Assassin’s Creed Unity

| 13. November 2014 | 1 Comment

Assassin’s Creed Unity ist der siebte Teil der Assassin’s-Creed-Reihe von Ubisoft. Die Softwareschmiede Ubisoft Montreal führt die Spieler diesmal nach Paris zur Zeit der französischen Revolution und bietet eine Fülle an Möglichkeiten und Abenteuern. Das Game erscheint exklusiv auf der neuen Konsolengeneration, der Playstation 4 und der Xbox One. Wir haben es gespielt.

Xbox One Cover

Assassin’s Creed Unity, Rechte bei Ubisoft

Assassin’s Creed Unity bietet eine wahre Fülle an neuen und alten Möglichkeiten und das inmitten der traumhaften und abwechslungsreichen Kulisse von Paris während der französischen Revolution. Noch nie sah ein Assassin´s Creed Game so blutig aus, noch nie war es so schön und zog einen so sehr in Bann. Man will gar nicht von Dach zu Dach hüpfen, rennen und springen, da die Straßen so lebendig brodeln, aber zum ersten Mal ist man auf den Dächern wirklich wesentlich schneller unterwegs als auf den überfüllten Straßen, denn die Menschenmassen machen einen deutlich langsamer. Die Story ist sehr gelungen und spannend und steht wieder stärker im Mittelpunkt, doch gleichzeitig schafft es Ubisoft aber nicht sich von alten Fesseln zu lösen und es gibt keinen wirklichen Neubeginn. Das Game wird auch von seinen Vorgängern stark beeinflusst, im Guten wie auch im Schlechten. Gut gelungen sind die Nebenmissionen, die regelrecht eine Geschichte erzählen und die einen erlauben, Paris sehr umfangreich zu erforschen, wobei das natürlich auch einfach so möglich ist. Generell gibt es eine fülle an Möglichkeiten die verschiedensten Abenteuer zu erleben. Man spürt den Atemhauch von Alexander Dumas während man mit einem Lied auf den Lippen zum Controller greift. „Le despotisme expirera, La liberté triomphera,….“ Die Grafik ist, bei all ihren Fehlern und Kinderkrankheiten, welche hoffentlich mit einigen Patches ausgemerzt werden, wunderbar.

Assassin’s Creed Unity verstrickt den jungen Arno in die Französische Revolution, welche das prächtige Paris in einen Ort des Schreckens und des Chaos verwandelt. Das Kopfsteinpflaster der Straßen färbt sich rot vom Blut gewöhnlicher Bürger, die es wagen, sich gegen die Willkür der Aristokratie aufzulehnen. Doch während sich die Nation zerfleischt begibt sich der Spieler auf ein außergewöhnliches Abenteuer, um die wahren Mächte hinter der Revolution zu entlarven. Die Suche führt ihn mitten hinein in einem rücksichtslosen Kampf um das Schicksal der Nation und macht ihn zu einem wahren Meister-Assassinen.

Assassin’s Creed Unity ist grafisch recht zwiespältig geraten, einerseits läuft es mit 900p bei 30 Bildern pro Sekunde, doch gerade auf überfüllten Strassen kann es zu Einbrüchen der Framerate kommen. Gleichzeitig bringen einen die Straßen von Paris zum Staunen, die Häuser, die Einrichtung, die vielen Menschen, die Lichteffekte, das Wetter, alles trägt so viel zur Stimmung bei. Aber auch die Dachlandschaft mit ihren unterschiedlichen Dächern, Kaminen, den rauchenden Schornsteinen und den offenen Fenstern durch die man quer durch ein Haus laufen kann, laden zum Staunen ein.

Assassin’s Creed Unity hat das Gameplay der Serie mit wenigen Ausnahmen beibehalten, die Steuerung ist dabei mit ihren kleinen Fehlern auch gleich geblieben. Der Kampf wurde zugunsten von Degenfechtereien, welche an die Musketiere erinnern, geändert. Arno muss im richtigen Moment, wenn der Gegnerbalken sich gelb verfärbt, den Angriff kontern. Auch hält Arno weniger aus als die Protagonisten der bisherigen Games. Mit Hilfe von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, von den Stiefeln bis zur Haube kann man aber seine Gesundheit oder auch Fähigkeiten wie Schleichen verbessern.

Die KI ist bis auf ein paar sehr grobe Schnitzer sehr gelungen. Auffällig ist, dass viele Gegner versuchen Arno einzukreisen und man daher gut auf seinen Rücken achten muss. Bei den Koop-Missionen, welche es statt dem Multiplayerpart aus dem vorhergehenden Teil gibt, kann man dabei gut Rücken an Rücken kämpfen. Die Spieldauer, ist äußerst umfangreich, für die Haupthandlung braucht man ca. 20 bis 25 Stunden, für eine 100% Synchronisation inkl. aller Nebenmissionen ist ein Vielfaches der Stundenanzahl notwendig.

Assassin’s Creed Unity wurde, wie auch die bisherigen Assassin´s Creed Games von Ubisoft Montreal entwickelt. Ubisoft Montreal wurden 1997 gegründet und ist neben der Assassin´s Creed Serie auch bekannt für die Entwicklung zahlreicher Titel der Splinter Cell, Prince of Persia und Rainbow Six Reihen. Der französische Publisher Ubisoft zählt zu den größten Gamesunternehmen weltweit.

Assassin’s Creed Unity von Ubisoft ist ab 13. November 2014 für die Xbox One und PlayStation 4 erhältlich. Wir haben das Game auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.

Bewertung

PositivesNegatives

  • eine umfangreiche und spannende Story
  • ein grandioses Paris
  • lebendige Straßen voller NPCs
  • gelungene Koop-Missionen
  • überzeugende Musketier-Kämpfe
  • detailverliebte Umsetzung der französischen Revolution

  • Performanceprobelem
  • noch immer hacklige Steuerung
  • nicht der erwartete Neubeginn

Rating
91%

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Category: Games, Xbox One

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Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

Comments (1)

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  1. Schaut nach ganz großem Kino aus!

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