Chaos in der alten Welt

| 19. Juli 2013 | 0 Comments

Chaos in der alten Welt, ein Brettspiel, bei dem man als Chaosgott aus dem Warhammer Universium um die Vorherrschaft kämpft und versucht möglichst viele Länder aus der Alten Welt zu verheeren. Wird es ein epischer Kampf? Wir haben es getestet.

Chaos in der alten Welt Cover

Chaos in der alten Welt Cover, Rechte beim Heidelberger Spieleverlag und bei Fantasy Flight Games

Warhammer-Fans werden gleich beim Titel des Spiels hellhörig werden, schließlich kann man bei diesem Brettspiel, von Autor Eric M. Lang, das ab 12 Jahren geeignet ist, einen der vier Chaosgötter spielen. Diese sind Khorne, der Bluttgott und Schädelsammler, Nurgle, der Seuchenlord und Vater der Korruption, Tzeentch, der große Verschwörer und Wandler der Wege, Slaanesh, der Prinz von Vergnügen und Schmerz und Herr der Versuchung. Und auch das Schachtel- und Brettdesign verspricht viel. Es ist sehr bunt und aufwendig gestaltet und lässt so die Vorfreude auf das Spiel wachsen.
Der Spielplan zeigt die Karte der Alten Welt, also die Länder, die man versucht, möglichst in seine Gewalt zu bekommen. Dazu werden Spielkarten und Figuren gebraucht. Die Figuren sind für jeden Chaosgott unterschiedlich eingefärbt und stellen, abseits der Kultisten, auch unterschiedliche Monster bzw. Dämonen dar. Die Figuren sind wirklich gelungen und es ist einfach stilvoller, wenn Spezialfiguren auch wirklich speziell aussehen. Weiters bekommt jeder Spieler einen Machtbogen, auf dem die Fähigkeiten der Figuren abgedruckt sind.

Ziel des Spieles ist es natürlich, über die anderen Chaosgötter zu triumphieren und das meiste Chaos in der Alten Welt zu verbreiten. Doch wie funktioniert das? Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Jede Chaosmacht verfügt über ein eigenes Bedrohungsrad auf dem Spielbrett, wird dieses so oft gedreht, bis es „Sieg“ anzeigt, so hat diese Chaosmacht das Spiel gewonnen. Weiters kann man das Spiel gewinnen, indem  man mindestens 50 Siegpunkte sammelt oder indem 5 Regionen verheert, also vom Chaos eingenommen, sind. Außerdem endet das Spiel, wenn der Stapel der Alte-Welt-Karten erschöpft ist. Um in diesem Fall einen Sieger festzustellen, werden eine Reihe von Bedingungen in einer vorgegeben Reihenfolge abgearbeitet, die in der Beschreibung aufgelistet sind.
Um überhaupt so weit zu kommen, bedarf es natürlich sorgfältiger Planung und etwas Geschick. Die Runden selbst teilen sich in einzelne Phasen, nämlich die Alte-Welt-Phase, die Zugphase, die Beschwörungsphase, die Kampfphase, die Verderbnisphase und die Endphase
Hier sollen nun die einzelnen Phasen kurz beschrieben werden:
– Alte-Welt-Phase: Ereigniskarten werden aufgedeckt und deren Text ausgeführt.
– Zugphase: jeder Spieler zieht Karten von seinem Chaoskartenstapel, bis er eine gewisse Anzahl auf der Hand hat, bzw. so viele Karten, wie laut seinem Machtbogen vorgegeben.
– Beschwörungsphase: Mittels Machtpunkten, die am Machtbogen angezeigt werden, kann man seine Kreaturen beschwören und aufs Spielfeld setzen, oder am Spielfeld bewegen. Außerdem können Machtkarten ausgespielt werden. Dies ist die Phase, in der die wichtigsten Entscheidungen gefällt werden.
– Kampfphase: In allen Ländern, wo mindestens 2 unterschiedliche Spieler ihre Figuren haben, kommt es zum Kampf. Je nach Kreatur wird eine gewisse Anzahl an Würfeln geworfen, wobei 4-6 einen Treffer darstellt und man bei einer 6 weiterwürfeln darf.
– Verderbnisphase: es werden die Siegpunkte verteilt und Verderbnismarker gesetzt, außerdem wird geschaut, ob ein Land verheert ist, oder noch nicht. Dies ist der Fall, wenn eine gewisse Anzahl an Verderbnismarkern auf dem Land liegt. Außerdem werden nun die Bedrohungsräder von den Spielern weitergedreht, die gewisse Voraussetzungen erfüllt haben.
– Endphase: es wird kontrolliert, ob eine der Siegbedingungen eingetreten ist. Wenn nicht, folgt die nächste Alte-Welt-Phase.

Chaos in der alten Welt - Inhalt

Chaos in der alten Welt – Inhalt, Recht beim Heidelberger Spieleverlag und bei Fantasy Flight Games

Spielinhalt: 1 Spielbrett, 4 Bedrohungsräder (eines pro Chaosgott), 4 Sätze Verbinder aus Plastik für die Bedrohungsräder, 4 Machtbögen, 196 Pappmarker, 149 Karten, 5 Würfel, 45 Plastik-Gefolgsleute, 1 Spielregel

Wir haben das Spiel zu viert gespielt und es sind an sich auch genau 4 Spieler notwendig, um dieses Spiel wirklich gut spielen zu können. Die Spieldauer liegt bei 1-2 Stunden. Dass die 4 Chaosgötter sehr unterschiedlich sind, ist eine gute Sache, auch wenn es dadurch beim 1. Spieldurchlauf etwas schwierig ist, seine perfekte Strategie zu erkennen, denn jedem Chaosgott fällt eine Siegbedingung leichter als die anderen. Wenn man das erst mal weiß, kann man sich besser darauf konzentrieren. Allerdings werden die anderen Spieler dann auch gezielter diese Taktik boykottieren. Für Spaß ist auf jeden Fall gesorgt, denn die vier Chaosgötter werden gut dargestellt und kurze Allianzen in einzelnen Ländern führen zu interessanten Spielverläufen. Die Regel sind recht schnell verstanden und die Runden gehen flott voran und auch die Punkte sind, wenn man ein paar Runden gespielt hat, recht schnell vergeben. Warhammer Fans haben mit diesem Spiel sicher sehr viel Spaß, denn ihnen ist auch der ganze Hintergrund bekannt, aber auch Spieler, die Warhammer nicht kennen, finden sicher ihren Gefallen daran.

 

Chaos in der alten Welt vom Heidelberger Spieleverlag und Fantasy Flight Games erschien in der Neuauflage Februar 2012 und wir haben bei unserem Test mit 4 Spielern inkl. dem Lesen der Anleitung und dem Aufbau ca. 100 Minuten gebraucht.

Bewertung

PositivesNegatives
None

  • einzelne Götter in gewissen Bereichen fast übermächtig
  • nur gut genau zu viert spielbar

Rating
83%

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Category: Brettspiele, Spiele, TopPost

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Ich spiele schon immer gerne Spiele und lese gerne, wobei die Leidenschaft mit Brettspielen und Bilderbüchern schon in frühen Kindesjahren begann, sich dann zu erwachseneren Büchern und PC Games erweiterte, bis dann auch Filme und XBox Games dazu kamen. Außerdem mache ich gerne Musik, widme mich Pen&Paper Rollenspielen und besuche gerne Theater und Konzerte.

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