39 Days to Mars

| 4. Juni 2019 | 0 Comments

Mein lieber ehrenwerten Clarence Baxter, könnten Sie mir behilflich sein, um dieses Rätsel zu lösen? So wende ich mich an die Gamerin, welche besagten Baxter steuert. Sie kichert. Sehr wohl, mein liebenswürdiger Sir Albert Wickes, sagt sie und springt zu mir. Es ist ein sehr nobles Adventure, was wir spielen, mit vielen Rätseln und seltsamen Zeichnungen und ich wünschte wir hätten Tee und Gebäck.

Xbox One Cover

39 Days to Mars, Rechte bei It’s Anecdotal

39 Days to Mars ist ein Game, das man am besten lokal zu zweit auf der Couch spielt. Es ist ein Koop-Game, das viel Witz und Charme hat. Natürlich ist es auch als Singleplayergame möglich, mit der KI als Partner, aber es wird dann verzwickter und verliert einiges an Charme. Die Steuerung der beiden Forscher ist oft ein wenig mühselig, bis man sich daran gewöhnt hat. Man muss aber auch ein bisschen Geduld mitbringen, denn die einzelnen Rätsel sind nicht wirklich erklärt und oft muss man zuerst eines lösen, wodurch man Informationen für ein anderes erhält.

Die Rätsel sind eher schwer, es gibt aber dazwischen auch einige leichtere. Schade ist, dass ein paar echt redundant sind. Das Game will very britisch sein, aber das Tee kochen wäre auch etwas weniger oft gegangen. Für zwei Rätselfreunde, die bei entspannender Musik gefordert sein wollen und eine Vorliebe für einen etwas naiven Zeichenstil haben, ist es aber durchaus ein Game, das Spaß bringt.

39 Days to Mars handelt von Sir Albert Wickes und dem sehr ehrenwerten Clarence Baxter, zwei Forschern des 19. Jahrhunderts, die sich entschieden haben, die HMS Fearful auf ihrer Jungfernfahrt zum Mars zu steuern. Als der Dampfmaschine die Kohle ausgeht, die Schiffskatze die Navigationskarte zerfetzt und der Tee kalt wird, wird klar, dass der interstellare Transport kein Spaziergang im Park ist. Es wird einiges an Gehirnschmalz erfordern die auftauchenden Probleme zu lösen, um in einem Stück zum Mars zu gelangen.

39 Days to Mars hat eine recht eigenwillige Grafik, bestehend aus Bleistiftzeichnung mit vielen Brauntönen und Weiß als Schmuckfarbe. Da es kaum gerade Linien gibt, zumindest keine mit dem Lineal gezogenen, erinnern sie an eine Mischung aus Kinderzeichnung und Comics aus den Tageszeitungen. Es gibt aber viele kleine Details, wie Teekessel, Luster, Lampen, Lücken im Gartenzaun und viele Zahnräder und Rohre. Das verleiht dem Game eine recht heitere Note und einen gewissen Charme.

39 Days to Mars hat grundlegend ein recht einfaches Gameplay. Man steuert die beiden Forscher und gemeinsam müssen sie Rätsel aktivieren, um diese dann meist mit Sticks und Knopfdruck zu lösen. Die Steuerung der Rätsel ist zwar schlecht erklärt, aber man findet sich dennoch relativ schnell zurecht. Meist geht es darum, dass man etwas zuordnen muss, Codes findet, gewisse Reihenfolgen einhält, etc. Insgesamt sind die Rätsel zwar abwechslungsreich, aber manchmal etwas umständlich, was die Steuerung betrifft.

39 Days to Mars ist ein kooperatives Steampunk-Puzzle-Abenteuergame und wurde von It’s Anecdotal entwickelt und veröffentlicht. Hinter It’s Anecdotal steckt der Entwickler und Designer Philip Buchanan. Der neuseeländische Entwickler hat früher an zahlreichen Games von Square Enix mitgearbeitet.

39 Days to Mars von It’s Anecdotal erscheint mit FSK 3 ab 06. Februar 2019 für Xbox One, Nintendo Switch und Windows PC. Wir haben das Game auf der Xbox One mit einer Home Cinema Anlage LG Electronics BH9530TW getestet.
72 / 100 Wertung
Weltenraum WertungWertung
Positives
viele, durchaus knackige Rätsel
ein gelungenes Couch-CoOp-Game
das Game hat einen very british Touch
die Musik ist sehr entspannend
Negatives
es gibt zu wenig Infos zu den Rätseln
man muss ein bisschen zu oft Tee kochen
die Schwierigkeit der Rätsel wirkt zu beliebig

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Category: Games, Xbox One

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Ich habe früher auf einem C64, dem Amiga und dem PC gezockt. Jetzt zocke ich mittlerweile auf der XBox 360, Xbox One, WiiU, 3DS und PlayStation 4. Zusätzlich war ich längere Zeit als Redakteur bei einem der größten österreichischen Online Konsolen Magazine tätig. Aber im Grund meines Herzens bin ich einfach ein Gamer, der Spaß an spannenden, frischen, interessanten, unterhaltsamen Games hat und teste diese nun für Weltenraum auf Herz und Niere.

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