A Cure for Wellness

| 23. Februar 2017 | 0 Comments

A Cure for Wellness von Regisseur Gore Verbinski ist ein deutsch-amerikanischer Mystery-Thriller, nach einem Drehbuch von Justin Haythe, basierend auf einer Idee von Gore Verbinski. In der Hauptrolle sieht man Dane DeHaan als ehrgeizigen Investmentbanker Mr. Lockhart, der in ein Sanatorium in den Schweizer Alpen geschickt wird, um den CEO der Firma zurück nach New York zu holen.

A Cure for Wellness, Rechte bei © 2017 Twentieth Century Fox

A Cure for Wellness, Rechte bei © 2017 Twentieth Century Fox

A Cure for Wellness beginnt recht gemütlich, fast ein wenig an die Verfilmung von Thomas Manns Der Zauberberg von 1981 erinnernd. Die Reise mit der Eisenbahn ist eine Reise in eine scheinbar andere Welt. Aber auch gleich am Anfang beginnt Gore Verbinski ein Spiel mit Schein und Realität, mit einem geheimnisvollen Brief. Dieses Spiel begleitet den Zuseher durch den ganzen Film.

Immer wieder wird man, gemeinsam mit dem zunehmend an sich zweifelnden Mr. Lockhart, welcher überzeugend von Dane DeHaan dargestellt wird, mit kleinen Wendungen konfrontiert. Dennoch ist die Auflösung dann zu spät und zu profan und lässt einiges an Fragen offen. Die sich ankündigende Verbindung zu Ereignissen die vor 200 Jahren stattgefunden haben, bringen zeitliche Lücken mit, welche nicht gut beantwortet werden. Dennoch ist es ein, vor allem in den ersten beiden Dritteln des Films, sehr spannendes Spiel mit Schein und Sein.

A Cure for Wellness handelt von einem jungen, ehrgeizigen Manager, welcher beauftragt wird den Vorstandsvorsitzenden der Firma von einem idyllischen aber mysteriösen „Wellness-Center“ zurückzuholen, das sich an einem abgelegenen Ort in den Schweizer Alpen befindet. Schon bald vermutet er, dass die wundersamen Anwendungen nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Als er beginnt die erschreckenden Geheimnisse aufzudecken, wird sein Verstand auf eine harte Probe gestellt, denn bei ihm wird die gleiche seltsame Krankheit diagnostiziert, die alle anderen nach Heilung verlangenden Gäste dort festhält.

A Cure for Wellness lebt einerseits von Mr. Lockhart und seinem Widerpart, dem freundlichen Dr. Volmer, sehr überzeugend dargestellt durch Jason Isaacs. Isaacs legt den Doktor freundlich und zuvorkommend an, er hat immer das Wohl seiner Patienten im Auge. So ist vor allem in der ersten Hälfte des Films die Frage offen, ob er Helfer, Heiler oder Bösewicht der Geschichte ist. Für kleine Gruselmomente sorgt auch immer die eisige Schwester Greta, gespielt von Judith Hoersch.

A Cure for Wellness ist für den US-amerikanischen Regisseur und Drehbuchautor Gore Verbinski sein bereits zehnter Spielfilm. Bekannt wurde er vor allem für die ersten drei Filme der Pirates of the Caribbean Filmreihe, aber bereits ein Jahr zuvor schaffte er mit dem US-amerikanischen Remake des japanischen Horrorfilms The Ring den großen Durchbruch. Mit A Cure for Wellness kehrt er wieder zum Genre seines großen Erfolges zurück.

Für den jungen US-amerikanischen Schauspieler Dane DeHaan ist es eine seiner ersten Hauptrollen. Zu Beginn seiner Karriere hatte er eine größere Rolle in der Fernsehserie In Treatment – Der Therapeut, danach wurde er vor allem auch für seine Rolle als Harry Osborn in The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro bekannt. In A Cure for Wellness zeigt er seine Wandlungsfähigkeit, von einem die eigene Karriere im Blick habenden Investmenbanker zu einem Mann, der sich Fragen muss was Realität ist und was nur auf seine Einbildung zurückzuführen ist.

A Cure for Wellness (A Cure for Wellness) von Twentieth Century Fox startet am Freitag, 24. Februar 2017 in den österreichischen Kinos.
76 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
überzeugende Darstellung von Dane DeHaan als Mr. Lockhart
Gegenpart Dr. Volmer wird gut von Jason Isaacs gespielt
vor allem die ersten beiden Drittel sind sehr spannend
Gore Verbinski gelingt ein Spiel mit Schein und Sein
Negatives
das Drehbuch weist leider einige logische Lücken auf
Auflösung des Mystery Thrillers sollte in sich schlüssig sein
Auflösung fast zu profan

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Category: Filme, TopPost

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Ich liebe Theater und Kinofilme schon seit ich ein kleiner Junge war. Ich hatte das Glück, selbst einmal reinschnuppern zu können und kenne daher auch den Blick hinter die Kulissen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehören Klassiker wie Der Pate I + II, Casablanca, Western wie Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, österreichische Filme wie Der Bockerer, Extrablatt, aber auch Zeichentrickflime wie Das letzte Einhorn, Mary & Max, Literaturverfilmungen wie Die Verurteilten, Komödien wie Sein oder Nichtsein, Don Camillo und Peppone, Serial Mom und viele mehr.... Ich bin also regelmäßiger Besucher in Kinos und werde euch über diese Besuche auf weltenraum.at erzählen.

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