Bulletstorm: Full Clip Edition

| 21. April 2017 | 0 Comments

Den ersten Mutant trete ich in den Abgrund – Yeah Vertigo, den zweiten trete ich und schieß‘ ihm dabei den Kopf weg – Yeah, Kugel-Kick, den nächsten hol ich mir mit der Peitsche und trete ihn auf ein Gitter, das ihn aufspießt – Yeah Vodoopuppenkill! Dann renne ich der Horde entgegen, lade meinen Schuss und verwandle sie alle in blutige Knallbonbons. Ich bin Grayson Hunt. Ich bin gefährlich. Nehmt euch in Acht!

Bulletstorm - Full Clip Edition, Rechte bei Gearbox Publishing

Bulletstorm – Full Clip Edition, Rechte bei Gearbox Publishing

Bulletstorm: Full Clip Edition hat sich schon damals durch seine exzessive Gewalt und seine recht vulgäre Sprache aus der Masse der Shooter hervorgehoben. Das Game war so gewalttätig, dass man in Deutschland das Game indiziert und erst vor kurzem wieder freigegeben hat. Zum Glück halten wir in Österreich nicht so viel von solchen Aktionen und konnten schon damals frei zocken. Vom Gewaltgrad her bietet Bulletstorm nicht mehr unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal, aber das Skillshot System, bei dem man XP für besonders kreatives Töten bekommt, ist noch immer recht schräg und zeugt, wie das ganze Game, vom schwarzen Humor seiner Macher. Bei der Sprache, das Game wurde lobenswerterweise auch auf deutsch lokalisiert, ist der Grad an Schimpfwörtern noch immer recht hoch. Aber in beiden Fällen kann man dies in den Einstellungen entschärfen.

Eine Story ist spürbar vorhanden, sie ist sogar recht böse und mehr als nur eine Klammer für eine Gewaltorgie. Der Shooter nimmt sich aber angenehmerweise selbst nicht so ernst und man spürt das Augenzwinkern. Das Game begründete das Genre das Splatter-Slapstick-Shooters.

Das Abenteuer rund um den Alkoholiker und Ex-Soldaten Hunt macht noch immer sehr morbiden Spaß und wird auch nach längerer Zeit durch die gelungenen Boss-Kämpfe und die abwechslungsreichen Waffen nicht langweilig. Abgesehen von den Add-ons, welche nun inkludiert sind, gibt es eher nur marginale Änderungen, wie dass die Grafik aufpoliert wurde, ein paar kleinere Bugs wurde behoben, ein paar Achievments wurden angepasst, etc.

Bulletstorm: Full Clip Edition handelt von dem Ex-Soldaten Grayson Hunt, in dessen Rolle der Gamer schlüpft. Nach einer Bruchlandung auf einem verlassenen Urlaubsplanten ist die Antwort auf die Frage: Überleben oder Rache einfach. Rache! Grayson, das verbannte Mitglied der Elite-Killersoldateneinheit Dead Echo, ist mit seiner Crew auf Stygia gestrandet. Hier kann er sich endlich an dem Commander rächen, der für seine Misere verantwortlich ist, oder er schafft sein Team lebend von diesem Planeten.

Bulletstorm wurde bereits im Jahr 2011 für Xbox 360 und PlayStation 3 veröffentlicht. Die überarbeitete Full Clip Edition beinhaltet neben allen Bulletstorm-Add-Ons auch brandneuen Inhalt, den es nur in Full Clip gibt. Grafisch wirkt das Game recht frisch, immerhin zählte es damals grafisch zu den besten Games des Jahres 2011. Da ist es fast schade, aber auch verständlich, dass die Full Clip Edition nicht auch auf den aktullen Konsolen neue grafische Maßstäbe setzt. Schräg ist auch, als Vorbestellerbonus konnte man statt mit Grayson Hunt mit Duke Nukem spielen, mit seiner eigenen Stimme und neuem Text, leider wurde dieser Bonus, welcher auch als DLC zu kaufen ist, nicht auf Deutsch synchronisiert. Gerade bei Bulletstorm sind die deutschen Sprecher aber sehr gut und die Texte recht witzig.

Auch der Sound ist gut und die Waffen haben mächtig Wucht und klingen beeindruckend. Das Gameplay ist recht simpel: man tritt Gegner oder Gegenstände, läuft oder rutscht ihnen entgegen, holt sich mit der Peitsche, einer Allzweckwaffe, Gegner zu einem und schießt vor allem alles, was sich bewegt, tot. Zu Beginn werden diese Mechanismen nach und nach ins Game gebracht und es gibt ein paar erste Gegner um ein bisschen zu üben. Das Besondere ist, dass man seine Gegner auf möglichst immer neue und kreative Weise vom Leben in den Tod befördern muss, um möglichst wieviele XP zu kassieren, mit denen man sich Verbesserungen kaufen kann. Anbei ein paar dieser Skillshots.

Skillshot Punkte Beschreibung Deutsch
Graffiti

25

Einen Gegner töten, indem ihr ihn gegen eine Oberfläche tretet.
Shocker

100

Einen Gegner töten, indem ihr ihn in eine Stromquelle werft.
Pricked

100

Einen Gegner töten, indem ihr ihn in einen Kaktus werft.
Voodoo Doll

100

Einen Gegner töten, indem ihr ihn in scharfes Objekt werft.
Vertigo

50

Einen Gegner aus großer Höhe fallen lassen.
Afterburner

50

Einen brennenden Gegner töten.

Das Game bietet auch einen Multiplayer Part, das Herzstück ist aber eindeutig die Singleplayer Story. Für die Story selbst braucht man ungefähr 15 bis 20 Stunden. Daneben gibt es noch 30 Wettkampf- und 12 Coop-Multiplayer-Karten, auf denen man sich in verschiedenen Modi behaupten kann. So kann man gegen Horden von Gegner kämpfen, bis man stirbt, oder im Team mit anderen Spieler Missionen erfüllen.

Bulletstorm: Full Clip Edition, ein Science Fiction Ego-Shooter, wurde von Gearbox Publishing für die aktuelle Konsolengeneration herausgebracht. Der polnische Gamesdeveloper wurde 2002 gegründet, nach einer mehrjährigen Episode unter Epic Games, bei der auch Bulletstorm ursprünglich entwickelt wurde, geht das Studio seit ca. 2 Jahren wieder eigene Wege. Gearbox Publishing wurde 1999 als Gamesentwicklungsstudio gegründet und hatte mit Half-Life ihren großen Durchbruch, später wurden sie für ihre Borderland Games bekannt und sind seit einiger Zeit auch als Publisher tätig.

Wir haben Bulletstorm: Full Clip Edition auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet. Das Game von Gearbox Publishing ist ab 7. April 2017 für PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.
82 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
ein echt böser Ego-Shooter mit schwarzem Humor
das Game nimmt sich selbst nicht ernst
das Skillshot System ist durchaus kreativ
Gewalt und vulgäre Sprache können optional reduziert werden
das Game wurde vollständig auf Deutsch lokalisiert
Negatives
grafisch merkt man dem Game sein Alter ein wenig an
der Multiplayer Part ist nicht besonders gelungen
zur X360 Version gibt es kaum merkliche Unterschiede

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Category: Games, Xbox One

avatar

About the Author ()

Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.