsel, wobei es durchaus eine Abwechslung innerhalb der beiden Spiele gibt.

Das Versteck des Goldgräbers hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad, auch wenn die ersten Rätsel recht leicht lösbar sind. Dafür hat sich das letzte Rätsel uns nicht ganz erschlossen. Sollte man nicht weiterkommen, kann man über die App Hilfe erhalten, bishin zur Auflösung des Rätsels. So ist es uns beim letzten Rätsel ergangen. Man kann sich also nicht verirren, aber natürlich ist die Herausforderung, dass man die Rätsel löst und das Spiel erfolgreich beendet. Aber falls man scheitert, oder auch um es mit anderen Leuten zu spielen, kann man jederzeit neu starten bzw. neu spielen.

Das Versteck des Goldgräbers erschien im April 2019 bei Asmodee. Wir haben bei unserem Test mit 3 Spielern rund 75 Minuten gebraucht, um den Fall richtig zu lösen.
75 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
die App bietet zwei Schwierigkeitsgrade
recht abwechslungsreiche Rätsel
man kann sehr gut zusammenarbeiten
man kann es jederzeit wieder spielen
Negatives
die App bietet wenig Mehrwert für den Spieler
der Gag im Finale ist eher mau

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Category: Brettspiele, Spiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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