Das letzte Bankett

| 28. Februar 2013 | 0 Comments

Das letzte Bankett ist ein großes Partyspiel für 6 bis 25 Personen vom Heidelberger Spieleverlag. Man schlüpft in die verschiedenen Rollen der Personen eines königlichen Hofes im Mittelalter und schließt sich verschiedenen Fraktionen an. Ein unterhaltsames Brettspiel ohne eigentlichem Brett, aber großem Unterhaltungswert für Personen die Spaß am höfischen Leben haben.

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Das Letzte Bankett, Rechte beim Verlag

Das Letzte Bankett und andere höfische Intrigen ist ein unterhaltsames Spiel, wenn mal die Bude voll ist. In der ersten Runde haben wir uns mal an das Spiel rangetastet, aber beim zweiten Mal geht es so richtig los und man kann das Spiel genießen. Es ist ein witziges Spiel und nimmt gewisse marginale Anleihen am Rollenspiel. Die Anleitung ist zwar gut geschrieben, aber man braucht ein, zwei Runden um für das Spiel das richtige Gefühl zu bekommen und den Ablauf zu verstehen. In der richtigen Runde ist es durchaus ein lustiges Spiel, da viel davon abhängt, ob man sich darauf einlässt die Charakter darzustellen. Andere Spieler könnten sich leicht ein wenig verloren fühlen. Positiv fällt aber auf, dass jeder Spieler bis zum Schluss dabei ist und seinen Spaß hat, da kein Spieler rausgeworfen wird oder während des Spiels ausscheiden kann. Dank des dem Spiel beiliegenden Szenariohefts bleibt das Spiel auch nach mehrmaligen Spielen immer noch spannend und frisch, da es durch die verschiedenen Szenarien und den vielen Charakterkarten zu immer neuen Konstellationen und Situationen kommt. Vor allem für größere Gruppen eignet sich das Spiel sehr und macht auch wirklich Spaß.

Das letzte Bankett wurde von der kleinen Berliner Spieleschmiede Gameheads erdacht und wird vom Heidelberger Spieleverlag verlegt. Hinter Gameheads stecken Oliver Wolf, Michael Nietzer und Britta Wolf, welche neben Das letzte Bankett auch weitere Spiele wie Bushido, Cop & Killer und Unter Geiern erfunden haben.

Jede Fraktion versucht bei diesem Spiel ihr Szenario Ziel zu erreichen. Oftmals müssen sie dafür einen bestimmten Spieler neben dem König platzieren. Dieser muss mit seinen Getreuen versuchen die Intrigen und Verschwörung gegen ihn aufzudecken. Zunächst wählt man eine der Charakterkarten, welche alle Infos bietet um diesen im Spiel darstellen und es werden Fraktionen gebildet. Jede Fraktion macht unter sich aus, welcher Spieler welche Aufgabe übernimmt und dann werden die Gegenstände verteilt. Die Spieler verteilen sich nun um einen Tisch und ihre Charakter müssen sich dem König vorstellen, nach dieser Vorstellungsrunde gibt der König das Zepter an den ersten Spieler und nun können diese verschiedenen Aktionen ausführen oder den König um seine Gunst bitten. Der König kann sie gewähren oder einen Vetomarker opfern. Sitzt jeder der Spieler wird die Runde gewertet, je nachdem wie gut die Fraktionen ihre Ziele erfüllt haben.

Der Inhalt, bestehend aus den großen Charakterkarten, verschiedenen Fraktionszeichen und den Markern für besondere Gegenstände ist von sehr hoher Qualität und zeichnet sich durch sehr schöne, graphisch gestaltete Spielmaterialien aus.

Das letzte Bankett erscheint im Dezember 2011 beim Heidelberger Spieleverlag. Wir haben bei unserem Test mit 9 Spielern für eine Runde ungefähr 30 bis 40 Minuten gebraucht.

Bewertung

PositivesNegatives

  • ideales Spiel für größere Gruppen
  • höfisches Flair
  • viel Gestaltungsmöglichkeiten für Spieler
  • schnell zu spielen

  • man muß sich auf das Spielprinzip einlassen
  • für klassische Spieler eher verwirrend

Rating
68%

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Category: Kartenspiele, Spiele, Würfelspiele

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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