City of Horror

| 29. November 2012 | 0 Comments

In City of Horror wird eine Kleinstadt von Zombies überrannt und die Bewohner kämpfen ums Überleben. Ein spannender Kampf oder wird hier einem das Hirn nur kalt serviert? Schauen Sie sich das an und lesen Sie weiter.

CoH

City of Horror, Rechte beim Verlag

City of Horror ist ein fieses aber sehr spannendes Spiel, das  viele taktische Möglichkeiten bietet und den Glücksmoment auf die Aktionskarten und die Zombieangriffskarten beschränkt. Besonders die Verhandlungen und kurzfristigen Bündnisse sind ein Highlight und spiegeln durchaus dieses Überlebenskampfgefühl während einer Zombieapokalypse wider. Die Charakter sind lustig und treffend gemacht, die Spezialfähigkeiten sind passend. Manche haben  auch Nachteile, wie die Blondine, welche mit ihrem Gekreische immer  Zombies anlockt. Die Wichtigkeit des Wasserturms als Möglichkeit den nächsten Zombieangriff vorher zu  sehen, sollte nicht unterschätzt werden. Ein hartes aber wirklich tolles Spiel, bei dem jeder Spieler sich selbst der nächste ist und versucht möglichst viele seiner Figuren zu retten.

Der belgische Spieleverlag Repos Production welcher mit 7 Wonders bekannt wurde hat dieses feine Zombiebrettspiel entwickelt, welches im deutschsprachigen Raum von Asmodee verlegt wird. Für Nicolas Normandon, welcher Spieleentwickler bei Ubisoft ist, stellt City of Horror seinen Ausflug in den Brettspielbereich dar.

CoH SB

City of Horror, Rechte beim Verlag

City of Horror spielt in einer namenlosen Stadt während der letzten vier Stunden, respektive Spielrunden bevor der rettende Helikopter eintrifft um alle Überlebenden, welche mit dem Gegenmittel versehen wurden zu retten.  Jeder Spieler spielt dabei eine Gruppe aus drei bis fünf Charaktern, die an Archetypen aus diversen Zombiefilmen erinnern und alle Spezialfähigkeiten  besitzen. Sieger ist derjenige, welcher am Ende des Spiels die meisten Punkte, zusammengesetzt aus seinen überlebenden Figuren, überzähligen Gegenmittel und Nahrungskonserven, hat. Das Spiel ist bereits gut mit 3 Personen spielbar, richtig spannend wird es aber mit 4 bis 6 Spielern. Eine Partie dauert rund 90 Minuten.

In der Stadt befinden sich Orte wie eine Bank, eine Kirche, ein Waffenlager, ein Krankenhaus, ein Wasserturm und eine Kreuzung. Ausgenommen bei der Kreuzung kann jeder Ort eine bestimmte Anzahl an Personen beherbergen und ermöglicht bestimmte Spezialaktionen. Per zufälligem Kartenziehen werden die Figuren der  Spieler über den Spielplan verteilt, in jeder Runde muss man sich bewegen und es kommen weitere Zombies ins Spiel, welche man mit Spezialkarten besiegen kann oder welche die Situationen ändern. Ab einer bestimmten Anzahl von Zombies wird ein Ort auf dem Spielplan angegriffen und alle dort mit Figuren vertretenden Spieler müssen abstimmen, welche der Figuren den Zombies in dieser Runde geopfert wird. Mit Aktionskarten können alle Spieler diese Abstimmung beeinflussen. Nach dem etwaigen Angriff wird über die Verteilung vorhandener Hilfsgüter abgestimmt. Eine Ausnahme stellt die Kreuzung dar. Auf dieser wird nicht abgestimmt, sondern es entscheidet ein Marker der weitergereiht wird, bis eine Figur einer vorhandenen Spielerfarbe geopfert wird. Nach der vierten Runde endet das Spiel und die Spieler mit geretteten Figuren dürfen ihre Punkte zusammenzählen um den Sieger zu ermitteln.

Wir hatten die deutsche Edition von City of Horror vom Asmodee zum testen und das Spiel ist ab 22. Oktober 2012 erhältlich.

Bewertung

PositivesNegatives

  • spannendes Gameplay
  • kaum zufallsabhängig
  • sehr taktisch
  • klischeehafte Charakter und passende Spezialfähigkeiten

  • die Zeichnungen ein wenig zu kindlich
  • wenn ein Spieler alle Figuren verliert, ist er aus dem Spiel draußen

Rating
83%

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Category: Brettspiele, Spiele, TopPost

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About the Author ()

Ich bin in der RPG Community unter dem Namen Kanzler von Moosbach bekannt und bin der Spielleiter ein kleinen, aber feinen Wiener Rollenspielgruppe. Ich spiele schon seit mehr als zwei Jahrzehnten verschiedene Rollenspielsysteme, einige wie Cthulhu schon seit Anfang an, andere wie Schattenjäger erst seit kurzer Zeit. Ich spiele dabei selbstgeschriebene Abenteuer, sowie auch Kaufabenteuer, halte mich in manchen Kampagnen sehr eng an den Kanon, bei anderen ändere ich die Systemwelt sehr stark nach meinem Geschmack und den Gruppenbedürfnissen ab. Ich habe kein spezielles Lieblingssystem, weil viele Systeme ihre Stärken und Schwächen haben und ich lieber diese für meine Abenteuer und Kampagnen nutzen möchte, als daraus ein "Lieblingssystem" für alle Gegebenheiten zu schnitzen. Seit einiger Zeit habe ich die Ehre auch für Weltenraum, dem österreichischen Magazin für Spiele, Film und Lesestoff, als Redakteur für Rollenspiele schreiben zu dürfen.

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